Deontay Wilder (li.) und Luis Ortiz stehen sich erneut gegenüber - Bildquelle: Getty ImagesDeontay Wilder (li.) und Luis Ortiz stehen sich erneut gegenüber © Getty Images

München – In der Nacht zum Sonntag kommt es zum Rückkampf des Jahres im Boxen, wenn Schwergewichtsweltmeister Deontay Wilder (41-0-1, 40 KO) seinen WBC-Titel gegen den Kubaner Luis Ortiz (31-1 (2), 26 KO) aufs Spiel setzt.

Die beiden standen sich bereits im vergangenen Jahr gegenüber, dabei war Ortiz kurz davor, dem unbesiegten Wilder die erste Niederlage beizubringen, bevor der "Bronze Bomber" zurückkam und Ortiz in der zehnten Runde ausknockte. Nun treffen die beiden erneut aufeinander.

Wilder will Ortiz noch schneller ausknocken

Für den Amerikaner geht es dabei nicht nur darum, seinen Ruf als härtestes Schwergewicht zu untermauern und den WBC-Titel zum zehnten Mal zu verteidigen, Wilder darf sich keine Blöße geben, möchte er nicht die Revanche gegen Tyson Fury oder ein Duell gegen Andy Ruiz oder Anthony Joshua gefährden.

Daher will der 34-Jährige im Rückkampf mit dem gefährlichen Kubaner nichts dem Zufall überlassen, sondern von Beginn an Druck machen. "Meine Aufgabe lautet, so viele Schmerzen wie möglich zu verursachen", sagte Wilder im Vorfeld des Kampfes.

"Ich will dieses Mal mehr mit dem Jab arbeiten, sauber vorgehen und mich so in Position bringen, dass er schon früher von meiner Rechten auf die Bretter geht. Mein Ziel ist wie immer, den Gegner spektakulär auszuknocken. Es wird ein großartiger Kampf, die Leute bekommen, wofür sie bezahlen. Sie wissen, was sie erwarten können, nur nicht, ob es früher oder später passiert."

Wilder: Ortiz ist gefährlicher als Fury

Doch Wilder nimmt Ortiz alles andere als auf die leichte Schulter. Er ist schließlich gewarnt, nachdem er im ersten Duell in der siebten Runde gestellt und mit Schlägen traktiert wurde, die er nur knapp überstand.

Und auch wenn der Rückkampf gegen Tyson Fury schon fest für Frühjahr 2020 eingeplant ist, kommt es für Wilder nicht in Frage, sich bis dahin mit leichten Gegnern aufzuhalten. Der "Bronze Bomber" will zeigen, dass er das beste Schwergewicht der Welt ist.

"Ortiz ist definitiv der härtere Gegner als Fury", so Wilder in einem Radio-Interview. "Er kämpft schlau, bewegt sich sehr strategisch im Ring und kontert gut. Ich mag seinen Stil. Damals wollte keiner gegen ihn kämpfen und heute will das immer noch keiner, aber ich gebe ihm die Chance auf den Titel."

Ortiz will Geschichte schreiben

Und diese Chance will Ortiz nutzen, denn ihm läuft die Zeit davon. Der "King Kong" aus Kuba wurde im März 40 Jahre alt und hat von einem Interims-Titel der WBA abgesehen noch keine Weltmeisterschaft gewonnen.

Sollte es ihm im Rückkampf gelingen, wäre er der erste kubanische Schwergewichtsweltmeister der Box-Geschichte. Ortiz zeigte sich trotz Niederlage zufrieden mit seiner Leistung im ersten Kampf und wird eine ähnliche Strategie verfolgen, wie 2018, hofft aber auf einen sauberer kämpfenden Wilder.

"Ich glaube nicht, dass ich irgendetwas anders hätte machen können", sagte Ortiz. "Ich glaube aber, dass ich mit ein paar Sachen, die er macht, besser umgehe. Er schlägt mit dem Inneren seiner Faust oder von oben auf den Kopf und lauter so verrückte Sachen, die verboten werden sollten."

"Man weiß einfach nicht, wie Wilder an den Kampf herangeht", so Ortiz weiter. "Aber eins ist sicher. Ich bin körperlich und mental so gut vorbereitet, wie noch nie. Er kann von mir aus ganz tief in die Trickkiste greifen, es wird kein Problem für mich sein."

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