Nadine Apetz (r.) sorgt sich um Doping-Probleme im Boxen - Bildquelle: AFPSIDMONEY SHARMANadine Apetz (r.) sorgt sich um Doping-Probleme im Boxen © AFPSIDMONEY SHARMA

Köln (SID) - Boxerin Nadine Apetz (34) sorgt sich angesichts der Corona-Pandemie um die Fairness bei Doping-Kontrollen. "Es kam schon der eine oder andere Gedanke, dass Sportler diese Pause nutzen", sagte die zweimalige WM-Dritte im Rahmen einer Veranstaltung der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA). Viele Sportler hätten den Eindruck, dass in Deutschland sehr gut kontrolliert werde, in anderen Ländern sei das nicht der Fall.

Derzeit sind Dopingkontrollen aufgrund der Pandemie meist nur eingeschränkt möglich. "Im April wurden weltweit 576 Proben gesammelt", teilte Tom May von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) mit. Im Vorjahr seien es im gleichen Monat über 25.000 gewesen, ein Rückgang von 97 Prozent: "Seit April ist es jeden Monat wieder besser geworden, im Juli waren wir wieder bei 11.000 Proben."

Für die Athleten sei es wichtig zu wissen, "dass es international ähnlich aussieht wie bei uns, dass die Standards der NADA nicht ein Alleinstellungsmerkmal sind", sagte Apetz. Es sei momentan ein "Flickenteppich", in jedem Land würden zudem andere Trainingsbedingungen herrschen: "Die Fairness ist nicht nur beim Anti-Doping eingeschränkt." Annähernd gleiche Bedingungen in Richtung Olympia 2021 seien "wünschenswert".

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