HSV-Neuzugang Jonas Meffert traf im Jahre 2015 in den Relegationsspielen mit... - Bildquelle: imago images/Passion2PressHSV-Neuzugang Jonas Meffert traf im Jahre 2015 in den Relegationsspielen mit dem Karlsruher SC auf Hamburg und bekam den Ball unglücklich gegen den Arm. Dies bewahrte Hamburg vor dem Abstieg. © imago images/Passion2Press

Hamburg - Er steht erst wenige Wochen beim Hamburger SV (Freitag gegen Schalke 04, ab 19 Uhr live in SAT.1 und auf ran.de) unter Vertrag, hat noch kein Pflichtspiel bestritten und dennoch bereits Vereinsgeschichte geschrieben.

Jonas Meffert, der von Holstein Kiel nach Hamburg gewechselt ist, bewahrte den HSV schon einmal vor dem Abstieg – allerdings ohne, dass er das wollte.

Es war der 1. Juni 2015, als Meffert mit dem Karlsruher SC das Relegations-Rückspiel gegen den Hamburger SV bestritt. Der KSC führte kurz vor Spielende mit 1:0.

Dies wäre gleichbedeutend mit dem Aufstieg gewesen – und für den HSV mit dem erstmaligen Abstieg der Vereinsgeschichte.

In der 90. Minute bekam Meffert kurz vor dem eigenen Strafraum einen Schuss des HSV-Verteidigers Slobodan Rajkovic an den angelegten Oberarm. Schiedsrichter Manuel Gräfe entschied auf Freistoß – eine sehr strittige Entscheidung.

Die Folge: Marcelo Diaz nutzte den Freistoß zum 1:1 und rettete den HSV in die Verlängerung, in der Nicolai Müller schlussendlich den Siegtreffer zum Klassenerhalt erzielte.

"Das war kein Handspiel"

"Das war extrem bitter", erinnert sich Meffert. Danach soll es in der Kabine keinen Spieler gegeben haben, der nicht geweint hat. "Das war natürlich kein Handspiel", lautet noch immer die Überzeugung von Meffert. 

Später gab es eine Aussprache mit dem Schiedsrichter. "Wir haben darüber geredet", erzählt Meffert. "Es war gut, dass Gräfe danach auf mich zugekommen ist."

Auch wenn Gräfe laut Meffert noch immer glaubt, damals die richtige Entscheidung getroffen zu haben, habe der Mittelfeldspieler "seinen Frieden mit ihm geschlossen."

Die Rache am HSV

Und wie war seine Gefühlslage gegenüber dem HSV?

Immerhin: Er konnte sich bereits rächen, als die Hamburger am 3. August 2018 das erste Zweitliga-Spiel der Vereinsgeschichte bestritten.

57.000 Zuschauer hofften im Volksparkstadion auf einen erfolgreichen Saisonauftakt – bis ausgerechnet Meffert in der 56. Minute den Führungstreffer für Kiel erzielte.

Die Folge: Eine 0:3-Schlappe des HSV. 

Ob dies für ihn eine besondere Genugtuung war? "Vor und während des Spiels hatte ich daran keine Sekunde gedacht. Nach dem Spiel bekam ich aber mit, dass sich einige KSC Fans mit mir gefreut haben. Das fand ich cool", sagte er.

Nun ist der 26-Jährige selbst Bestandteil des HSV. Für den gebürtigen Kölner "schließt sich damit ein Kreis."

Gemeinsame Vergangenheit mit Trainer Walter und Vorstand Boldt

Meffert war ein Wunschspieler von Trainer Tim Walter, der bereits bei Holstein Kiel sein Trainer gewesen ist. Gemeinsam feierten sie damals den Auftaktsieg gegen den HSV.

Nun möchten sie selbst mit dem ehemaligen Bundesliga-Dino Erfolge feiern.

Meffert dürfte im zentralen oder defensiven Mittelfeld eine wichtige Rolle einnehmen. "Ich glaube, Jonas ist ein sehr intelligenter Spieler, der weiß, welche Verantwortung er für die Mannschaft übernehmen muss", lobt Walter. "Er ist sehr unaufgeregt und ist entscheidend dafür, dass wir eine Balance zwischen Defensive und Offensive haben." 

Auch Sport-Vorstand Jonas Boldt hat eine gemeinsame Vergangenheit mit Meffert. Als Boldt in Leverkusen Assistent der Geschäftsführung und Leiter der Scouting-Abteilung gewesen ist, durchlief Meffert die Nachwuchsabteilung von Leverkusen bis hin zur 2. Mannschaft.

"Ich habe Jonas Entwicklung in jungen Jahren sehr intensiv begleitet und trotz der unterschiedlichen Stationen haben wir uns nie aus den Augen verloren", sagt Boldt. "Ich freue mich sehr, dass er sich insbesondere in Sachen Persönlichkeit weiterentwickelt hat. Er befindet sich im besten Fußballeralter."

Laut eigener Aussage ist Meffert mit seiner Spielweise "niemand, der groß auffällt. Aber ich versuche immer, meinen Job zu 100 Prozent zu erledigen. Ich werde immer Gas geben."

Vielleicht gelingt es ihm ja noch einmal, HSV-Geschichte zu schreiben – dann allerdings gewollt.

Oliver Jensen

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Wie sind die Anstoßzeiten in der 2. Liga in der Saison 21/22?

Die Anstoßzeiten für die Saison 2021/22 haben sich verändert. Weiterhin werden die Freitagsspiele um 18:30 Uhr angepfiffen. Am Samstag starten die frühen Spiele dagegen erst um 13:30 Uhr und nicht mehr um 13 Uhr. Zudem wird es kein Montagsspiel mehr geben, dafür wird die Top-Partie um 20:30 Uhr am Samstag starten. Sonntags bleiben die Spiele auf 13:30 Uhr.


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