Mesut Özil verliert einen talentierten Zocker für sein eSport-Team. - Bildquelle: imago Mesut Özil verliert einen talentierten Zocker für sein eSport-Team. © imago

München - Das Gaming-Projekt von Mesut Özil muss offenbar einen weiteren Rückschlag hinnehmen. Nach "Sport Bild"-Informationen verlässt mit Fatih Üstün einer der talentiertesten Profis "M10 eSports". Der 20-Jährige, der als Gamer unter seinem Nachnamen antritt, wird seinen Vertrag bei dem Zocker-Team demnach nicht verlängern.

"Ich möchte den nächsten Schritt in meiner FIFA-Karriere machen. Ich will mich spieltechnisch, mental und körperlich weiter verbessern - und irgendwann Weltmeister werden", formuliert der 20-Jährige selbstbewusst die Ziele seiner eSport-Karriere. 

Im eSport-Team des Weltmeisters von 2014 sieht er diese Möglichkeit offenbar nicht mehr. Und Üstün ist nicht der einzige Gamer, der Özils Team verlässt. Auch zwei Fortnite-Spieler haben sich inzwischen verabschiedet. Im April hatte zudem der Gamer "GreyFox" den eSport-Stall von Özil nach eigenen Aussagen wegen "unterschiedlichen Vorstellungen" verlassen.

Fehlende Perspektive

Laut "Sport Bild" sollen die fehlende Perspektive und leere Versprechungen Gründe dafür sein, dass viele der Zocker unzufrieden sind. Statt wie angekündigt Gamer von allen Kontinenten ins Team zu holen, spielen neben Üstün und Pedro Resende lediglich ein Talent aus Indien und ein Halbprofi aus den USA für Özils Team.

Hinzu kommt, dass laut "Sport Bild" den Spielern kein Trainer zur Verfügung stehe, der ihnen Feedback gibt. Ein angekündigtes FIFA-Gaming-Haus gebe es demnach ebenso noch nicht.

Özils eSport-Management sieht positive Entwicklung

Außerdem stoße den Spielern auf, dass der Mittelfeldspieler der "Gunners" nur selten den direkten Kontakt mit ihnen suche. Gemeinsame Auftritte in sozialen Medien seien rar, laut "Sport Bild" bekommen die FIFA-Spieler dabei noch weniger Aufmerksamkeit als die Spieler des Battle-Royale-Games Fortnite.

Bei der virtuellen Klub-WM hätte das Duo Üstün/Resende zu den Favoriten zählen können, allerdings wurde das Gespann von Özils eSport-Management gar nicht angemeldet. Im Vergleich zu anderen Vereinen organisierte das eSport-Team auch kein Trainingslager für seine Spieler, diese mussten sich stattdessen eigenständig vorbereiten.

Von all diesen Differenzen will das Management nichts wissen, ließ in der "Sport Bild" verlautbaren: "Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung von M10 eSports." Eine Reihe von Gamern im Hause Özil sieht das offenbar anders. 

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