Paul Zipser wurde im Sommer am Hirn operiert - Bildquelle: FIRO/FIRO/SID/Paul Zipser wurde im Sommer am Hirn operiert © FIRO/FIRO/SID/

Köln (SID) - Basketball-Nationalspieler Paul Zipser hat ein knappes halbes Jahr nach seiner schweren Hirn-OP noch keinen genauen Fahrplan für ein Comeback. "Abgesehen vom richtigen Kontakttraining fehlen jetzt noch ein paar Sachen, aber das ist jetzt nur noch eine Frage der Zeit", sagte der 27 Jahre alte Forward von Bayern München im Klub-Podcast "Open Court".

Beim früheren NBA-Profi Zipser war im Juni nach Gleichgewichtsproblemen ein eingebluteter Hirntumor am Hirnstamm diagnostiziert worden. Den folgenden Eingriff beschrieb Zipser als durchaus heikel.

"Das war am Ohr, am Kleinhirn, schon eine beschissene Stelle. Eine angeborene Fehlbildung. Dort sind im Gehirn einfach mehrere Zentren, die für verschiedene Sachen zuständig sind. Bei mir war es die Koordination, die ganze rechte Seite war von Anfang an sehr betroffen", sagte er: "Die OP hat ein bisschen länger gedauert als eigentlich geplant. Weil er (der operierende Arzt Prof. Dr. Bernhard Meyer, d. Red.) versucht hat, wirklich den kleinsten Tropfen Blut irgendwie zu finden und rauszubekommen."

Seit der Operation habe sein Sport die alles überragende Bedeutung verloren. "Basketball ist auf jeden Fall kleiner für mich geworden", sagte er. An einer völligen Genesung zweifelt Zipser nicht: "Ich habe niemals daran geglaubt, auch jetzt nicht, es könnte nicht zu 100 Prozent alles wiederkommen."

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