Andy Ruiz Jr. fordert Box-Weltmeister Anthony Joshua am 1. Juni - Bildquelle: imago sportfotoAndy Ruiz Jr. fordert Box-Weltmeister Anthony Joshua am 1. Juni © imago sportfoto

München - Für Andy Ruiz Jr. (32-1, 21 Knockouts) kommt es dabei kurzfristig zur zweiten Chance auf eine Weltmeisterschaft im Schwergewichtsboxen. Der 29-jährige Amerikaner mexikanischer Abstammung forderte 2016 Joseph Parker um den vakanten WBO-Titel heraus, unterlag jedoch umstritten nach Punkten.

Bis heute die einzige Niederlage des "Destroyers", der seitdem drei Kämpfe gewonnen hat, den letzten gegen den Hamburger Alexander Dimitrenko nach der fünften Runde. Auch wenn Ruiz optisch das genaue Gegenstück zu Modellathlet Anthony Joshua (22-0, 21 Knockouts) ist, sollte er nicht unterschätzt werden, das weiß auch Joshuas Manager Eddie Hearn.

Hearn: "Ruiz wird alles für den Sieg tun!"

In einem Interview äußerte sich Hearn zufrieden mit Ruiz als Gegner: "Ich mag Andy Ruiz. Er kommt nicht nur für den Scheck nach New York. Er will gewinnen, er glaubt, dass er gewinnen kann und er wird alles dafür tun. Man muss sich nur umhören, viele denken, dass er sogar ein härterer Test als Miller sein wird."

"Der Kampf könnte ähnlich ablaufen", so Hearn weiter. "Ruiz ist ein wenig kleiner, hat dafür aber schnellere Hände und schlägt härter als Miller. Ich denke daher, dass ist ein glaubwürdiger Test für Anthony. Er könnte der erste mexikanische Schwergewichtschampion werden, das könnte viele interessieren."

Und auch Ruiz selbst freut sich auf das Duell. "Ich habe Gänsehaut", sagt er bei "ESPN". "Ich bin nervös, aber es ist diese positive Nervosität. Ich habe die Chance, Geschichte zu schreiben. Ich will zu den ganz Großen wie Julio Cesar Chavez, Mike Tyson, Evander Holyfield und Lennox Lewis gehören. Ich kann es kaum abwarten."

Joshua bleibt klarer Favorit

Klarer Favorit bleibt indes trotzdem Joshua. Der ungeschlagene Triple-Weltmeister ist nicht nur ein besserer Techniker und deutlich größer als sein Herausforderer, anders als Ruiz bereitet sich der Engländer auch schon seit Wochen auf den Termin vor, an dem er eigentlich gegen Jarrell Miller antrete sollte.

Der Engländer schlug zuletzt im September Alexander Povetkin in der siebten Runde technisch K.o. Der Kampf am 1. Juni wird der erste Profi-Kampf außerhalb des Vereinigten Königreichs für den Weltmeister und soll gerade deswegen zum Spektakel für den amerikanischen Markt werden.

Joshuas ursprünglicher Gegner Jarrell Miller wurde unterdessen von der WBA für sechs Monate gesperrt und muss sich bis zum Ablauf dieser Sperre am 19. September auf eigene Kosten dem Testverfahren der WADA stellen, wenn er danach wieder für den WBA-Weltverband boxen möchte. Der Amerikaner wurde in den letzten Wochen gleich drei Mal positiv getestet.

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