Harutyunyan (r.) kritisiert Ringrichter und Verbände - Bildquelle: AFPSIDYURI CORTEZHarutyunyan (r.) kritisiert Ringrichter und Verbände © AFPSIDYURI CORTEZ

Köln - Profiboxer Artem Harutyunyan (28) hat nach dem Tod seines letzten Gegners Hugo Alfredo Santillan das Verhalten einiger Ringrichter und Verbände kritisiert. "Ich hatte schon während unseres Kampfes Mitleid mit ihm und dachte, man hätte abbrechen sollen. Es ist ein Riesenproblem, dass Ringrichter und Ringärzte Kämpfe zu lange laufen lassen", sagte Harutyunyan dem Hamburger Abendblatt.

Santillan hatte am 15. Juni gegen den Olympiadritten Harutyunyan gekämpft und klar verloren. Aufgrund einer Vielzahl an schweren Kopftreffern wurde der Argentinier mit einer Schutzsperre belegt, dennoch stieg er bereits am 20. Juli wieder in den Ring. Nach einem Unentschieden gegen Eduardo Javier Abreu (Uruguay) brach Santillan im Ring zusammen. Fünf Tage später starb er im Alter von 23 Jahren in einem Krankenhaus an schweren Hirnverletzungen.

Harutyunyan sieht die Verbände in der Pflicht und kritisiert auch das Team um Santillan. "Dass die den Boxer in den Ring lassen, ohne dass er zuvor eine Gehirnuntersuchung durchführen lassen musste, ist unglaublich. So etwas muss vor jedem Titelkampf Pflicht sein", sagte er.

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