Durchwachsenes Fazit des Deutschen Boxsport-Verbandes - Bildquelle: PIXATHLONPIXATHLONSIDDurchwachsenes Fazit des Deutschen Boxsport-Verbandes © PIXATHLONPIXATHLONSID

Jekaterinburg - Der Deutsche Boxsport-Verband (DBV) hat nach dem Aus bei der WM im russischen Jekaterinburg ein durchwachsenes Fazit gezogen. "Medaillenziele verfehlt - aber wertvolle Erfahrungen gesammelt", sagte Sportdirektor Michael Müller, nachdem am Mittwochabend Superschwergewichtler Nelvie Tiafack (Köln) als letzter deutscher Boxer der achtköpfigen Staffel im Viertelfinale gescheitert war.

Knapp ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Tokio hätte Müller gerne das ein oder andere Edelmetall mit nach Deutschland gebracht, doch das Niveau insbesondere in den unteren Gewichtsklassen sei bei der WM einfach zu stark gewesen. "In Sachen Disziplin, Einstellung und kampftaktischem Verhalten konnten wir aber wertvolle Erfahrungen sammeln", sagte Müller.

DBV will Kandidaten für Olympia-Qualifikation benennen

Einige junge Athleten wie Nick Bier aus Gifhorn hätten gute Ansätze gezeigt, so Müller. Der erst 19 Jahre alte deutsche Vizemeister hatte sich im Weltergewicht immerhin bis ins Achtelfinale geboxt. "Anderen erfahrenen Athleten ist es nicht gelungen, die Kampfkonzeptionen umzusetzen. Daran muss gearbeitet werden", forderte Müller.

Bis Ende des Jahres will der DBV nun zwei Boxer pro Gewichtsklasse benennen, die 2020 an den beiden Qualifikationsturnieren für die Olympischen Spiele teilnehmen sollen. Die WM galt nicht als Qualifikation für Tokio, da das Internationale Olympische Komitee (IOC) den ausrichtenden Weltverband AIBA im Frühjahr wegen einer Reihe von Skandalen suspendiert hatte.

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