Gegen Artur Szpilka (re.) gewann Deontay Wilder (li.) per K.o. in der 9. Run... - Bildquelle: Getty ImagesGegen Artur Szpilka (re.) gewann Deontay Wilder (li.) per K.o. in der 9. Runde © Getty Images

München - Obwohl der Dopingfall um Alexander Povetkin (30-1) noch nicht endgültig geklärt ist, erlaubt die WBC Weltmeister Deontay Wilder (36-0) zunächst eine freiwillige Titelverteidigung. 

Die für den 21. Mai angesetzte Pflichtverteidigung war aufgrund eines positiven Dopingbefunds beim Russen geplatzt und sollte verschoben werden. 

Wilder fordert Null-Toleranz-Politik

"Ich bin froh, dass die WBC so entschieden hat. Es ist einfach inakzeptabel, wenn jemand verbotene Substanzen einnimmt. Ich plädiere für eine Null-Toleranz-Politik. Denn diese Leute wissen genau, was sie tun", sagte Wilder gegenüber "ESPN.com".

WBC-Präsident Mauricio Sulaiman gab bekannt, dass der Fall Povetkin noch immer untersucht werde. Ob dem 36-Jährigen tatsächlich eine Sperre droht, ist fraglich.

Sperre für Povetkin fraglich

Das beim Russen nachgewiesene Steroid Meldonium steht erst seit 2016 auf der Dopingliste. Gelingt es Povetkin, zu beweisen, dass der positive Wert auf legale Einnahmen im vergangenen Jahr zurückzuführen ist, bliebe er straffrei.

Als nächster Wilder-Gegner wird nun Bryant Jennings (19-2) gehandelt. Eine durchaus fragwürdige Wahl, da der Amerikaner seine letzten beiden Kämpfe verlor. Anfang 2015 unterlag er Wladimir Klitschko nach Punkten, im Dezember kassierte er dann eine Knockout-Niederlage gegen WBA-Interims-Champion Luis Ortiz (25-0).

Kritik an Gegnerauswahl

Wilder wird immer wieder wegen seiner Gegnerauswahl kritisiert. Seit dem Titelgewinn gegen Bermane Stiverne (24-1-1) vor anderthalb Jahren, verteidigte er den WBC-Gürtel größtenteils gegen mittelmäßige Herausforderer.

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