Tyson Fury (li.) steht dem nächsten ungeschlagenen Boxer gegenüber - Bildquelle: Getty ImagesTyson Fury (li.) steht dem nächsten ungeschlagenen Boxer gegenüber © Getty Images

München - Wer rastet, der rostet. Das kann sich Tyson Fury (28-0, 20 KO) natürlich nicht leisten, wenn er im Frühjahr seine Revanche gegen WBC-Weltmeister Deontay Wilder gewinnen will. Um im Wettkampf-Rhythmus zu bleiben, schiebt der Engländer am 14. September noch einen Kampf dazwischen.

In diesem steht ihm der unbesiegte Schwede Otto Wallin (20-0, 13 KO) gegenüber. Die beiden Schwergewichte werden in Las Vegas gegeneinander in den Ring steigen. Für Fury ist es der zweite Kampf in seinem millionenschweren "ESPN"-Vertrag und voraussichtlich der letzte Test vor dem Wilder-Rückkampf.

Fury will Marke in den USA stärken

Fury, der immer noch nicht im Ring bezwungen werden konnte, lieferte sich im vergangenen Jahr ein denkwürdiges Duell mit dem WBC-Weltmeister. Die beiden Unbesiegten trennten sich im vergangenen November unentschieden.

Obwohl Fury den Großteil des Kampfes bestimmen konnte, hatte er am Ende noch Glück, dass er nach mehreren Wirkungstreffern und zwei Niederschlägen, einer in der letzten Runde, noch auf die Beine und über die Runden kam. Ursprünglich sollten beide direkt wieder aufeinander treffen.

Doch Fury durchkreuzte die Promoter-Pläne, indem er einen Vertrag über fünf Kämpfe und 100 Millionen US-Dollar beim US-Sender "ESPN" unterschrieb und sich damit vorerst aus dem Pay-per-View-Geschäft zurückzog.

Der Engländer gab damals an, dass er erst seine Marke auf dem amerikanischen Markt stärken wolle, um dann mit dem Rückkampf gegen Wilder sowie einem potenziellen Kampf gegen Anthony Joshua noch höhere Umsätze zu generieren.

Fury besiegte Tom Schwarz mühelos

Im ersten Schritt dieses Plans setzte sich Fury vor zwei Monaten mühelos gegen den Hallenser Tom Schwarz durch. Mehr als der Kampf, der bereits in der zweiten Runde in einem technischen Knockout für Fury endete, blieb die Show des Engländers im Gedächtnis.

Wie einst Apollo Creed in den Rocky-Filmen betrat Fury die Arena ganz in die Farben der amerikanischen Flagge gehüllt, Zylinder inklusive. Fury-Fans können also auch am 14. September von einem Spektakel ausgehen.

"Ich bin froh, wieder in Las Vegas zu boxen", sagte Fury. "Ich habe die Zeit beim letzten Mal sehr genossen und ich werde wieder eine Show abziehen. Otto Wallin ist ein Boxer aus der Weltrangliste und groß, genau das wollten wir vor dem Wilder-Rückkampf."

"Er ist zudem Linksausleger und damit eine neue Herausforderung", so Fury weiter. "Aber ich werde sehr fokussiert sein und den Job erledigen, der Rückkampf muss kommen!"

Wallins große Chance

Für den Schweden Wallin bietet sich damit in den USA die große Chance, Box-Geschichte zu schreiben und Fury die erste Niederlage seiner Karriere beizubringen. Der 28-Jährige konnte in seinen Duellen bisher eine perfekte Bilanz erkämpfen, vom Niveau Tyson Furys waren die Gegner jedoch weit entfernt.

Trotzdem gibt sich der Schwede kampflustig und selbstbewusst vor dem großen Duell gegen den früheren Weltmeister. "Ich weiß, dass ich in diesem Kampf der Außenseiter bin, aber ich bin bereit für diese Chance und werde sie mit beiden Händen ergreifen", sagte der Schwede. "Ich mag es, dass ich alles gewinnen und Tyson alles verlieren kann."

Der 28-Jährige wird zum zweiten Mal in den USA boxen. In seinem ersten Kampf gegen Nick Kisner sorgte ein unabsichtlicher Kopfstoß für eine Platzwunde bei Kisner und damit für den Abbruch des Kampfes, der als technischer Knockout für Wallin gewertet wurde.

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