Preuß und Lesser erreichten in Schweden Rang zwei - Bildquelle: AFPSIDANDERS WIKLUNDPreuß und Lesser erreichten in Schweden Rang zwei © AFPSIDANDERS WIKLUND

München (SID) - Dämpfer für die Mixed-Staffel, vielversprechender Auftakt für Franziska Preuß und Erik Lesser: Das Duo holte in der Single-Mixed-Staffel zum Start der Weltcup-Saison der Biathleten im schwedischen Östersund den zweiten Platz. Im letzten Schießen vergab Lesser sogar den Sieg. In der Mixed-Staffel musste sich das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) dagegen mit Rang sieben begnügen.

"Da haben wir zu viele Nachlader und Strafrunden gebraucht, das war zu viel. Aber an sich war der Tag nicht so schlecht. Franzi und Erik haben einen guten Job gemacht", sagte Bundestrainer Mark Kirchner in der ARD. Am Sonntag stehen beide Sprints auf dem Programm. Arnd Peiffer (Clausthal-Zellerfeld) wird wegen eines Magen-Darm-Infekts erneut nicht am Start sein.

Preuß (Haag) und Lesser (Frankenhain) lagen nach einer Strafrunde und neun Nachladern 18,1 Sekunden hinter Schweden (2+11), das über 2x6+1,5 km in 36:42,1 Minuten siegte. Norwegen (1+16/40,4) wurde Dritter.

"Vom Ergebnis her war das ein schönes Rennen. Aber was ich beim letzten Schießen gezeigt habe, ärgert mich richtig. Das fühlt sich an wie eine Niederlage. Ich stehe da wie ein Dilettant", sagte Lesser selbstkritisch. Preuss war dagegen mit ihrem Rennen "voll zufrieden. Das war ein schöner Einstand und wichtig fürs Selbstvertrauen."

Nicht ganz so gut lief es im Anschluss für die deutsche Mixed-Staffel über 4x6 km. Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld), Denise Herrmann (Oberwiesenthal), Benedikt Doll (Breitnau) und Simon Schempp (Uhingen), der den angeschlagenen Peiffer ersetzte, leistete sich eine Strafrunde und 14 Nachlader und lag 2:20,9 Minuten hinter den siegreichen Italienern. Die gewannen in 1:05:04,0 Stunden (0+9) vor Norwegen mit Überflieger Johannes Thingnes Bö (0+15/4,1 Sekunden zurück) und Schweden (0+11/59,9).

Die laufstarke Herrmann konnte zwar als Zweite an Schempp übergeben. Dem 31-Jährigen war die monatelange Pause aber anzumerken. Er verlor mehr und mehr an Boden. "Das war zäh und alles andere als zufriedenstellend", sagte Schempp. Doll sprach in der ARD von einem "gebrauchten Rennen".

Im Sprint am Sonntag ruhen die Hoffnungen vor allem auf Verfolgungs-Weltmeisterin Herrmann. Die 30-Jährige soll nach dem Rücktritt von Laura Dahlmeier die neue deutsche Frontfrau werden.

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