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München – Erhan "Dr. Erhano" Kayman ist bekannt dafür, dass er unverblümt ausspricht, was ihn gerade beschäftigt. Seine Fans feiern den erfahrenen eSportler dafür, von anderer Seite gibt es dagegen Kritik.

So auch am 10. Spieltag der VBL Club Championship (jeden Donnerstag ab 20:15 Uhr live auf ProSieben MAXX), als Kayman nach einem 6:3-Sieg gegen den Hamburger SV mitteilte, dass sich die Begegnung wie eine Niederlage anfühle, "weil die Gegner in allen drei Spielen deutlich schlechter waren".

Auf den Vorfall angesprochen äußerte sich der 28-Jährige mit den Worten: "Wenn man seinen Ärger zum Ausdruck bringt, wird das in der Öffentlichkeit immer wieder als problematisch angesehen. Da bin ich aber anderer Meinung. Ich mag es nicht, dass viele nicht das aussprechen, was sie eigentlich denken."

Deutsche Profis halten sich raus

Für "Dr. Erhano" geht die Angelegenheit weit über einen Kommentar zu Spiel-Ergebnissen hinaus. Auch bei Themen, wie beispielsweise einem neuen FIFA-Patch, Pay-2-Win oder Turnier-Organisation will Kayman mehr Aktivität von anderen Profis sehen: "Es muss schon was Großes passieren, damit die Spieler anfangen zu nörgeln. Mich würde es freuen, wenn mehr eSportler mal ihre Meinung sagen würden."

Warum sich viele Profis zurückhalten, glaubt Kaymans Teamkollege Marcel "Marlut" Lutz zu wissen: "Man kann es ihnen nicht verübeln. Sie haben vielleicht Angst davor, dass sie von ihrem Verein, ihrer Agentur oder von EA Ärger bekommen."

Gerade in Zeiten, in denen EA für ein falsches Wort auf Twitter oder YouTube Sperren verhängt und immer mehr Fußballvereine im eSport mitmischen, ist es für Spieler sicherer, sich zurückzuhalten. Und wer ein schlechtes Image aufbaut, wird dieses so schnell nicht wieder los.

"Dr. Erhano" lässt sich von so etwas nicht stoppen. "Marlut" ist dagegen nicht mehr so aktiv, wie er es einmal war. Das hat jedoch einen anderen Grund: "Früher habe ich noch versucht, über Social Media was zu bewegen, aber wenn die Leute mit hoher Reichweite nicht dahinterstehen, wird sich auch nichts ändern. Vor allem in Deutschland ist das ein Problem."

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