Bernard Hopkins (re.) tippt auf Anthony Joshua - Bildquelle: Getty ImagesBernard Hopkins (re.) tippt auf Anthony Joshua © Getty Images

München - Bernard Hopkins, der einstige Champion im Mittel- und Halbschwergewicht wurde in einem Interview mit Sky Sports auf den anstehenden Schwergewichtskracher der beiden englischen Weltmeister gefragt und setzt sein Geld auf den Olympiasieger, auch wenn er einräumt, dass es eng wird.

"Joshua gegen Fury ist ein Kampf, den beide gewinnen können", sagte Hopkins. "Ich fände es gut, wenn Joshua früh getestet wird, wenn seine Gefühle verletzt werden, vielleicht sogar ein Knockdown, von dem er wieder aufsteht."

Für den 55-Jährigen wäre ein früher Wachmacher genau das Richtige, um Joshua auf Spur zu bringen. Der 30-Jährige wäre sonst eventuell zu sicher und damit unvorsichtig. Das wurde ihm bereits im letzten Jahr zum Verhängnis.

"Er hat seine Lektion gelernt", so Hopkins weiter. "Er war nicht unvorbereitet, aber übermütig und hat dafür bezahlt. Er weiß jetzt, was er nicht machen darf, das ist im Hinterkopf. Daher glaube ich, dass Joshua durch einen späten Knockout gewinnt."

Hopkins prophezeit Joshua-Knockout

Laut Hopkins soll vor allem die zweite Hälfte des Kampfes im Zeichen von Joshua stehen. Dabei werden Erinnerungen an das Duell gegen Wladimir Klitschko wach. Auch hier musste Joshua im Verlauf des Kampfes auf die Bretter und gewann durch technischen Knockout in Runde 11.

"Es werden interessante und spannende fünf oder sechs Runden, dann werden sich Joshuas Athletik, Box-IQ und Erfahrung durchsetzen und Fury überwältigen", prophezeite Hopkins.

Damit würde Joshua Geschichte schreiben. Immerhin ist Tyson Fury in 31 Kämpfen immer noch unbesiegt und überstand 2018 sogar die schweren Fäuste von Deontay Wilder auf dem Weg zu einem Unentschieden. Den Rückkampf gewann Fury, für Ende des Jahres ist ein drittes Duell vertraglich vereinbart.

Hopkins ist davon überzeugt, dass Joshua mit der richtigen Einstellung und Taktik in den Kampf geht. Denn Joshua weiß, dass die überraschende Niederlage gegen Andy Ruiz seinen Nimbus der Unbesiegbarkeit bereits zerstört hat. Will er im Quervergleich mit den Rivalen Wilder und Fury nicht komplett ins Hintertreffen geraten und seinen Platz in der Box-Geschichte frühzeitig aufs Spiel setzen, muss ein großer Sieg her.

"An diesem Punkt und nach der Niederlage gegen Ruiz muss er ein richtig großes Statement abliefern. Wiedergutmachung. Dieser Kampf wird Joshuas Eintrittskarte ins Konzert der ganz Großen. Er ist noch nicht da. Er arbeitet noch an seinem Vermächtnis", erklärte Hopkins weiter.

Fury und Joshua haben zwei Kämpfe für 2021 verabredet. Bis dahin muss Fury noch die Trilogie mit Wilder beenden. Joshua hat eine Pflichtverteidigung gegen Kubrat Pulev vor der Brust. Termine für die englischen Derbies stehen noch nicht fest.

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