Canelo Alvarez ist auf dem Weg in die Geschichtsbücher - Bildquelle: Getty ImagesCanelo Alvarez ist auf dem Weg in die Geschichtsbücher © Getty Images

München – Saul Alvarez (52-1-2, 35 KO) wagt sich erneut in unbekannte Gewässer. Der Mexikaner, der im vergangenen Jahr erst seine Premiere im Super-Mittelgewicht mit einem WM-Titel gegen den völlig überforderten Engländer Rocky Fielding feierte, wird am 2. November noch einen draufsetzen.

Dann wird der 29-Jährige in Las Vegas den Weltmeister im Halbschwergewicht Sergey Kovalev (34-3-1, 29 KO) um seinen WBO-Titel herausfordern. Sollte es "Canelo" gelingen, Kovalev den Gürtel abzunehmen, wird sein Name in einem Atemzug mit drei weiteren mexikanischen Box-Legenden genannt.

Alvarez will Geschichte schreiben

Denn Alvarez wäre damit nach Erik Morales, Jorge Arce und Juan Manuel Marquez erst der vierte Mexikaner, der WM-Titel in vier verschiedenen Gewichtsklassen gewonnen hat. Gleichzeitig könnte er damit auch mit seinem Promoter, der Box-Legende Oscar de la Hoya gleichziehen, der dieses Kunststück ebenfalls gelang.

Doch das ist nicht die historische Komponente im Kampf zwischen Alvarez und Kovalev, denn bei einem Sieg wäre auch erst der vierte Boxer überhaupt, der im Super-Weltergewicht und drei Gewichtsklassen höher im Halbschwergewicht zum Weltmeister wird.

Bisher gelang das nur dem Jamaikaner Mike McCallum sowie den Amerikanern Thomas Hearns und "Sugar" Ray Leonard. Alle drei befinden sich bereits in der Hall Of Fame des Boxens.

Alvarez ist die Nummer 1 im Mittelgewicht

Der Mexikaner ist seit dem Rücktritt von Floyd Mayweather, gegen den er vor sechs Jahren seine einzige Niederlage einstecken musste, einer der größten Stars im Box-Sport. In den letzten Jahren teilte er sich mit Gennady Golovkin den Titel als bestes Mittelgewicht der Welt.

Nach einem umstrittenen Unentschieden und einem Sieg im direkten Rückkampf hält der Mexikaner diesen imaginären Titel nun alleine. Die WM-Gürtel der WBA und WBC, die er im Mai mit einem Sieg gegen Daniel Jacobs um den IBF-Titel erweiterte kommen noch hinzu.

Ein drittes Aufeinandertreffen der beiden Mittelgewichte steht seit Monaten im Raum, doch bisher konnten sich die Parteien nicht einigen. Stattdessen wagt sich Alvarez nun in neue Jagdgründe vor und hofft auf den nächsten Gürtel.

Kovalev will sich gegen die Stars beweisen

Dort wartet der russische "Krusher" auf ihn. Der 36-Jährige etablierte sich zu Beginn der Dekade als eines der besten Halbschwergewichte der Welt, gewann nach und nach WM-Titel gegen Nathan Cleverly, Bernard Hopkins und Jean Pascal.

Doch während andere Weltmeister große Börsen einstrichen, boxte Kovalev nicht einmal auf einem PPV. Das änderte sich erst mit den beiden Kämpfen gegen Olympiasieger Andre Ward, die der Russe kontrovers verlor. Bevor Kovalev einen dritten Kampf gegen Ward anstrengen konnte, zog sich der Amerikaner vom aktiven Box-Sport zurück.

Nun bekommt der "Krusher" noch einmal die Chance, sich gegen einen der Stars einem großen Publikum zu zeigen. In diesem Jahr holte er sich erst gegen den Kolumbianer Eleider Alvarez seinen Titel zurück, um ihn dann gegen den ungeschlagenen Engländer Anthony Yards per Knockout zu verteidigen.

Ein Sieg über "Canelo" wäre ein würdiger Abschluss des Jahres und vielleicht sogar einer großen Karriere.

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