Steckt mit Borussia Mönchengladbach tief in der Krise: "Fohlenelf"-Sportdire... - Bildquelle: Getty ImagesSteckt mit Borussia Mönchengladbach tief in der Krise: "Fohlenelf"-Sportdirektor Max Eberl © Getty Images

München/Mönchengladbach - Für Max Eberl kommt es in diesen Tagen wirklich knüppeldick. Der Sportdirektor von Borussia Mönchengladbach liegt nicht nur seit einigen Tagen in den eigenen vier Wänden krank flach (laut Angaben des Vereins kein Corona), er musste auch noch aus dem Krankenbett heraus mit ansehen, wie sich sein Verein im DFB-Pokal-Achtelfinale mit 0:3 bei Zweitligist Hannover 96 bis auf die Knochen blamierte.

Also wieder nichts Blechernes für Eberl und die "Fohlenelf". Zumindest nicht in dieser Saison. Die Krux an der Sache: das ist aktuell bei Weitem nicht das größte und einzige Problem des Gladbacher Sportdirektors. Denn die Borussia wankt, rangiert in der Bundesliga nur auf Platz 12 und hat nur noch drei Punkte Vorsprung vor dem FC Augsburg und dem Relegationsplatz. Über Europa redet bei mittlerweile acht Punkten Rückstand und all den genauso unverständlichen wie unterirdischen Auftritten der "Fohlenelf" in den vergangenen Wochen und Monaten rund um den Borussia-Park sowieso schon niemand mehr.

In Gladbach ist Abstiegskampf angesagt

Am Niederrhein ist Abstiegskampf angesagt. Nicht mehr und nicht weniger. Und nachdem sich das Umfeld bereits an der Mannschaft und Neu-Trainer Adi Hütter abgearbeitet hat, gerät nun auf einmal immer mehr Eberl in den Fokus der Kritik. Also ausgerechnet der Mann, der an der Hennes-Weisweiler-Allee jahrelang als unantastbarer Macher bei der Borussia galt. Schuld waren im Zweifel immer die anderen, Eberl nie. Doch diese Einstellung hat sich im Umfeld und angeblich auch intern ein Stück weit geändert.

Es gibt nicht wenige, die dem Gladbacher Sportdirektor in den vergangenen ein bis zwei Jahren zu viele Fehlentscheidungen vorwerfen - sowohl was Spieler, aber auch was Trainer betrifft. Dass Eberl in der vergangenen Saison trotz des feststehenden Abgangs von Ex-Coach Marco Rose zu Borussia Dortmund und einer schier endlosen Niederlagenserie bis zum bitteren Ende an dem Übungsleiter festgehalten und das Team aus diesem Grund womöglich Europa verspielt hat, stößt vielen bis heute schwer auf.

Skepsis gegenüber Adi Hütter

Und auch die Entscheidung pro Hütter stieß im vergangenen Sommer nicht bei allen Fans auf Gegenliebe. 7,5 Millionen Euro Ablöse und ähnliche Szenen in Frankfurt ("Ich bleibe!") wie mit Rose in Gladbach, ließen große Skepsis am Österreicher aufkommen. Und diese konnte er - Highlight-Spiele gegen den FC Bayern, Borussia Dortmund und den VfL Wolfsburg mal ausgeklammert - auch bis heute nicht wirklich widerlegen.

Fakt ist, dass sich die Borussia unter Hütter bislang spielerisch kein Stück weiterentwickelt hat. Das Gegenteil ist eher der Fall. Hinzu kommen 35 Gegentore nach 20 Spieltagen - zum gleichen Zeitpunkt in der vergangenen Saison waren es 31. Hütter sollte die "Schießbude" in dieser Spielzeit endlich schließen - das gelang ihm auch: bis zum 12. Spieltag. Seitdem brechen in schöner Regelmäßigkeit bei der Borussia-Defensive immer wieder alle Dämme.

Mannschaft mit unterirdischen Auftritten

Hinzu kommt, dass die mehrheitlich blutleeren, emotions- und vor allem ideenlosen Auftritte der Mannschaft in der bisherigen Saison nicht nur Rätsel aufgeben, sondern dem Umfeld große Sorgen bereiten. Im Klartext: die Abstiegsangst geht um bei Netzers Erben.

Und da kommt Eberl ins Spiel. Der Vorwurf: falscher Trainer und schlechte Kader-Zusammenstellung, die jetzt darin gipfelt, dass die Gladbacher ihre erhofften "Goldesel" Matthias Ginter und Denis Zakaria im Sommer ablösefrei gehen lassen müssen und nicht mehr, wie eigentlich erhofft, zu Geld machen können. Außer, im Winter tut sich jetzt kurzfristig noch etwas auf dem Transfermarkt.

Eberl wollte, konnte aber nicht

Allerdings gehört auch zur Wahrheit, dass Eberl im vergangenen Sommer sehr gerne tätig geworden wäre, dem Kader mit Kusshand ein neues Gesicht verpasst hätte. Aber: Weder Zakaria, noch Ginter konnten sich Gerüchten zufolge für einen neuen Klub entscheiden und lehnten es danach dann eben auch ab, ihre Arbeitspapiere am Niederrhein zu verlängern. Für den Verein maximal unglücklich, aber legitim. 

Und auch der angeblich bereits eingetütete Transfer von Marcus Thuram für 37 Millionen Euro zu Inter Mailand scheiterte auf den letzten Metern, weil der Franzose sich schwer verletzte. Das ist Schicksal.

Finanziell die Hände gebunden

Ohne Einnahmen, keine Ausgaben. So ist das nun mal in der aktuellen Corona-Zeit. Eberl waren also letztendlich die Hände gebunden. Zumal er dem Vernehmen nach vier, fünf neue Spieler an der Hand gehabt haben soll - doch allen musste letztendlich dann eben doch eine Absage erteilt werden.

Und Hütter bekam dann eben nicht den vielleicht erhofften, "neuen" Kader, sondern musste auf einmal mit der gleichen Mannschaft arbeiten, die bereits unter Rose in der Saison zuvor maximale Leistungsschwankungen hatte und aus diesem Grund ein Stück weit verunsichert war und bis heute auch noch ist.

Hütter muss jetzt liefern

Trotzdem steht Hütter jetzt natürlich in der Verantwortung - und somit auch Eberl. Der Österreicher muss jetzt schnellstmöglich den sportlichen Turnaround schaffen, sonst muss sich der Gladbacher Sportdirektor auch dieser unglaublichen Millionen-Ablöse für Hütter zum Trotz seine Gedanken machen. Eine Hängepartie, wie vor einem Jahr mit Rose wird sich Eberl dieses Mal nicht leisten können - und das weiß er auch.

Der 48-Jährige wirkt nicht zuletzt deshalb angezählt, mürbe. Bei der Pressekonferenz vor dem DFB-Pokalspiel bei Hannover 96 zeigte sich Eberl schmallippig, genervt und übellaunig. Untypisch für den sonst so eloquenten und positiven Menschen Max Eberl. Aber die vergangenen zwölf Monate seit seiner einmonatigen Auszeit in den Bergen haben tiefe Spuren hinterlassen: Thuram-Spuckattacke, Embolo-Affäre, Rose-Abgang, Europa-Aus am letzten Spieltag der vergangenen Spielzeit und dann eben diese bislang so unglaublich holprige Saison.

"Nicht im Ansatz ratlos"

Hütter indes kämpft vor dem wichtigen Heimspiel in der Liga gegen Union Berlin um seinen Job. "Ich bin nicht einmal im Ansatz ratlos", so der Österreicher, der nachlegt, dass das "im Moment die vielleicht schwierigste Aufgabe meiner dreizehnjährigen Trainerkarriere ist. Aber unter dem Strich liebe ich solche Aufgaben und Herausforderungen auch". 

Am Ende zählen aber dann doch nur die nackten Ergebnisse. Und sollten die auch gegen Union ausbleiben, wird Eberl sich Gedanken machen müssen. Denn der Druck auf ihn nimmt unweigerlich zu. Auch wenn Hütter sagt: "Ich spüre nach wie vor das Vertrauen der Verantwortlichen. Das tut mir gut und ist für mich das allerwichtigste." 

Doch auch Vertrauen und Geduld ist endlich - selbst beim Kontinuität liebenden Max Eberl ...

Dominik Hechler

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Nächste Bundesliga-Spiele: Wer ist Favorit?

Bundesliga 2021/2022

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Die Relegationsspiele zur Bundesliga und 2. Liga stehen an

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Relegation 2022: Wann findet die Relegation statt - wo wird sie übertragen?

Den Abschluss im Profi-Fußball macht die Relegation. 1., 2. und 3. Liga kämpfen um die letzten Plätze. Die Bundesliga-Relegation findet am 19. und am 23. Mai statt. Die Relegation um die 2. Liga startet am 20. Mai - die Entscheidung fällt am 24. Mai. Alle vier Spiele werden live im Free-TV bei SAT.1 gezeigt und im kostenlosen Livestream auf ran.de.


Wer überträgt die Bundesliga live?

Die Bundesliga-Rechte sind aufgeteilt. Im Free-TV werden die Spiele in SAT.1 übertragen - dort laufen dann insgesamt neun Spiele im Free-TV. Die Samstagsspiele gibt es beim Pay-TV-Sender Sky. Der Streamingdienst DAZN überträgt alle Freitags- und Sonntagsspiele.


Wo ist die Bundesliga 2021/2022 live zu sehen?

Für die Bundesliga-Saison 2021/22 wurden die Rechte neu vergeben. SAT.1 hat sich die Free-TV-Rechte für neun Livespiele gesichert und zeigt unter anderem die Relegationsspiele. Die Bundesligakonferenz, sowie die Einzelspiele am Samstag werden weiterhin bei "Sky" zu sehen sein. "DAZN" überträgt dagegen alle Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga. Montagsspiele wird es ab der Saison nicht mehr geben.


Wo sehe ich welche Spiele der Bundesliga live im TV, Livestream, Free TV, und Web?

Der Bezahl-TV-Sender Sky und der Internet Streamingdienst DAZN teilen sich die Übertragunsrechte an der Live Übertragung der Bundesliga 2021/2021. Sky darf ab dieser Saison aber nur noch die Samstags Spiele live übertragen. Zudem überträgt SAT.1 insgesamt neun Spiele mit Free-TV - inklusive der Relegationsspiele um die Bundesliga und der 2. Liga.
Freitag: DAZN überträgt alle Spiele. Anpfiff der Spiele ist um 20:30 Uhr. Die Übertragungen mit Vorberichten, beginnt um 19:30 Uhr
Samstag: Sky überträgt alle Bundesliga-Begegnungen um 15:30 Uhr einzeln und in der Bundesliga Konferenz. Dazu das Topspiel um 18:30 Uhr. Bundesliga im Free-TV: Die Zusammenfassungen der 15:30 Uhr Spiele gibt es in der ARD ab 18:30 Uhr zu sehen. Das ZDF zeigt ab 23 Uhr ebenfalls Zusammenfassungen.
Sonntag: DAZN überträgt alle Partien um 15:30 Uhr und 17:30 Uhr, sowie zehn Spiele um 19:30 Uhr. Bundesliga Free-TV: Die Höhepunkte am Abend werden von der ARD ausgestrahlt. Der TV Sender Sport1 hat die Rechte, Zusammenfassungen der Freitags- und Samstagsbegegnungen auszustrahlen.
Dienstag und Mittwoch: Alle Partien der Bundesliga dienstags, mittwochs in sog. Englischen Wochen überträgt der Pay TV Sender Sky.


Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB34245597:376077
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB34223985:523369
3Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0434197880:473364
4RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL341771072:373558
51. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU34169950:44657
6SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF341510958:461255
71. FC Köln1. FC KölnKölnKOE3414101052:49352
81. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M05341371450:45546
91899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG341371458:60-246
10Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG341291354:61-745
11Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE3410121245:49-442
12VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB341261643:54-1142
13VfL BochumVfL BochumBochumBOC341261638:52-1442
14FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA341081639:56-1738
15VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB347121541:59-1833
16Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC34961937:71-3433
17Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeldDSC345131627:53-2628
18SpVgg Greuther FürthSpVgg Greuther FürthGr. FürthSGF34392228:82-5418
  • Champions League
  • Europa League
  • Europa Conference League Quali.
  • Relegation
  • Abstieg
  • Die Partie VfL Bochum - Bor. Mönchengladbach (27. Spieltag) wurde nach einem Becherwurf abgebrochen und mit 2:0 für die Gäste gewertet.