Tina Rupprecht hat ihren WM-Titel im Minimumgewicht erfolgreich verteidigt - Bildquelle: PetkosTina Rupprecht hat ihren WM-Titel im Minimumgewicht erfolgreich verteidigt © Petkos

München/Kühbach – Härtetest bestanden. Tina Rupprecht hat vor heimischer Kulisse ihren WM-Titel der WBC im Minimumgewicht gegen Niorkis Carreno verteidigt. Die 20-jährige Venezolanerin, die als große Unbekannte nach Deutschland reiste, zeigte sich als harte Gegnerin, die jedoch auf Dauer nicht mit der Weltmeisterin mithalten konnte.

Denn Rupprecht war sofort die aktivere Boxerin. Pfeilschnell ging sie in die Nahdistanz, feuerte schnelle Schläge ab, um dann wieder flink aus der Reichweite ihrer Gegnerin zu kommen. Carreno versuchte, ihren körperlichen Vorteil zu nutzen, doch die schweren Hände flogen vorbei oder prallten an der Deckung ab.

So war es in der dritten Runde auch ein Kopfstoß von Carreno, der erste Wirkung bei Rupprecht hinterließ. Rupprecht gab das Geschenk jedoch umgehend zurück und kassierte einen Durchgang später selbst einen Punktabzug. Gezeichnet gingen beide Boxerinnen in die zweite Hälfte des Kampfes.

Klarer Punktsieg für Rupprecht

Hier wirkte Carreno dann immer unbeweglicher, während die Augsburgerin um sie herumtänzelte, um dann mit schnellen Vorstößen zu punkten. Zwar legte die Herausforderin immer noch viel Kraft in die Schläge, diese wurden dafür jedoch langsamer und seltener. Ein gefundenes Fressen für Rupprecht, die nicht müde wurde und immer im Vorwärtsgang blieb.

So konnte die 26-Jährige auch in den letzten Runden, in denen Carreno noch einmal alles in die Waagschale warf, überzeugen und für großen Jubel in der Kühbacher Halle sorgen, als schließlich das Endergebnis des Kampfes verkündet wurde.

Mit 96 zu 92, 97 zu 91 und 96 zu 92 ging der Kampf einstimmig an die alte und neue Weltmeisterin der WBC im Minimumgewicht Tina Rupprecht.

Leon Harth gewinnt WBC-Asien-Titel

Gelungener Einstand für Leon Harth bei Petkos Boxpromotion. Der Detmolder feierte in seinem ersten Kampf für das neue Management einen deutlichen Punktsieg und den Gewinn des Asien-Titels der WBC im Halbschwergewicht gegen den Russen Ibragim Tsurov.

Der 30-Jährige nahm von der ersten Runde an das Heft in die Hand und ging aggressiv in den Mann. Der Russe konnte seine Reichweite nur selten nutzen, sondern musste immer wieder harte Körpertreffer einstecken. Tsurov, immerhin als amtierender Asien-Champion der WBC nach Kühbach angereist, konnte im Verlauf der zehn Runden nur selten mit seiner Offensive glänzen.

Stattdessen war es Harth, der sich Runde um Runde sicherte, ohne großes Risiko zu gehen. Tsurov wehrte sich wacker, konnte den Angriffen Harths auch standhalten, aber mehr war vom Russen nicht zu sehen. So überraschte das deutliche Urteil von 99 zu 91, 98 zur 92 und 99 zu 91 am Ende auch niemanden in der Halle.

Hannig, Bebraham und Avetisyan siegen nach Punkten

Im Duell der beiden Spätstarter hatte der Berliner Nick Hannig gegen den Argentinier Damian Bonelli das bessere Ende für sich. Nachdem beide Boxer zu Beginn aus allen Rohren feuerten und den frühen Knockout suchten, nahm das Tempo mit jeder weiteren Runde ab, Hannig blieb aber der offensivere und aktivere Boxer. Am Ende konnte Hannig zwar keinen K.o. feiern, dafür aber einen Sieg über seinen bisher schwersten Gegner.

Howik Bebraham hatte indes mehr Mühe damit, Nika Kokashvili in einen Kampf zu verwickeln. Bebraham ging stets aggressiv nach vorne, stellte Kokashvili, traf und ließ sich selbst kaum treffen. Der Georgier blieb hingegen auf der Außenbahn und lief geradezu vor dem Münchner weg, der seinen Gegner immer wieder einlud, auch einmal den Vorwärtsgang einzulegen. Vergebens. So gewann der effektive Bebraham einen unspektakulären Kampf nach Punkten.

Vartan Avetisyan machte seinem Spitznamen "The Punch" alle Ehre, aber der Bosnier Nikola Matic zeigte sich von seiner zähen Seite und lieferte dem Lokalmatador eine harte Schlacht bis zum Ende, die der 27-jährige Münchner dann nach Punkten gewann. Im anschließenden Interview forderte Avetisyan dann Vincent Feigenbutz heraus.

Ryan Ford wärmt sich für Serge Michel auf

Ryan Ford hatte zuvor keine Mühe mit Jovica Kokot und schlug den überforderten Bosnier in der zweiten Runde mit einer Kombination zum Kopf und Körper K.o. Eine schnelle Aufwärmpartie für den Kanadier, der im Februar Serge Michel im Titelkampf gegenüberstehen wird.

Granit Stein setzte sich problemlos gegen den Rumänen Vasile Dragomir durch, der nach zwei Runden genug hatte und aufgab. Robert Harutunyan sicherte sich gegen den Georgier Giorgi Gachechiladze einen ungefährdeten Punktsieg.

Im Eröffnungskampf schickte der Berliner Denny Heidrich seinen bosnischen Gegner Fadil Pasalic vier Mal in den ersten drei Runden auf die Bretter für einen technischen K.o. Zwischendurch musste er selbst einmal angezählt werden, nachdem er zu stürmisch dem Knockout nachjagte.

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