Nick Hannig: Erster Titelkampf. - Bildquelle: imago/regios24Nick Hannig: Erster Titelkampf. © imago/regios24

München - Für Nick Hannig ging es immer bergauf. Steil bergauf. Groß geplant war dieser Verlauf gar nicht. Doch nach seinem ersten Profi-Boxkampf war die Resonanz positiv. So positiv, dass sich die ganze Sache immer weiter aufgebaut hat. "Und jetzt sitzen wir hier und machen Interview mit ran FIGHTING. Das hätte ich mir nie erträumen lassen", sagte der 32-Jährige kurz vor seinem siebten Profikampf am Samstag (ab 18:30 Uhr live auf ran.de und ranFIGHTING.de) gegen den Kanadier Ryan Ford.

Es ist zugleich Hannigs erster Titelkampf, es gehtum den WBC International Titel im Halbschwergewicht. "Ich bin super vorbereitet. Eigentlich läuft alles perfekt. Die Anspannung ist groß. Die Halle steht hinter mir, und den Erwartungen will ich gerecht werden", sagte Hannig. Er weiß: "Ich bin der Außenseiter, die Chancen sind trotzdem sehr gut, es wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen."

Das deutsche Boxen nach vorne bringen

Für den Titelkampf hat er sein Training umgestellt, ein paar Schüppen draufgelegt, wie er sagt, um die 12 Runden zu schaffen. Sieben bis acht Sparringspartner hatte er. "Jede eineinhalb Runden habe ich einen frischen Gegner bekommen. Da war mir klar: Die zwölf Runden kann ich gehen. Schlimmer wird’s nicht."

Er kündigt an: "Mit einem klaren Kopf und einer Mischung aus Mut und Konzentration wird die Sache gerockt. Vielleicht kann ich das deutsche Boxen ein wenig nach vorne bringen."

Titelkampf hin oder her: Hannig hat auch durchaus den Vorteil, dass der Druck für ihn nicht übermäßig groß ist. Denn er muss nicht boxen, um in erster Linie Geld zu verdienen, denn er hat sich mit einer eigenen Sicherheitsfirma und seinem Boxklub seine "Schäfchen gesichert", wie er sagt. "Dann wird man auch lockerer und kann solche Späßchen auch mitmachen. Man sollte das sowieso nicht alles so verkrampft sehen. Klar: Es ist ein internationaler Titel, um den es geht. Aber ich mache es in erster Linie aus Leidenschaft und weil ich den Boxsport liebe."

Wegweisender Abend für Hammer 

Einen wegweisenden Abend erlebt auch Christina Hammer. Sie trifft auf Elene Sikmashvili. Nachdem Hammer nach einer schwerwiegenden Darmerkrankung mehrere Monate pausieren musste, ist die Georgierin eine Aufbaugegnerin. 

Ein Pflichtsieg also? "Es ist wichtig, diesen Kampf gut zu bestreiten. Man darf solche Gegnerinnen nicht unterschätzen, denn sie hauen manchmal Schläge raus, mit denen man gar nicht gerechnet hat. Diese Gegner muss man erstmal weghauen", sagte Hammer, die seit Juni nicht mehr geboxt hat und sich auf ihr Comeback im Ring freut.

Denn sie hat eine echte Leidenszeit hinter sich. Immer wieder Bluttests, die Ernährung musste sie auch umstellen. Und mit Medikamenten nachhelfen, auch wenn ihr das nicht wirklich passte. Hammer: "Ich will den Leuten zeigen, dass ich wieder da bin., Ihnen eine gute Show und einen guten Kampf bieten."

Auftakt für Showdown mit Shields

Der auf acht Runden angesetzte Kampf im Mittelgewicht soll vor allem der Auftakt zum Weltmeisterschaftskampf gegen Claressa Shields sein. Denn nachdem Hammer im Juni des vergangenen Jahres in Detroit Tori Nelson souverän nach Punkten schlagen und ihre WM-Titel nach Version der WBO und WBC erfolgreich verteidigen konnte, stand alles auf "Kollisionskurs" mit Shields. Doch dann kam die Erkrankung. 

Die Gürtel wurden ihr nicht abgenommen, stattdessen gibt es aktuell quasi zwei Weltmeisterinnen. "Es ist komisch, das zu sehen. Denn ich bin die wahre Weltmeisterin, sie ist ein Fake. Ich habe meinen Gürtel hart erkämpft und habe ihn nicht geschenkt bekommen. Wir müssen es ausboxen, denn die Rechnung ist noch offen", sagte Hammer, die den Showdon mit Shields für April oder Mai ankündigte. 

Ihr großes Ziel, ihr großer Traum: Unumstrittene Championesse aller Verbände. Dafür muss sie am Samstag aber erst einmal die erste Hürde aus dem Weg räumen.

Petko’s FIGHT NIGHT wird kostenlos live und exklusiv auf ran.de sowie ran FIGHTING (auf www.ranFIGHTING.de, mobil oder auf dem Smart-TV via App) übertragen. Außerdem können Zuschauer den Kampfabend auch zeitversetzt über HbbTV verfolgen: Wer einen Smart-TV hat, sieht am Kampfabend einen Hinweis auf die Boxübertragung auf den Sendern SAT.1, kabel eins und ProSieben MAXX. Mit dem Red Button auf der Fernbedienung kann der Zuschauer direkt zum Boxevent wechseln.

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