Adi Hütter konnte mit dem Remis gegen die Bayern zufrieden sein und wurde na... - Bildquelle: ImagoAdi Hütter konnte mit dem Remis gegen die Bayern zufrieden sein und wurde nach dem Spiel von den Gladbacher Fans gefeiert. © Imago

Mönchengladbach – Adi Hütter hob in seiner Coaching-Zone immer wieder seine Arme und klatschte anerkennend und dabei auch noch zustimmend mit seinem Kopf nickend in die Hände. Die Anfangsphase seiner Borussia aus Mönchengladbach im Auftaktspiel der neuen Bundesliga-Saison 2021/2022 gegen den Klassenprimus FC Bayern München war ganz nach dem Geschmack des österreichischen Neu-Coaches der "Fohlenelf".

Er hatte noch vor der Partie von seinem Team eine "gute Balance zwischen mutigem und aggressivem Anlaufen und defensiver Stabilität" gefordert. Und genau das setzten die Gladbacher vor allem in den ersten 20, 25 Minuten in der Partie gegen den deutschen Rekordmeister dann auch um.

Borussia zu Beginn wie aufgedreht

Die Borussia agierte wie aufgedreht, war griffig und gallig im Zweikampf, sie verfolgten ihre bajuwarischen Gegenspieler fast schon wie die Schmeißfliegen. Vor allem die beiden offensiven Außenspieler der Borussia, Hannes Wolf und Patrick Herrmann, setzen die Bayern-Defensive schon im Aufbauspiel mit ihrem frühen Anlaufen unter Stress. Das 1:0 durch Alassane Plea in der zehnten Spielminute war dann nur folgerichtig, weil die Nagelsmann-Elf mit diesem überfallartigen Auftritt der "Elf vom Niederrhein" sichtlich überfordert war. Zumindest zu Beginn.

Denn nach einer knappen halben Stunde wendete sich das Blatt. Die Bayern übernahmen das Kommando und die zuvor so starken und vor Selbstbewusstsein nur so strotzenden Gladbacher verloren viel zu früh die Bälle und standen unter Dauerdruck. Entlastung? Fehlanzeige!

Auf einmal einen Schritt zu spät

Auf einmal kamen alle "Fohlen" einen Schritt zu spät, der Ball wollte nicht mehr so durch die eigenen Reihen laufen wie zuvor und somit konnte sich die Hütter-Elf nicht mehr aus der bayrischen Umklammerung lösen. Die Folge: der 1:1-Ausgleich durch Robert Lewandowski kurz vor dem Halbzeitpfiff nach einer Ecke von Joshua Kimmich.

Es dauerte dann auch bis zur 70. Minute, bis die Gladbacher sich in einer sehenswerten und ereignisreichen Partie wieder ein wenig gefangen und sich ins Spiel zurück gekämpft hatten. Vor allem die Einwechselungen von Marcus Thuram und Jonas Hofmann schienen bei der Borussia nochmal neue Kräfte freizusetzen. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit hochkarätigen Torchancen auf beiden Seiten – und zwei sehr diskussionswürdigen Szenen rund um den Franzosen Thuram.

Umstrittene Elfmeter-Szenen

Der Stürmer der Gladbacher wurde von seinem Gegenspieler Dayot Upamecano in kürzester Zeit zwei Mal im eigenen Strafraum zu Fall gebracht. Der Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Marco Fritz blieb allerdings jedes Mal aus. Der Referee schaute sich die strittigen Szenen auch nicht noch einmal an der Seitenlinie an. Situationen, die die Gladbacher Seele kochen ließen. Hütter sah im Eifer des Gefechts sogar die Gelbe Karte.

"Wenn man sich die erste Szene anschaut, dann wird Thuram aus meiner Sicht oben gehalten. Es ist mir absolut unverständlich, warum der Schiedsrichter sich diese Situation nicht noch einmal angeschaut hat", so Hütter nach der Partie am ran-Mikrofon. "Die zweite Szene ist für mich sogar noch klarer, da wird Marcus deutlich von Upamecano getroffen. Aber letztendlich hat der Schiri die Elfmeter nicht gepfiffen. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft trotz allem sehr zufrieden, für das erste Bundesliga-Spiel der neuen Saison hat mir das schon ganz gut gefallen. Aber es ist auch klar, dass beide Teams noch Luft nach oben haben."

Anfangsphase macht Mut

Vor allem der Auftritt in den ersten 30 Minuten wird Hütter und der Borussia Mut machen. Die schnellen, giftigen Ballgewinne und pfeilschnellen Pässe in die Spitze sahen für die erste Partie der neuen Spielzeit schon sehr ordentlich aus und konnten sich sehen lassen – Luft nach oben gab es bei der Borussia zwischen der 30. und 70. Minute.

Trotz allem sprach Patrick Herrmann nach dem Spiel bei ran von einem "geilen Spiel, weil auch die Fans wieder im Stadion waren und für mächtig Stimmung gesorgt haben". Und weiter: "Ein Punkt gegen die Bayern ist immer gut. Natürlich hätten wie gerne gewonnen, aber die Bayern hatten auch ihre Chancen, von daher geht das Unentschieden unter dem Strich durchaus in Ordnung."

Unter dem Strich bleiben also 50 bärenstarke Minuten, die für die Borussia ein absoluter Mutmacher für die kommenden Wochen und Aufgaben sind. Und für die restlichen 40 Minuten haben die Gladbacher ja noch Yann "The Wall" Sommer im Tor, der die gegnerischen Stürmer zur Verzweiflung bringen kann. Robert Lewandowski und Co. können nun ein Lied davon singen …

Aus Mönchengladbach berichtet: Dominik Hechler

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Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB971131:82322
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB970225:141121
3SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF954014:6819
4Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB04851221:12916
51. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU843112:9315
6RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL942319:91014
71. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M05941412:9313
8VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB94149:12-313
91. FC Köln1. FC KölnKölnKOE833213:14-112
101899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG932417:13411
11Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG832310:11-111
12VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB823313:14-19
13Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC830510:21-119
14Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE81529:12-38
15VfL BochumVfL BochumBochumBOC82155:16-117
16FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA91355:18-136
17Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeldDSC90544:14-105
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