München - Borussia Dortmund befindet sich im Umbruch. Nach der enttäuschenden Saison im Vorjahr hatte der neue Sportdirektor Sebastian Kehl direkt eine Mammutaufgabe vor sich. Weit vor der Schließung des Transferfensters hat er dem BVB aber bereits jetzt ein neues Gesicht verpasst.

Das i-Tüpfelchen der bisherigen Neuverpflichtungen ist Sebastien Haller - auch wenn die offizielle Bestätigung wohl noch bis Juli auf sich warten lassen muss. Doch nicht nur der Ivorer ist als Hochkaräter anzusehen. 

Nico Schlotterbeck, Niklas Süle, Karim Adeyemi oder Salih Özcan sind ebenfalls schon im Vorfeld Kandidaten für einen Stammplatz unter Edin Terzic. Eine halbe neue Mannschaft.

Salihamdzic mit Lob für den BVB

Lob gab es sogar von der Konkurrenz. Hasan Salihamidzic sagte gegenüber der "Bild": "Mein Kollege Sebastian Kehl hat bisher gute Transfers gemacht. Es wird daher sicherlich wieder ein interessanter Titelkampf mit der Borussia."

Eine kleine Spitze sowie gleichzeitige Kampfansage ließ sich der Bayern-Sportvorstand jedoch nicht nehmen: "Aber klar ist auch: Die Meisterschaft geht auch diese Saison wieder nur über den FC Bayern!" 

BVB sendet Botschaft an die Konkurrenz

Diese Kampfansage hat der BVB scheinbar angenommen. Dafür brechen die Schwarz-Gelben auch mit der ein oder anderen Transfertaktik. Für Haller werden laut Medienberichten 31 Millionen Euro plus mögliche vier Millionen Boni fällig. Unter dem ehemaligen Sportdirektor Michael Zorc wurden eher klassische Neuner verpflichtet, die unter 25 waren und weniger kosteten. Der 28-Jährige Haller gilt hingegen nicht mehr unbedingt als Kandidat, der in ein paar Jahren gewinnbringend verkauft werden kann.

Der Transfer des Ivorers kann aber auch als Außenwirkung verstanden werden. Der BVB will nicht mehr nur der Sprungbrett-Verein für junge Stürmer werden, die anschließend zu größeren Klubs in Europa ziehen.

Zuletzt musste es Dortmund mit Erling Haaland wieder schmerzlich erfahren - der norwegische Superstar war nicht mehr zu halten. Allerdings ermöglichten auch seine Erlöse den aktuellen Transfersommer. Mit dem Haller-Einkauf gab der BVB bereits fast 90 Millionen Euro aus.

Mit dem frühen Agieren auf dem Transfermarkt hat Sebastian Kehl einerseits Mut bewiesen, anderseits auch für Planungssicherheit gesorgt. Gleichzeitig kontert er die Transfers der großen Konkurrenz aus München - der BVB will und muss sich nicht verstecken.

Terzic der heimliche Transfer-Coup

Außerdem kommt die Sicherheit dem neuen alten Trainer Edin Terzic und seinem erfahrenen Co-Trainer Peter Hermann schon vor der Saison zugute. Kadertechnisch können beide aus den Vollen schöpfen. Eine der Forderungen des neuen Trainers erfüllte Dortmund damit im schon im Vorfeld - für Lärm sorgten die Transfers: "Lasst uns so hungrig sein wie noch nie, lasst uns so hart arbeiten wie noch nie. Lasst uns auch so positiv sein wie noch nie. Und am allerwichtigsten: Lasst uns so laut sein wie noch nie."

Der 39-Jährige ist hingegen der Neuzugang, der am leisesten verlief. Im Dezember 2020 übernahm er den BVB interimsweise als nahezu unbeschriebenes Blatt, führte Schwarz-Gelb in seiner ersten Amtszeit als Chefcoach in die Champions League und zum DFB-Pokal-Sieg. Seinen Nachfolger Marco Rose beerbt er nach nur einem Jahr wieder und bringt dabei eine neue Mentalität für die Borussia mit.

Terzic bringt die Emotion zurück nach Dortmund

Hannes Wolf beschrieb ihn in der "Bild" als "extrem fleißig". Terzic ist ein Arbeiter, ein Malocher. "Er hat 2010 beim BVB angefangen mit einer halben Stelle als Scout und einer halben Stelle als mein Co-Trainer in der U19. Wenn man aber seine Arbeitsstunden zählt, waren das eigentlich zwei ganze Stellen. Er kann ein krasses Arbeitspensum bewältigen - nicht nur vorübergehend, sondern dauerhaft", so Wolf weiter.

Diese Mentalität muss Terzic auf die Mannschaft übertragen. Ebenfalls gefragt ist seine Emotionalität - er kann dem Verein wieder Feuer machen. Seine Qualitäten als Trainer hat er bereits bewiesen. Neben den anderen Neuzugängen könnte sich der 39-Jährige als der größte Coup der Dortmunder für die nächste Saison herausstellen. Er hat das Vertrauen bekommen und darf jetzt mit einem neuen Dortmund seine Prinzipien auf dem Rasen implementieren.

So könnte sich der BVB aufstellen

Klare Antworten in der Aufstellung für die kommende Saison gibt es für ihn jedoch nur auf wenigen Positionen.

Die Torwartfrage scheint mit Gregor Kobel seit der vorangegangenen Saison längerfristig beantwortet, vor ihm werden wohl Süle und Schlotterbeck die zentralen Abwehrchefs. Nur bei den Außenverteidigern stehen noch Fragezeichen. Auf der Position gibt es mit Raphael Guerreiro, Nico Schulz oder Thomas Meunier stattdessen Streichkandidaten. Laut Medienberichten soll Terzic' Wunschkandidat David Raum sein, der schon länger mit Gerüchten zum BVB verknüpft wird.

Das zentrale Mittelfeld hat mit dem Ex-Kölner Özcan weitere Verstärkung bekommen. Zusammen mit Jude Bellingham ist die Doppel-Sechs vorstellbar. Offensiv wird Haller wohl klar gesetzt sein, auf den Flügeln bieten sich Neuzugang Adeyemi und Youngster Giovanni Reyna an. Auch ein fitter Marco Reus ist eigentlich nicht aus der Startelf des BVB wegzudenken.

Das Gerüst für nächste Saison steht

Dortmund muss es im gleichen Schritt hinbekommen, einen Kader zu schaffen, der nicht nur eine Dreifach-Belastung aushält und gleichzeitig in der Bundesliga die zehnjährige Regentschaft des FC Bayern München als Meister zu stürzen. Andererseits muss der BVB trotz der Transferoffensive mit den gegebenen Finanzen haushalten. Profis wie Thorgan Hazard gelten schon länger als Verkaufskandidaten, die der Verein nicht los wird. Auch mit der Personalie Yousoufa Moukoko muss Kehl hantieren. 

Ein Umsturz im Verein muss aber auch nicht in einer Transferperiode passieren. Kehl und die Borussia haben aber diesen Sommer mehr als nur den Grundstein des Neuanfangs gelegt. 

Auf dem Papier spielt der BVB diese Transferperiode ganz vorne mit - wie sich das in der kommenden Saison zusammenfügt, steht auf einem anderen Blatt. 

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Nächste Bundesliga-Spiele: Wer ist Favorit?

Relegation 2023: Wann findet die Relegation statt - wo wird sie übertragen?

Den Abschluss im Profi-Fußball macht die Relegation. 1., 2. und 3. Liga kämpfen um die letzten Plätze. Die Bundesliga-Relegation findet am Ende der Saison statt. Alle vier Relegationsspiele werden live im Free-TV bei SAT.1 gezeigt und im kostenlosen Livestream auf ran.de.


Wer überträgt die Bundesliga live?

Die Bundesliga-Rechte sind aufgeteilt. Im Free-TV werden die Spiele in SAT.1 übertragen - dort laufen dann insgesamt neun Spiele im Free-TV. Die Samstagsspiele gibt es beim Pay-TV-Sender Sky. Der Streamingdienst DAZN überträgt alle Freitags- und Sonntagsspiele.


Wo ist die Bundesliga 2022/2023 live zu sehen?

Zur Saison 2021/22 wurden die Rechte neu vergeben. SAT.1 hat sich die Free-TV-Rechte für neun Livespiele gesichert und zeigt unter anderem die Relegationsspiele. Die Bundesligakonferenz, sowie die Einzelspiele am Samstag werden weiterhin bei "Sky" zu sehen sein. "DAZN" überträgt dagegen alle Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga. Montagsspiele wird es ab der Saison nur im Notfall geben.


Wo sehe ich welche Spiele der Bundesliga live im TV, Livestream, Free TV, und Web?

Der Bezahl-TV-Sender Sky und der Internet Streamingdienst DAZN teilen sich die Übertragunsrechte an der Live Übertragung der Bundesliga 2021/2021. Sky darf ab dieser Saison aber nur noch die Samstags Spiele live übertragen. Zudem überträgt SAT.1 insgesamt neun Spiele mit Free-TV - inklusive der Relegationsspiele um die Bundesliga und der 2. Liga.
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Top Spiele Bundesliga - 1. Spieltag vom 05.08. bis 07.08.2022

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Am 30. Juli wartet das erste Highlight nach der Sommerpause auf die Fußballfans! Der Deutsche Meister Bayern München trifft im DFL-Supercup 2022 auf den DFB-Pokalsieger RB Leipzig. Das Finale steigt in der Leipziger Red Bull Arena, der Anpfiff erfolgt um 20:30 Uhr. Das Spiel wird live im Free TV bei SAT.1 übertragen. Mehr INFOS...

Auch in der Saison 2022/23 zeigt ran insgesamt neun Partien der Bundesliga und 2. Bundesliga live in SAT.1 und im Livestream. Alle Tore, Ergebnisse und Tabellen gibt es auf ran.de in Echtzeit. Neben der Konferenz aller Spiele sind auch ausgewählte Einzelspiele im ran.de Liveticker abrufbar.

Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB11006:153
2SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF11004:043
31. FC Köln1. FC KölnKölnKOE11003:123
31. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU11003:123
3Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG11003:123
61. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0511002:113
7Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB11001:013
8VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB10102:201
8Werder BremenWerder BremenWerderSVW10102:201
10RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL10101:101
10VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB10101:101
12VfL BochumVfL BochumBochumBOC10011:2-10
13Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0410010:1-10
141899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG10011:3-20
14FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0410011:3-20
14Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC10011:3-20
17FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA10010:4-40
18Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE10011:6-50
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