In "Face of Franchise: QB1" hat der Spieler die Chance, der nächste Patrick ... - Bildquelle: EA SportsIn "Face of Franchise: QB1" hat der Spieler die Chance, der nächste Patrick Mahomes zu werden © EA Sports

München – Am 2. August startet EA Sports mit "MADDEN 20" in die neue NFL-Saison. ran.de hat die Football-Simulation schon gespielt und ausführlich den brandneuen Modus "Face of the Franchise: QB1" getestet!

Das Set-Up klingt mehr als verlockend. Erstelle deinen eigenen Spieler, setze dich am College durch, zeige deine Stärken im NFL-Combine und mach dich auf den Weg, ein neuer Superstar-Quarterback in der stärksten Football-Liga der Welt zu werden. Wer allerdings Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, wird sehr wahrscheinlich enttäuscht werden.

Die schnellste College-Saison der Welt

Im neusten Teil der MADDEN-Reihe ersetzt "QB1" den erst vor zwei Jahren eingeführten Story-Modus. Wesentliche Elemente wie Dialoge, die der Entwicklung des Charakters dienen, bleiben aber bestehen. Sie sind sogar essentiell. Bereits in der ersten Filmsequenz wird festgelegt, welcher Quarterback-Typ das virtuelle Alter Ego wird. Ein Feld-General wie Aaron Rodgers oder ein Scrambler wie Cam Newton?

Optisch gibt es kaum Grenzen, wobei die Grafik rund um die Augenpartien aber etwas verwaschen und plastisch wirkt. Nach einer weiteren kurzen Sequenz geht es schon mitten ins Geschehen. Eins von zehn verfügbaren US-Colleges muss ausgewählt werden – um wahnsinnige zwei (!) Spiele mit diesem Team zu absolvieren. Wirklich schade, ein gesamtes College-Jahr hätte dem Modus wesentlich mehr dramaturgische Tiefe verliehen.

So geht es, fast gehetzt, bereits auf die nächste Etappe der digitalen Football-Reise. Beim Combine soll der Spieler zeigen, ob er wirklich das Zeug zum NFL-Quarterback hat. Auch hier hat EA den Rotstift angesetzt. Nur eine Übung wird absolviert, dazu ein Interview simuliert. Einen wirklichen Eindruck bekommen Fans dadurch nicht.

Spielerisches Durcheinander

Welches Potenzial in dem Modus steckt, zeigt sich erst nach dem Draft. Wird in den College-Spielen noch klassisch das gesamte Team kontrolliert, ist mit Eintritt in die NFL wirklich nur noch der Quarterback steuerbar. Das irritiert zunächst, gibt aber eine völlig neue Perspektive.

Auf dem Feld zieht nur noch der Spieler selbst die Fäden. Pass- oder Laufspiel liegt nur in den Händen, die den Controller bedienen. Die Kamera-Einstellung ist etwas flacher als im gewöhnlichen Single-Player-Modus, was dazu dient, die Perspektive des Quarterbacks besser darstellen zu können.

Der Modus lässt erahnen, was es bedeutet, ein NFL-Quarterback zu sein. Während das Spielfeld nach freien Receivern gescannt wird, rauschen wütende Linebacker auf einen zu. Hier braucht es einen guten Ruhepuls, um nicht in Panik zu verfallen. Wer sein Team geschickt über das Feld führt und den ersten Touchdown-Pass wirft, bekommt das Grinsen erstmal nicht aus dem Gesicht.

Fazit: Potenzial leider nur angedeutet

Nach knapp sechs Spielstunden ist klar, "Face of the Franchise: QB1" macht Spaß. Allerdings hätte EA Sports mehr Liebe zum Detail an den Tag legen müssen.

Gerade die verkürzten Anfangsparts trüben das sonst positive Bild. Das Leben als Freshman am College, der Leistungsdruck schon an der Universität, die verschiedenen Disziplinen beim Combine – das alles würde einer netten Seitengeschichte in MADDEN 20 echtes Sucht-Potenzial verleihen.

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