6:0 - Bayern lässt Hoffenheim keine Chance - Bildquelle: FIROFIROSID6:0 - Bayern lässt Hoffenheim keine Chance © FIROFIROSID

Sinsheim - Auch ohne Stürmerstar Robert Lewandowski hält Bayern München eindrucksvoll Kurs in Richtung seiner achten Meisterschaft in Folge und hat den höchsten Saisonsieg gefeiert. Der Rekordchampion überrollte die TSG Hoffenheim, der FCB revanchierte sich mit dem 6:0 (4:0) bei den Kraichgauern für die Hinspiel-Niederlage (1:2).

Überschattet wurde der Sieg durch eine Unterbrechung in der 67. Minute. Ähnlich wie in der vergangenen Woche in Mönchengladbach wurde TSG-Mehrheitseigner Dietmar Hopp von Teilen der Bayern-Fans mit einem Banner beleidigt. Erst als das Plakat entfernt wurde, ließ Schiedsrichter Christian Dingert (Gries) das Spiel fortsetzen. Die Hoffenheimer Fans forderten mit Sprechchören einen Spielabbruch. Der Münchner Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge entschuldigte sich umgehend auf der Tribüne bei Hopp.

In der 77. Minute wurde erneut das Transparent gezeigt, der Unparteiische unterbrach die Partie und schickte beide Teams in die Kabine. Die Bayern-Spielern und Manager Hasan Salihamidzic diskutierten wiederum mit den Anhängern. Rummenigge und das neue Vorstandsmitglied Oliver Kahn gingen ebenfalls Richtung Kabine.

Rummenigge "schämt sich zutiefst"

"Ich schäme mich zutiefst für diese Chaoten", so Rummenigge bei "Sky". "Es ist der Moment gekommen, wo die ganze Bundesliga, die DFL und der DFB gemeinsamen Schrittes gegen die Chaoten vorgehen müssen. Es ist das hässliche Gesicht des Fußballs." 

Der Bayern-Boss kündigte zudem an, "mit aller Schärfe" gegen diejenigen vorzugehen, "die den FC Bayern diskreditiert haben". Man habe ligaweit viel zu lange die Augen davor verschlossen, was in vielen Kurven passiert. "Mit dem heutigen Tag muss ein umdenken stattfinden". 

Spieler setzen Zeichen gegen Beleidigungen

Nach zehn Minuten wurde wieder angepfiffen, allerdings spielten sich die Akteure aus Hoffenheim und München den Ball gegenseitig zu - ihre Art des Protestes gegen die Unbelehrbaren im Fanblock. So vergingen die letzten 13 Minuten, am Spielfeldrand standen Rummenigge und Hopp nebeneinander. In der 84. Minute gab es Applaus der Zuschauer von den Rängen,  von den Spielern auf dem Platz und den Offiziellen als Zeichen der Solidarität gegen Hass und Hetze.

Vier Tage nach dem beeindruckenden Sieg im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League beim FC Chelsea (3:0) trafen der frühere Hoffenheimer Serge Gnabry (2.), Joshua Kimmich (7.), Joshua Zirkzee (15.), Philippe Coutinho (33./46.) und Leon Goretzka (62.) für die Bayern, die nunmehr neun Partien in Folge nicht verloren haben. Für die TSG war es die höchste Heimniederlage ihrer Bundesliga-Geschichte.

Lewandowski hatte am Dienstag in London einen Anbruch der Schienbeinkante am linken Kniegelenk erlitten. Der 31-Jährige muss vier Wochen pausieren. Für den Polen stürmte überraschend der erst 18 Jahre alte Niederländer Zirkzee zum ersten Mal von Beginn an. Auch der Franzose Kingsley Coman (Oberschenkelzerrung) fehlte der Mannschaft von Trainer Hansi Flick, der in der Vergangenheit auf verschiedenen Positionen bei der TSG gearbeitet hat.

Spiel verläuft einseitig

Vor 30.150 Zuschauern in der Sinsheimer Arena mussten die Gäste, bei denen neben Lewandowski und Coman auch Javi Martinez, Ivan Perisic sowie der Ex-Hoffenheimer Niklas Süle fehlten, nicht lange auf die Führung warten. Nach Vorarbeit von Müller traf Gnabry. TSG-Torwart machte dabei eine unglückliche Figur und lenkte den Ball ins eigene Gehäuse.

Das Team Flicks, dem nach der Chelsea-Partie eine Verlängerung seines Vertrages über das Saisonende hinaus in Aussicht gestellt wurde, ließ es dabei aber nicht bewenden. Kurz nach der Führung erhöhte Kimmich den Vorsprung.

Den völlig überforderten Kraichgauern, die ohne Sargis Adamjan (Doppeltorschütze im Hinspiel), Isak Belfodil und Munas Dabbur auskommen mussten, gelang kaum etwas. Zirkzee schraubte das Ergebnis in die Höhe, über weite Teile der Begegnung war ein Klassenunterschied zu erkennen. Mit dem 0:3 nach einer halben Stunde waren die Gastgeber gut bedient.

Coutinho schießt sich aus Krise

Die Bayern spielten Katz und Maus mit den Hoffenheimern. Sogar der zuletzt oft kritisierte Brasilianer Coutinho durfte sich in die Torschützenliste eintragen. Erst in den letzten Minuten vor der Pause schalteten die Münchner einen Gang zurück, dennoch hätte der Meister nach dem ersten Durchgang wesentlich höher führen können.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatte Coutinho nach Vorarbeit Müllers aus kurzer Distanz erneut keine Mühe. Wiederum leitete die TSG-Abwehr bei dem Gegentor Schützenhilfe. Auch im Anschluss erspielten sich die Bayern eine Chance nach der anderen gegen desolate Hoffenheimer. In der 56. Minute durfte Müller gehen, für ihn kam Goretzka. Der traf auch prompt auf Vorarbeit des ebenfalls eingewechselten Corentin Tolisso.

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Nächste Bundesliga-Spiele: Wer ist Favorit?

Wer überträgt die Bundesliga 2022/23 live?

In der Bundesliga-Saison 2022/2023 gelten die gleichen Übertragungsrechte wie in der Vorsaison.

Bundesliga im Free TV bei SAT.1
Auch in der Saison 2022/23 zeigt ran insgesamt neun Partien der Bundesliga und 2. Bundesliga live in SAT.1 und im Livestream. Alle Tore, Ergebnisse und Tabellen gibt es auf ran.de in Echtzeit. Neben der Konferenz aller Spiele sind auch alle Einzelspiele im Liveticker abrufbar.

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Bundesliga beim ZDF
Am späten Samstagabend, zwischen 21:45 und 24:00 Uhr, gibt es im ZDF die Nachberichterstattungen der Spieltage der 1. und 2. Liga sowie die Erstverwertung der Highlights des Abend Bundesliga-Topspiels im TV.


Wann findet die Bundesliga-Relegation 2023 statt?

Wenn am 27. Mai 2023 die Bundesliga-Saison beendet wird, steht auch fest, wer in der Relegation ran muss. Ausgetragen wird die Relegation am 1. und 5. Juni - live in SAT.1 und auf ran.de.

Die Termine für die Relegation im Überblick:

  • 1. Juni 2023 - Relegation Bundesliga Hinspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 2. Juni 2023 - Relegation 2. Bundesliga Hinspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 5. Juni 2023 - Relegation Bundesliga Rückspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 6. Juni 2023 - Relegation 2. Bundesliga Rückspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn

Wann endet die Bundesliga-Saison 2022/23?

Die Bundesliga-Saison 2022/23 endet am 27. Mai 2023 mit dem 34. Spieltag. Spätestens hier wird entschieden, wer Meister wird, wer absteigt und wer in die Relegation muss.


Wie sind die Anstoßzeiten in der Bundesliga-Saison 2022/23?

Seit der Bundesliga-Saison 2022/23 wird es einige Änderungen bei den Anstoßzeiten geben. Das späte Sonntagsspiel wird nicht um 18 Uhr, sondern um 17:30 angepfiffen. Zudem wird es zehn Spiele am Sonntag um 19:30 Uhr geben. Die Montagsspiele fallen dagegen weg. Die Freitagsspiele finden wie gewohnt um 20:30 Uhr statt und auch am Samstag werden die Partien wie gewohnt um 15:30 Uhr und um 18:30 Uhr angepfiffen. Hier geht es zum Spielplan der Bundesliga.


Die nächsten Spiele & Termine

Bundesliga Spieltage 18, 19 und 20

TOP Spiele 18. Spieltag

Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB18107152:163637
21. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU18113431:22936
3RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL18105339:241535
4SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF18104429:25434
5Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE1895437:261132
6Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB17101631:25631
7VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB1885536:221429
8Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG1874734:29525
9Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB041773730:28224
10Werder BremenWerder BremenWerderSVW1873829:37-824
111. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M051865726:29-323
121. FC Köln1. FC KölnKölnKOE1756629:31-221
131899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG1854926:31-519
14FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA18531023:33-1018
15VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB1837822:32-1016
16VfL BochumVfL BochumBochumBOC18511219:44-2516
17Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC18351020:32-1214
18FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0417231214:41-279
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