Tyson Fury (l.) schaffte gegen Deontay Wilder ein Unentschieden - Bildquelle: imagoTyson Fury (l.) schaffte gegen Deontay Wilder ein Unentschieden © imago

München - Nach Anthony Joshuas (22-1, 21 K.o.) völlig unerwarteter Niederlage gegen Andy Ruiz Jr. (33-1, 22 K.o.) am 1. Juni und dem damit verbundenen Verlust sämtlicher WM-Gürtel meldet sich nun Tyson Fury (27-0-1, 19 K.o.) zu Wort.

Der behauptet, dass Joshua an jenem ersten Juni erst gar nicht in den Ring steigen wollte: "Das hat man schon oft bei ganz unterschiedlichen Boxern gesehen. Bei ihm war es in dieser Nacht auch so, und davon wird er sich auch nicht wieder erholen. Es ist aus und vorbei. Der Typ ist fertig. Da kann man jeden Toptrainer fragen, der ein Leben lang in diesem Sport gearbeitet hat. Als Joshua den Ring betrat, habe ich sofort gesehen, dass er in diesem Moment woanders sein wollte."

Fury boxt am 15. Juni in Las Vegas gegen Tom Schwarz (24-0, 16 K.o.), zwei Wochen nachdem Ruiz mit seinem Sieg über den bis dahin ungeschlagenen Joshua die Schwergewichts-Division gewaltig durcheinander gewirbelt hatte. Joshua wiederum hatte zuvor Fury ein Angebot für einen Fight gemacht.

Duell Fury gegen Joshua in weiter Ferne

Dazu Fury: "Jeder dachte, dass er mich schlagen kann. Aber wie kommen die Leute darauf? Was hat man in ihm gesehen? Ich habe keine Ahnung, in welcher Welt er mich jemals hätte schlagen können."

Durch die Niederlage von Joshua sind Duelle mit Fury und WBC-Champion Deontay Wilder (41-0-1, 40 K.o.) erstmal vom Tisch. Denn der Olympiasieger von 2012 wird zunächst einmal zum Rückkampf gegen Ruiz antreten.

"Boxen ist keine schwarze Magie"

Fury, der wegen gesundheitlicher Probleme und Drogenmissbrauchs 31 Monate lang keinen Profi-Wettkampf bestreiten konnte, ist sich sicher, dass Joshua das Rematch verlieren wird.

Denn er behauptet: "Der Körperbau bedeutet im Boxen gar nichts. Rein von seiner Physis her ist Joshua jedem überlegen. Er mag das beste EKG-Resultat, jedes Laufband verschlissen und jeden Boxsack zerstört haben. Aber das ist alles unwichtig."

Denn, so Fury weiter: "Denn Boxen ist keine schwarze Magie. Wenn du fighten kannst, dann ist es gut, und wenn du es nicht kannst, dann kannst du es vergessen. Denkt nur an die beiden am besten austrainierten Boxer der letzten 20 Jahre: Klitschko und Joshua. Beide wurden sie von zwei fetten Männern fertig gemacht."

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