München/Las Vegas - Tyson Fury ist neuer Weltmeister der Version WBC.

Der Engländer gewann vor 15.816 Zuschauern im MGM Grand in Las Vegas das Rematch gegen Deontay Wilder und fügte dem Amerikaner seine erste Profi-Niederlage zu.

Für Fury war es im 31. Kampf der 31. Sieg. Das erste Duell der beiden Kontrahenten im Dezember 2018 hatte unentschieden geendet.

"Der König ist auf den Thron zurückgekehrt", tönte Fury nach dem Sieg, lobte aber zugleich seinen Widersacher: "Großes Kompliment an Deopntay Wilder. Er kam heute Abend hier her, ist seinen Mann gestanden und hat das Herz eines Champions gezeigt."

Dann griff er sich das Mikrofon und sang mit den Zuschauern gemeinsam "American Pie".

Fury von Beginn an der bessere Boxer

Der Gypsy King dominierte von Beginn an das Rematch zwischen den bis dato ungeschlagenen Weltmeistern.

Fury - mit 273 amerikanischen Pfund, die 123,8 Kilogramm entsprechen - deutlich schwerer als im ersten Duell, landete bis zum Abbruch 82 Treffer, bei Wilder waren es nur ganze 34. Nicht nur, dass der Brite seinen Kontrahenten mit 267 Schlägen eindeckte, seine Trefferquote von 31 Prozent war deutlich besser.

Wilder brachte es mit 34 von 141 nur auf eine Trefferquote von 24 Prozent.

Allerdings erhielt Fury in der fünften Runde einen Punkt abgezogen, als er Wilder am Hinterkopf traf.

Ecke wirft das Handtuch

Ringschiedsrichter Kenny Bayless beendete 1:39 Minuten vor Ende der siebten Runde den einseitigen Kampf, nachdem Wilders Ecke das Handtuch in Ring geworfen hatte.

Bereits ab der zweiten Runde blutete Wilder aus dem Ohr, in der dritten Runde ging er erstmals zu Boden, ein zweites Mal in der fünften.

"Mir geht es soweit gut. So etwas passiert nun mal", sagte Wilder.

"Heute Abend hat der Bessere gewonnen. Meine Ecke hat das Handtuch geworfen. Ich war bereit, im Ring zu sterben. Es ist einiges vor dem Kampf vorgefallen. Aber es ist wie es ist, ich suche keine Entschuldigungen. Ich wünschte nur, meine Ecke hätte mich den Kampf zu Ende bringen lassen."

Knaller gegen Joshua?

Noch ist nicht ganz klar, wie es für Fury weitergeht.

Entweder kommt es zu einer dritten Auflage gegen Wilder oder Fury darf sich auf einen Mega-Kampf gegen Landsmann Anthony Joshua freuen, der die Titel der anderen drei wichtigen Verbände im Schwergewicht (IBF, WBO und WBA) hält.

Joshuas Promoter Eddie Hearn twitterte bereits direkt nach dem Kampf, dass er den Fight dieses Jahr auf die Beine stellen würde:

Der Fight in voller Länge auf DAZN

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