Es dürfen wieder Fans ins Stadion. - Bildquelle: imago images/PakuschEs dürfen wieder Fans ins Stadion. © imago images/Pakusch

Gelsenkirchen - 19.770. 

Für den FC Schalke 04 ist das eine sehr wichtige Zahl.

Denn so viele Fans dürfen zum Auftakt der 2. Bundesliga gegen den Hamburger SV (Freitag, 20:30 Uhr, live in SAT.1 und ran.de, Countdown ab 19:00 Uhr) wieder ins Stadion. Der desaströse Abstieg lief ja wegen der Pandemie unter Ausschluss der Öffentlichkeit ab.

Zum Glück, sagen die einen, denn ein Stadion voller frustrierter Fans hätte wohl kaum geholfen, im Gegenteil.

Leider waren lange keine Fans da - sagen andere. Zu denen gehört auch S04-Trainer Dimitrios Grammozis. 

Dimitrios Grammozis: "Mit Fans wäre Schalke nicht abgestiegen"

"Ich hatte in der letzten Saison schon betont: Schalke 04 wäre nicht abgestiegen, wenn die Fans im Stadion gewesen wären. Diese Wucht, die der Verein im Zusammenspiel entfachen kann, ist top", sagt er auf der Pressekonferenz vor dem Neustart im Unterhaus.

Angesichts der Chancenlosigkeit in der Vorsaison eine gewagte These. Es ist aber auch eine interessante Frage im Vorfeld der neuen Saison: Kann Königsblau - wie so oft schon - von den Anhängern angetrieben und getragen werden? Oder sorgt das Publikum eher für Hemmungen, für eine Blockade, für zusätzlichen Druck für die neuformierte Mannschaft?

Für Grammozis gibt es da keine zwei Meinungen.

"Es ist eine Vorfreude, und eine zusätzliche Motivation. Jeder Fußballer träumt von Fans im Stadion", sagt er. Wohl wissend, dass Schalke liefern muss. Das neue Schalke wird zweifellos Kredit bei den Fans haben, nach dem peinlichen Abstieg dürfte der sich aber auch in Grenzen halten.

Deshalb ist die Vorgabe klar: "Wichtig ist, dass wir die Art und Weise auf dem Platz zeigen, mit der sich die Fans identifizieren können. Wir wollen mutig und aktiv sein, Torchancen kreieren und zeigen, dass wir im eigenen Stadion sind. Damit der Funke vom Platz auf die Tribüne überspringt", sagt Grammozis.

Für Schalke ist es - Umbruch hin, Neuanfang her - eine Gratwanderung. Denn natürlich gibt es eine Erwartungshaltung, natürlich gehen Absteiger automatisch als Aufstiegsfavoriten in die Saison.

Und ganz unabhängig davon ist S04 aufgrund der fatalen wirtschaftlichen Situation fast schon zum Wiederaufstieg verdammt.

Ambitioniert und stabil

"Wir wollen aufsteigen" hört man von Grammozis nicht direkt, er formuliert es etwas defensiver, betont, dass man einen großen Umbruch gehabt und versucht habe, die Einheit in kurzer Zeit zusammenzuführen: "Wir wissen, dass wir eine gute Rolle spielen müssen und wir wollen ambitioniert sein." 

Wichtig ist es für S04 aber auch, "eine Stabilität auszustrahlen", so Grammozis. Soll heißen: Keine Skandale mehr, keine Unruhe, keine Peinlichkeiten, sowohl bei der Mannschaft, als auch beim Verein. "Wir sind eine gute Mannschaft und müssen uns nicht verstecken. Wenn wir das zeigen, was ich mir erhoffe, dann werden wir eine gute Rolle spielen", sagt er.

Dimitrios Grammozis: "Keine Schlägereien"

Die Unruhe rund um die Corona-Erkrankung von Torhüter Ralf Fährmann hat die Mannschaft nicht unangetastet gelassen, sagt Grammozis. Jammern will er aber nicht. "Ich finde, dass die Jungs eine wirklich coole Stimmung im Hotel haben, dass sie das total positiv angenommen haben."

Und "auf den Sack" gehe man sich in der Isolation auch nicht, sagt er. Und scherzte: "Es gab noch keine Schlägerei. Das ist schon mal sehr positiv."

Wie weit Anspruch und Realität auseinanderklaffen können, zeigt den Schalkern der Gegner: Der HSV wollte auch sofort wieder hoch, geht jetzt aber nach drei vierten Plätzen in die vierte Zweitliga-Saison.

"Die 2. Liga ist brutal, sie ist intensiv. Es ist kein Selbstläufer", so Grammozis: "Es werden viele Spiele auf des Messers Schneide stehen. Es wird eine Herausforderung, der wir uns aber stellen."

Gemeinsam mit 19.970 Fans. Und hoffentlich einer neuen Wucht.

Andreas Reiners

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