Youtuber und Boxer Jake Paul - Bildquelle: imagoYoutuber und Boxer Jake Paul © imago

München – Jake Paul setzt seine Box-Karriere aufs Spiel. Und UFC-Boss Dana White damit gleichzeitig unter Druck. Paul versuchte es zumindest, denn White feuerte umgehend zurück.

Paul verspricht: Der YouTuber beendet seine Laufbahn als Boxer, und wird stattdessen einen UFC-Kampf gegen Jorge Masvidal bestreiten. Unter drei Bedingungen, die er jetzt an White adressierte. Dabei geht es vor allem um Geld, aber nicht nur für Paul.

Zum einen soll White den Mindestlohn pro Kampf, der aktuell bei 12.000 Dollar liegt, auf 50.000 Dollar erhöhen.

Zum anderen fordert er für die UFC-Kämpfer eine Garantie von 50 Prozent der UFC-Jahreseinnahmen, die laut Paul 2021 bei einer Milliarde Dollar lagen.

Paul setzt White eine Deadline

Und: "Bieten Sie allen Kämpfern eine langfristige Gesundheitsversorgung (Sie sagten zuvor, dass Hirnschäden Teil des Jobs sind... stellen Sie sich vor, die NFL würde das sagen). Es gibt viele Ex-UFC-Kämpfer, die öffentlich gesagt haben, dass sie an Hirnschäden leiden", schrieb Paul. 

Eine Deadline gibt es auch: Fünf Tage hat White Zeit, das Angebot zu akzeptieren. Umgesetzt werden soll es dann bis zum 31. März 2022.

"Danach werde ich mich sofort vom Boxen zurückziehen, der USADA beitreten und einem Vertrag mit der UFC für einen Kampf gegen den kinnschwachen Jorge [Masvidal] zustimmen", schrieb Paul.

Auch für die UFC-Kämpfer hatte er eine Nachricht parat. Es sei an der Zeit, Stellung zu beziehen und für sich selbst und andere Kämpfer einen Mehrwert zu schaffen, so Paul: "Ihr verdient eine höhere Bezahlung, ihr verdient eine langfristige Gesundheitsversorgung und vor allem verdient ihr Freiheit. Unterstützt euch gegenseitig. Ich bin nicht euer Feind, ich bin euer Fürsprecher … der egoistisch ein paar von euch k.o. schlagen will, um das große Geld zu machen." Paul hatte zuletzt Ex-UFC-Champion Tyron Woodley in einem Rückkampf K.o. geschlagen. 

Heftige Antwort von Dana White

Die Antwort von White ließ nicht lange auf sich warten. Und die hatte es in sich. 

"Das Ding, das du heute rausgebracht hast, niemand auf der Welt glaubt, dass du das wirklich geschrieben hast, du bist zu dumm", sagte White: "Du forderst Jorge Masvidal heraus, weil er ein Pay-per-View-Superstar ist", sagte White. "Nate Diaz, Conor McGregor, Mike Tyson, das sind alles Superstars. Du bist keiner. Du kannst keine Pay-per-Views verkaufen." Er legte Paul und seinem Manager nahe, doch sein eigenes Kampf-Business zu eröffnen.

White legte nach: "Ich glaube, dass du ein Betrüger bist, und ich glaube, dass du Steroide nimmst", erklärte White, der eine bereits jüngst verkündete Challenge für Paul noch einmal wiederholte: "Dieser Kerl sagt ständig, dass ich ein Kokser bin. Er kann mich die nächsten 10 Jahre stichprobenartig auf Kokain testen, wenn ich ihn in den nächsten zwei Jahren stichprobenartig auf Steroide testen kann."

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