- Bildquelle: EA Sports © EA Sports

München - Bis zu mehreren tausend Euro investieren FIFA19-Zocker vor einer Saison in virtuelle Spielwährung, die sogenannten FIFA-Points.

Sie kaufen damit Lootboxen mit zufällig ausgewählten Spieler-Paketen. Um zur Weltspitze zu gehören, benötigen die Gamer Stars wie Neymar, Lionel Messi, Cristiano Ronaldo oder Legendenspieler wie Ruud Gullit oder Patrick Viera für ihren virtuellen Kader. (ran eSports überträgt die Tag Heuer Virtual Bundesliga - jeden Donnerstag ab 20:15 Uhr auf ProSieben MAXX und im Livestream auf ran.de.)

 

Nun ist die Konkurrenzfähigkeit der deutschen eSportler in Gefahr, denn die Bundesregierung prüft nach Informationen der "Sport Bild", ob FIFA Points in Deutschland verboten werden sollen. Was für den deutschen eSport gefährlich werden könnte, freut viele Freizeit-Gamer, weil die Chancengleichheit erhöht wird. Worum geht es eigentlich?

Giffey: "Jugendschutz geht vor Profitgier"

"Jugendschutz geht vor Profitgier. Das muss auch im Gaming-­Bereich gelten", sagt Bundesfamilienministerin Franziska Giffey.

Die virtuelle Spielwährung wird auch von minderjährigen Zockern fleißig gekauft, um sich die Spielerpakete zu sichern. Ob die ganz großen Stars tatsächlich dabei sind, bleibt Glückssache. Denn einzelne Spieler lassen sich nur durch FIFA-Coins kaufen, die zweite virtuelle Spielwährung im FIFA-Universum. Diese erhalten die Zocker für Siege.

Für FIFA-Herausgeber "EA Sports" sind die FIFA-Points ein großes Geschäft: Rund 594 Millionen Euro Umsatz machte der US-Konzern mit den Lootboxen bei FIFA und anderen Games. Die Bundesregierung will entgegensteuern und ein Jugendmedienschutzgesetz erarbeiten.

Verbot würde professionelle Zocker hart treffen

"Online muss es genauso klare Regeln geben, wie wir sie offline schon haben", sagt Giffey. In Belgien beispielsweise gibt es seit Anfang des Monats ein Verbot für FIFA-Points.

Auf professionelle FIFA-Spieler in Deutschland würden harte Zeiten zukommen: Investieren sie kein reales Geld mehr, haben die Spieler auch keine wettbewerbsfähigen Kader. Häufig verkaufen sie Spieler, die sie mit realem Geld erworben haben gegen FIFA Coins weiter. Mit diesen Coins bauen sie sich dann ihre Mannschaft zusammen. Ohne diese Praxis könnten deutsche Profis mit den Spitzenspielern weltweit kaum noch mithalten.

Käme das Verbot, müssten deutsche Spitzenspieler ins Ausland umziehen, um sich dort mit FIFA-Points einzudecken, Lootboxen zu kaufen und konkurrenzfähig zu bleiben.

Du willst die wichtigsten eSports-News direkt auf dein Smartphone bekommen? Dann trage dich für unseren kostenlosen WhatsApp-Service ein unter http://tiny.cc/ran-whatsapp

Mehr Galerien