Wollte für Bruder Wladimir Rache nehmen: Witali Klitschko (re.). - Bildquelle: imago/Future ImageWollte für Bruder Wladimir Rache nehmen: Witali Klitschko (re.). © imago/Future Image

München – Es gab während der beiden Karrieren von Wladimir und Witali Klitschko ein ungeschriebenes Gesetz: Die beiden Brüder kämpfen nicht gegeneinander. Das hatten sie ihrer Mutter versprochen. Und daran hielten sie sich auch.

Ein weiteres Gesetz: Falls möglich, rächt der eine Bruder den anderen. 

Was bei zusammen sieben Karriereniederlagen (Witali 2, Wladimir 5) selten genug vorkommen musste. Es kam aber vor: So verlor Witali am 1. April 2000 gegen Chris Byrd nach Aufgabe in der neunten Runde. Im Oktober besiegte Bruder Wladimir den US-Amerikaner.

Oder: Am 8. März 2003 verlor Wladimir gegen Corrie Sanders durch Technischen K.o. in der zweiten Runde. Am 24. April 2004 nahm sich Vitali den Südafrikaner vor und gewann in der achten Runde, ebenfalls durch T.K.o.

Rache nehmen. Im Namen des Bruders.

Etwas, das Witali nach Wladimirs Niederlage gegen Anthony Joshua im April 2017 nicht machen konnte. Der heute 47-jährige Witali hatte seine Karriere 2012 beendet, engagierte sich als Bürgermeister von Kiew in der Politik.

Ein großes Verlangen

Joshua hatte Wladimir damals in einem spektakulären Kampf auf die Bretter geschickt. Es war Wladimir Klitschkos letzter Fight, er beendete anschließend ebenfalls seine Karriere. Eine Rache durch seinen älteren Bruder gab es nicht mehr. Obwohl Witali heute noch Lust dazu hätte.

"Ich hatte diese Möglichkeit diesmal nicht, obwohl das Verlangen groß war. Ich hatte ein großes Verlangen, in den Ring zu steigen. Da gab es ein großes Verlangen, ihm den Kopf abzureißen", sagte Vitali. 

Das Verlangen sei immer noch da, "es gibt aber keine Möglichkeiten mehr", so Witali.

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