McGregor (l.) und Diaz legten 2016 gleich zwei starke Kämpfe hin - Bildquelle: Getty ImagesMcGregor (l.) und Diaz legten 2016 gleich zwei starke Kämpfe hin © Getty Images

München – Was macht einen großartigen MMA-Kampf aus – Spannung, Action, Drama? 2016 übertrug ranFIGHTING.dezahlreiche Duelle, die genau das verkörperten. Hier sind die fünf besten MMA-Kämpfe des Jahres:

1. Cub Swanson vs. Dooho Choi, UFC 206

Wer anderen Menschen zeigen will, wie aufregend der MMA-Sport ist, sollte ihnen dieses Duell vorspielen. Der koreanische Senkrechtstarter Dooho Choi galt als das größte Talent im Federgewicht – und Cub Swanson sollte seine Bewährungsprobe sein. Beide verzichteten schon nach wenigen Augenblicken auf Technik und Taktik und lieferten sich einen offenen Schlagabtausch.

Choi und Swanson feuerten mit Schlägen, Tritten und Kniestößen – und klingelten sich ständig gegenseitig an. Zu einem Knockout kam es nicht, denn beide zeigten drei Runden lang unglaubliches Kämpferherz. Swanson war der Sieger des Kampfes, aber Choi der Sieger der Herzen.

2. Conor McGregor vs. Nate Diaz II, UFC 202

Im März hatte Nate Diaz dem Hype um Superstar Conor McGregor überraschend einen Dämpfer verpasst. Im Rückkampf stand McGregor in der Pflicht zu siegen, denn eine weitere Niederlage gegen Diaz hätte seiner UFC-Karriere erheblich geschadet. Dementsprechend akribisch fiel McGregors Vorbereitung aus – und das zeigte sich im Octagon.

McGregor punktete Diaz zunächst im Stand aus. Mitte des Kampfes hatte Diaz ihn jedoch nach einer Schlagsalve kurz vor seiner zweiten Niederlage. Im Gegensatz zum ersten Kampf überwand McGregor diesmal die Widrigkeiten. Er warf Diaz bis zum Schluss alles entgegen und verdiente sich damit einen knappen Punktsieg.

3. Robbie Lawler vs. Carlos Condit, UFC 195

Wenn ein Kampf am 2. Januar eines Jahres stattfindet und man sich zwölf Monate später noch immer daran erinnert, als sei es gestern gewesen – dann muss es ein großartiges Duell gewesen sein. Verständlich, denn Robbie Lawler und Carlos Condit sind zwei actionorientierte Kämpfer, die für den Sieg einige Risiken eingehen

Beide warfen bei ihrem WM-Kampf alles in die Waagschale, eine spektakuläre Aktion jagte die nächste. In der vierten Runde hatte Condit Lawler kurz vor dem K.o. Aber der damalige Weltergewichts-Champion bewies Härte, hielt bis zum Schluss durch – und verließ das Octagon als Sieger nach Punkten.

4. Lom-Ali Eskijew vs. Saba Bolaghi, GMC 9

Bantamgewichts-Champion Saba Bolaghi kämpfte bei GMC 9 in Oberhausen gegen Federgewichts-Champion Lom-Ali Eskijew. Dem Motto "Champion vs. Champion" gebührend, legten Bolaghi und Eskijew einen wahren Titel-Thriller hin. Es war einer der besten Kämpfe, die es je auf deutschem Boden gegeben hat – und das schließt die fünf UFC-Events mit ein.

Eskijew fand gut in den Kampf und punktete mit Schlägen und Takedowns. Doch dann schlug Bolaghi ihn zweimal nieder und war kurz davor, die Begegnung vorzeitig zu beenden. Eskijew kämpfte sich jedoch zurück und sicherte sich mit einer starken Schlussphase – inklusive krachendem Slam – den knappen Punktsieg.

5. Joanna Jedrzejczyk vs. Claudia Gadelha II, TUF 23 Finale

Joanna Jedrzejczyk und Claudia Gadelha zeigten bei ihrem Rückkampf, auf welch Weltklasse-Niveau auch die Frauen antreten. Jedrzejczyk ist eine ehemalige Weltmeisterin im Muay Thai, Gadelha eine ehemalige Weltmeisterin im brasilianischen Jiu-Jitsu – zwei völlig unterschiedliche Stile prallten aufeinander.

Gadelha setzt Jedrzejczyk in der ersten Hälfte des WM-Duells im Clinch unter Druck und brachte sie mehrfach in Bedrängnis. Doch ihre Kondition ließ sie im Strich – und die fitte Jedrzejczyk bewies in den Champion-Runden erneut ihre Qualitäten. Bis zum Schluss dominierte Jedrzejczyk ihre Herausforderin im Stand.

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