Andy Ruiz Jr. und Anthona Joshua. - Bildquelle: 2019 Getty ImagesAndy Ruiz Jr. und Anthona Joshua. © 2019 Getty Images

München – Gleich drei Titel stehen am 7. Dezember auf dem Spiel: Die Schwergewichtsgürtel der Versionen IBF, WBA und WBO. 

Doch es geht in Saudi-Arabien unter dem Motto "Clash of the Dunes" um noch mehr, wenn sich Champion Andy Ruiz Jr. und Anthony Joshua erneut im Ring gegenüberstehen. Vor allem für Joshua, der seine Niederlage aus dem Sommer wettmachen will.

Ruiz geht allerdings davon aus, dass Joshua es vorsichtig angehen lassen wird. "Ich erwarte das. Aber wenn es knallen soll, ist es besser für mich. Ich liebe es, wenn es knallt, weil das der Kämpfer ist, der ich bin", sagte Ruiz Jr. Sky Sports.

Druck ausüben, den Körper bearbeiten

Seine Devise ist klar: "Am 7. Dezember müssen wir Druck ausüben, den Körper bearbeiten, ihn niederreißen. Besonders seine Mentalität. Der Druck lastet auf ihm und nicht auf mir, weil ich meinem Traum gefolgt bin, meine Träume wahr gemacht habe. Aber natürlich will ich mehr - ich will das Erbe von Andy Ruiz Jr."

Die Rollen sind trotz der Überraschung im ersten Kampf relativ klar: Joshua gilt als Favorit, Ruiz mal wieder als Außenseiter. 

"Ein Schlag kann den Kampf ändern", weiß Ruiz. "Das ist am 1. Juni passiert. Es könnte etwas schwieriger sein als beim ersten Mal. Ich muss meine Fähigkeiten und mein Talent unter Beweis stellen."

Dabei sieht er in seinem Stil einen wichtigen Vorteil, denn er glaubt, dass Joshua auch diesmal damit nicht zurechtkommen wird. Im ersten Kampf hatte der Mexikaner seinen überraschten Gegner gleich viermal zu Boden geschickt.

"Ich glaube nicht, dass er gerne [gegen diesen Stil] kämpft", erklärte er: "Ich glaube nicht, dass er jemals gegen einen kleinen Kerl gekämpft hat, der Druck ausübt und ziemlich schlau ist. Er hat etwas gesehen, das er noch nie gesehen hat." 

Bessere Vorbereitung

Vielleicht gibt es noch ein paar Überraschungen. Denn diesmal konnte sich Ruiz deutlioch besser und intensiver vorbereiten als im Sommer, als er fünf Wochen vorher kurzfristig für den gedopten Jarrell "Big Baby" Miller einsprang. "In diesem Kampf wird Andy bestätigen, dass es kein Glück war, was ihm den Sieg im ersten Kampf bescherte. Wir haben härter und noch mehr gearbeitet und sind immer auf dem Boden geblieben, weil der Gegner zu den Besten der Besten gehört. Wir wissen, dass Anthony Joshua alles mitbringen wird, um zu versuchen, das wiederherzustellen, was er verloren hat", sagte Trainer Manny Robles zu ESPN.

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