Marie Lang ist WKU-Weltmeisterin in drei Gewichtsklassen - Bildquelle: imago/Stefan BöslMarie Lang ist WKU-Weltmeisterin in drei Gewichtsklassen © imago/Stefan Bösl

München – Die Münchnerin Marie Lang ist einfach nicht zu schlagen. Beim Stekos Fight Club im Circus Krone verteidigte die mehrfache Weltmeisterin ihren WKU-WM-Titel in der Klasse bis 62,5 Kilo gegen die Libanesin Dr. Rola Khaled einstimmig nach Punkten (50:45, 50:45, 50:45) und erhöhte damit ihre Kampfbilanz auf makellose 36-0 (re-live auf ranFIGHTING.de).

Es schien von Beginn an so, als wolle Lang nach ihrer teils tränenreichen Vorbereitung ein Zeichen setzen. Die deutsche Kickbox-Queen begegnete Khaled mit kontrollierter Aggression und stellte sie allein in der ersten Runde zweimal in der Ringecke. Dort feuerte Lang mehrere Schlagsalven ab, aber Khaleds Deckung hielt.

Khaled leistete in den folgenden Runden nur selten ernsthafte Gegenwehr und ermöglichte es Lang, sie ungefährdet mit geraden Schlägen und Tritten auszupunkten. Lang hatte ständig den Vorwärtsgang eingelegt und traf mit variablen Angriffen zum Kopf und Körper. So sicherte sie sich nach fünf Runden den dominanten Punktsieg.

Danyo Ilunga bleibt WKU-Weltmeister

Nach seinem erfolgreichen Stekos-Debüt im Juni startete Danyo "Dibuba" Ilunga aus Waldbröl eine neue Siegesserie. Im Duell zweier Glory-Veteranen setzte er sich gegen den Niederländer Brian Douwes einstimmig nach Punkten (49:47, 49:47, 49:47) durch und verteidigte zum ersten Mal seinen WKU-WM-Titel im K-1 in der Klasse bis 95 Kilo.

Ilunga und Douwes tauschten in der ausgeglichenen ersten Runde Schläge und Lowkicks aus. Douwes kam in der zweiten Runde mit einigen Haken durch, aber dann baute er ab und Ilunga übernahm ab der dritten Runde das Kommando. Er traf Douwes vor allem mit Haken und seiner Geraden. Douwes lief allerdings durch die Schläge hindurch und blieb bis zum Schluss gefährlich.

In der fünften Runde blieb Douwes mit heruntergelassener Deckung vor Ilunga stehen, aber der konnte die Situation nicht für einen Knockout ausnutzen. So blieb es beim einstimmigen Punktsieg.

David Dardan Morina verteidigt WM-Titel

Der Ingolstädter David Dardan Morina stieg nach überstandener Verletzung zum ersten Mal in diesem Jahr in den Ring und holte seine im Juni ausgefallene Titelverteidigung gegen den Türken Erkan Varol nach. Morina besiegte Varol einstimmig nach Punkten und ist damit weiterhin der WKU-Weltmeister im K-1 in der Klasse bis 75 Kilo.

In der ersten Runde legte Morina so furios los, als wolle er verlorene Zeit wiedergutmachen. Der "Gladiator" trieb Varol mit geraden Schlägen und Kniestößen durch den Ring, konnte ihn aber nicht anklingeln. Varol gelang es lediglich mit zwei unerlaubten Tieftritten, Morina zu verlangsamen.

Im Laufe der fünf Runden punktete Morina permanent mit Schlägen zum Kopf und Kniestößen zum Körper. Varol blieb jedoch standhaft, sodass am Ende die Punktrichter entscheiden mussten.

Pascal Schroth feiert erfolgreiches Comeback

Ein Jahr nach seiner Horror-Verletzung – er brach sich bei einem Kampf in China einen Halswirbel – kehrte der Bremerhavener Pascal Schroth ins aktive Geschehen zurück. Gegen den Bulgaren Mariyan Asenov verteidigte er seinen WKU-WM-Titel im K-1 in der Klasse bis 72,5 Kilo durch Knockout.

Schroth stellte Asenov bereits in der ersten Runde in der Ringecke und deckte ihn mit Schlägen und Lowkicks ein. In der zweiten Runde griff Schroth weiter variabel an und holte Asenov mit einem linken Kopftritt von den Beinen. Asenov stand wieder auf, aber Schroth setzte mit einer Salve aus Schlägen und Kniestößen nach. Der Ringrichter zählte Asenov daraufhin an und aus – Sieg für Schroth nach 1:38 Minuten der zweiten Runde.

"Ich hoffe, ich konnte heute jemandem zeigen, dass man seine Träume nicht aufgeben darf", sagte ein glücklicher Pascal Schroth, für den das härteste Jahr seines Lebens mit einem großen Triumph endete.

Flamur Mehmeti bleibt ungeschlagen

Im Profiboxen gab der Chamer Flamur Mehmeti nach einjähriger Verletzungspause sein Comeback gegen den erfahrenen Giorgi Tevdorashvili. Der Ringrichter ermahnte Tevdorashvili ständig wegen Klammerns und zog ihm dafür sogar einen Punkt ab. Durch das unsaubere Boxen des Georgiers hatte Mehmeti Probleme, seinen Rhythmus zu finden, landete aber trotzdem die besseren Treffer.

Nachdem Tevdorashvili trotz der Verwarnungen weiter klammerte, hatte der Ringrichter in der fünften Runde genug und disqualifizierte ihn. Mehmeti baute dadurch seine Bilanz auf 11-0 aus.

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