Charr brachte erneut seine Reue zum Ausdruck - Bildquelle: AFPSIDPAUL ELLISCharr brachte erneut seine Reue zum Ausdruck © AFPSIDPAUL ELLIS

Hamburg (SID) - Box-Weltmeister Mahmoud Charr hat knapp drei Jahre nach dem Wirbel um seinen nicht vorhandenen deutschen Pass nochmals Reue gezeigt. "Zuerst möchte ich mich bei allen Menschen in Deutschland entschuldigen! Ich hatte nach meinem WM-Sieg 2017 geschworen, dass ich den deutschen Pass hätte. Ich wollte unbedingt Weltmeister für Deutschland sein", schrieb der 35-Jährige in einem offenen Brief: "Inzwischen sehe ich ein, dass ich einen großen Fehler gemacht habe."

Tagelang ließ sich der gebürtige Libanese im November 2017 als erster deutscher Schwergewichts-Champion seit Max Schmeling 1932 feiern. Doch plötzlich kam heraus, dass Charr gar keinen deutschen Pass hat. Vier Tage nach dem Gewinn des WBA-Titels gegen den Russen Alexander Ustinow gab er dem medialen Druck nach. Die Schuld am Wirbel schob er damals seinen Anwälten zu, die ihn falsch informiert hätten. Nun gestand er seinen eigenen Fehler ein.

Zwischenzeitlich hatte "Diamond Boy" Charr sogar seinen bürgerlichen Namen Mahmoud in Manuel umgeändert, doch nach Bekanntwerden des Pass-Fauxpas wechselte er im Vorjahr wieder zurück. Sein WM-Kampf gegen Ustinow war auch zugleich sein letzter Auftritt im Ring. Die für Mai diesen Jahres geplante erste Titelverteidigung gegen den US-Amerikaner Trevor Bryan fiel der Coronakrise zum Opfer.

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