Gamescom 2019: ran.de spricht mit den Entwicklern über FIFA 20 - Bildquelle: EA SPORTSGamescom 2019: ran.de spricht mit den Entwicklern über FIFA 20 © EA SPORTS

Köln - Am 24. September erscheint mit "FIFA 20" der neuste Teil der populären Fußball-Simulation von EA SPORTS.

ran.de hat auf der Gamescom in Köln mit den FIFA-Entwicklern Alex Constantinescu, Senior Designer Career Mode, und Matthew Turner, Narrative Director EA SPORTS, gesprochen und sich erklären lassen, warum der "Fußball Manager" nie komplett den Weg in "FIFA" finden wird und wie schwierig es ist, ein eigenes Spiel im Spiel zu bauen.

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ran.de: FIFA 20 geht im Karriere-Modus neue Wege. Was ist die größte Neuerung?

Alex Constantinescu: Die umfassendsten Features sind sicherlich die Pressekonferenzen. Durch die können die User in Zukunft sowohl vor und nach den Spielen direkten Einfluss auf die Leistung ihrer Mannschaft nehmen. Zudem kann der individuelle Spielcharakter noch mehr angepasst werden. Es ist jetzt auch möglich, als weiblicher Charakter Trainer eines Top-Klubs zu sein. Wir haben uns das Feedback aus der Community geholt. Alles, was der Spieler im Karriere-Modus macht, soll einen direkten Einfluss auf das Erlebnis haben.

ran.de: Sie sprechen das Community-Feedback bereits an. Wie wichtig war Ihnen bei der Entwicklung die Meinung der Spieler? Diese fragten ja bereits seit Jahren nach grundlegenden Veränderungen am Karriere-Modus.

Alex Constantinescu: Sehr wichtig! Wir brauchten verschiedene Meinungen um zu entscheiden, auf welche neuen Features wir uns konzentrieren wollen. Das alles war aber ein jahrelanger Prozess. In "FIFA 18" haben wir das Transfersystem verändert, ein Jahr später lag unser Fokus darauf, die Champions League vernünftig zu integrieren. Dafür hatten wir nämlich nur einen Versuch. Ich hoffe aber, dass die Leute am Ende froh sind, dass wir einige Wünsche nach und nach integriert haben.

ran.de: Die neue "Team-Moral" erinnert in Grundzügen an die "Team-Chemie" aus "FIFA Ultimate Team". Wie viel "FUT" steckt im neuen Karriere-Modus?

Alex Constantinescu: Die "Team-Moral" erinnert im ersten Moment natürlich an die "Team-Chemie", was aber an der optischen Aufmachung und dem Aufbau liegt. Wir haben geschaut, was bereits gut funktioniert und was wir übernehmen können. Spielt ein Innenverteidiger also auf einer Außenverteidiger-Position, schadet das unter Umständen der "Team-Moral", weil er unzufrieden ist. Am Ende bleiben es aber zwei völlig unterschiedliche Spielmodi.

ran.de: Vor allem deutsche Fans vermissen seit Jahren den "Fußball Manager". Ist es denkbar, dass immer mehr Elemente aus diesem Spiel zukünftig in den Karrieremodus von "FIFA" implementiert werden?

Alex Constantinescu: Generell haben wir ja immer mehr Manager-Elemente übernommen. Aber "FIFA" soll für uns immer ein eigenständiges Spiel bleiben. Es wäre für uns eine komische Situation, wenn die gleiche Person, die Trainingspläne für sein Team erstellt, im Anschluss selber das Spiel absolviert. Trotzdem schauen wir, welche Manager-Elemente auch in den Karriere-Modus passen. Es wir zukünftig noch mehr Inhalte geben. Wir wollen Jahr für Jahr den bestmöglichen Karriere-Modus und das beste Erlebnis für die Spieler schaffen.

Im Anschluss an das Gespräch mit Alex Constantinescu hatte ran.de die Möglichkeit, mit Matthew Turner, dem Narrative Director von EA SPORTS, über "VOLTA FOOTBALL" zu sprechen.

ran.de: Was macht "VOLTA FOOTBALL" besser als "FIFA STREET"?

Matthew Turner: (lacht) Oh, das ist eine tiefgreifende Frage. Das Schöne an "VOLTA FOOTBALL" ist, dass es kein eigenständiges Spiel ist. Es baut auf dem gleichen System wie "FIFA 20" auf, die Leute können also beide Welten erleben und haben ein großes Spielerlebnis. "VOLTA FOOTBALL" lässt die Spieler mehr Erfahrungen machen. Es geht um mehr als "nur" um Straßen-Fußball. Klassisches Futsal spielt ebenfalls eine große Rolle, wie auch die Chemie innerhalb deines Teams.

ran.de: Wie entstand die Idee, den neuen Story-Modus in den "VOLTA FOOTBALL" zu integrieren?

Matthew Turner: Die Geschichte um "Alex Hunter" war von Anfang an als Trilogie geplant. Wir wussten aber, dass die Fans hungrig auf eine komplett neue Story sind. "VOLTA FOOTBALL" war da die perfekte Möglichkeit, neue Storytelling-Techniken auszuprobieren und gleichzeitig dem neuen Spiel-Modus einen Schub zu geben. Die Spieler sind in der Charaktergestaltung völlig frei. Alex Hunter war großartig, aber nicht für jeden Spieler einzigartig. Geschlecht, Aussehen - der individuelle Charakter des Spielers erlebt jetzt die Geschichte.

ran.de: Wie schwierig war es, einen Modus wie "VOLTA FOOTBALL" parallel zu den "normalen" Neuerungen für "FIFA 20" zu entwickeln?

Matthew Turner: Das war sehr knifflig und hat einige Zeit gebraucht. Das Gameplay musste ja gleich und doch verschieden sein. Die Leute sollten sich so schnell es geht zurechtfinden, aber dennoch ein neues Spielerlebnis bekommen. Wir standen vor so simplen Fragen wie: "Was passiert, wenn der Ball gegen die Bande springt?" Sowas verändert ja auch das komplette Spieltempo. Am Ende muss es sich für FIFA-Spieler natürlich und trotzdem komplett anders anfühlen. Ich hoffe, dass es uns gelungen ist.

Von der Gamescom in Köln berichtet Dominik Kaiser

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