Vom FC Bayern berichtet Martin Volkmar 

Hat Julian Nagelsmann nun die Kabine verloren oder nicht? 

Bayern-Boss Oliver Kahn und Sportchef Hasan Salihamidzic erklärten so das Ende der eigentlich langfristig ausgerichteten Zusammenarbeit mit dem am Freitag freigestellten Ex-Coach. 

"Die Konstellation zwischen Trainer und Mannschaft hat nicht gestimmt", begründete Salihamidzic auf der Pressekonferenz am Tag danach, auf der Nachfolger Thomas Tuchel vorgestellt wurde.

FC Bayern: Kimmich und Goretzka widersprechen der Führung 

Wenige Stunden später widersprachen ihm aber zwei der wichtigsten Profis des FC Bayern. 

"Wir hatten eine sehr enge Beziehung zu Julian. Wenn so einer dann nicht mehr da ist, so aus dem Nichts, dann ist das natürlich erstmal ein Schock", sagte Leon Goretzka nach dem deutschen Länderspiel gegen Peru (2:0) dem "ZDF".

Noch deutlich wurde Joshua Kimmich. "Der Trainer hat die Kabine nicht verloren", erklärte er: 

"Ich habe schon ein paar Trainerwechsel mitgemacht. Dieser war nicht so, dass er sich innerhalb der Kabine angedeutet hat, weil die Spieler unzufrieden waren. Wir waren alle überrascht." 

ran-Infos: Einige Unterstützer, aber auch viele Kritiker Nagelsmanns 

Hört man sich um, ergibt sich allerdings ein differenzierteres Bild. Nach ran-Informationen gab es zwar einige Unterstützer Nagelsmanns, aber auch viele Kritiker im Team. 

Allen voran Kimmich war im engen Austausch mit dem Chefcoach und dessen verlängerter Arm auf dem Platz, der regelmäßig in der Trainerkabine war und sich auch privat mit ihm traf. 

Neben dem zweiten Kapitän (nach Manuel Neuer und Thomas Müller) suchte Nagelsmann vor allem Kontakt mit Goretzka, der daher dem Coach ebenfalls positiv gegenüberstand. 

Ähnlich sahen es die gesetzten Verteidiger Matthijs de Ligt, Benjamin Pavard und Dayout Upamecano, der schon bei RB Leipzig erfolgreich mit dem 35-Jährigen zusammenarbeitete. 

Nagelsmann-Skeptiker: Neuer, Ulreich und andere 

Als Skeptiker galten laut Medienberichten unter anderem Manuel Neuer, Sven Ulreich, Serge Gnabry, Leroy Sane und Joao Cancelo – wobei das natürlich kein Spieler bestätigen würde. 

Bei den beiden Torhütern lag das vor allem an der für sie unerwarteten Entlassung des langjährigen Torwarttrainers und Neuer-Vertrauten Toni Tapalovic.  

Feldspieler monierten hingegen immer wieder mangelndes Vertrauen des Trainers, was sich neben der Verbannung auf die Bank auch in öffentlichen Kommentaren zeigte.

Mehrheit des Kaders nicht eindeutig zuzuordnen 

Die Mehrheit des Kaders lässt sich aber nicht so eindeutig in Freunde und Gegner Nagelsmanns einordnen. Viele sehen den Wechsel zu Tuchel angesichts der sportlichen Stagnation als persönliche und kollektive Chance, hätten jedoch genauso mit seinem Vorgänger weitergearbeitet. 

Richtig ist aber auch: In der Mannschaft gab es immer wieder Unverständnis über die Trainingsinhalte und interne Kommunikation, die bei fast allen Spielern vorrangig über die beiden Assistenten Dino Toppmöller und Xaver Zembrod lief. 

Nagelsmanns Übungseinheiten empfanden viele Profis gerade im ersten Jahr als teilweise zu komplex, worüber sich einige Führungsspieler beschwerten, allen voran der damalige Torjäger Robert Lewandowski.

Hartes Trainingslager in Katar sorgte für Unverständnis 

Für Unverständnis soll auch das als extrem hart bewertete Trainingslager zu Jahresbeginn in Katar gesorgt haben, das einige Akteure nicht als richtige Vorbereitung für den Bundesliga-Restart ansahen. 

Am Ende hätten die Klagen der Spieler aber wohl niemanden interessiert, wenn das Team nicht nach der Winterpause zehn Punkte auf den aktuellen Bundesliga-Tabellenführer und nächsten Kontrahenten Borussia Dortmund verspielt hätte. 

So allerdings nahm die FCB-Führung die anhaltenden Unstimmigkeiten in der Kabine als zusätzliches Argument für die Freistellung Nagelsmanns dankbar an. 

Nächste Bundesliga-Spiele: Wer ist Favorit?

Wer überträgt die Bundesliga 2022/23 live?

In der Bundesliga-Saison 2022/2023 gelten die gleichen Übertragungsrechte wie in der Vorsaison.

Bundesliga im Free TV bei SAT.1
Auch in der Saison 2022/23 zeigt ran insgesamt neun Partien der Bundesliga und 2. Bundesliga live in SAT.1 und im Livestream. Alle Tore, Ergebnisse und Tabellen gibt es auf ran.de in Echtzeit. Neben der Konferenz aller Spiele sind auch alle Einzelspiele im Liveticker abrufbar.

Bundesliga bei Sky
Sky ist und bleibt der größte Übertragungspartner der Deutschen Fußball Liga. Der Pay-TV-Sender hält die Rechte für alle Spiele am Samstag sowie für die Spiele der englischen Wochen, die dienstags und mittwochs stattfinden. Auch die Konferenz bleibt im Sky-Programm erhalten.

Bundesliga beim Streaming Dienst DAZN
Jedes Freitags- und Sonntagsspiel der Saison läuft exklusiv auf DAZN. Freitags immer um 20.30 Uhr, sonntags an bis zu drei Anstoßzeiten um 15:30 Uhr, 17:30 Uhr und 19:30 Uhr.

Bundesliga bei der ARD
ARD ist mit der Sportschau am Samstagabend ab 18:30 Uhr mit der Bundesliga am Start und zeigt die Zusammenfassungen und Highlights aller Spiele der Bundesliga und der Samstagsspiele der 2. Bundesliga. Am Sonntag ab 21:15 Uhr dürfen die ARD und ihre Regionalsender die Highlights / Zusammenfassungen der bis zu drei Sonntagsspiele im frei empfangbaren Fernsehen präsentieren

Bundesliga beim ZDF
Am späten Samstagabend, zwischen 21:45 und 24:00 Uhr, gibt es im ZDF die Nachberichterstattungen der Spieltage der 1. und 2. Liga sowie die Erstverwertung der Highlights des Abend Bundesliga-Topspiels im TV.


Wann findet die Bundesliga-Relegation 2023 statt?

Wenn am 27. Mai 2023 die Bundesliga-Saison beendet wird, steht auch fest, wer in der Relegation ran muss. Ausgetragen wird die Relegation am 1. und 5. Juni - live in SAT.1 und auf ran.de.

Die Termine für die Relegation im Überblick:

  • 1. Juni 2023 - Relegation Bundesliga Hinspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 2. Juni 2023 - Relegation 2. Bundesliga Hinspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 5. Juni 2023 - Relegation Bundesliga Rückspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn
  • 6. Juni 2023 - Relegation 2. Bundesliga Rückspiel - live in SAT.1 und auf ran.de, Joyn

Wann startet die Bundesliga-Saison 2023/24?

Die Bundesliga-Saison 2023/24 startet am 18. August mit dem Eröffnungsspiel (live in SAT.1 und auf ran.de). Bereits am 28. Juli beginnt die neue Saison in der 2. Liga (live in SAT.1 und auf ran.de). Am 12. August findet der Supercup zwischen DFB-Pokal-Sieger und Meister (FC Bayern München) statt - ebenfalls live in SAT.1 und auf ran.de.


Wie sind die Anstoßzeiten in der Bundesliga-Saison 2023/24?

Die Anstoßzeiten für die Saison 2023/24 werden im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Heißt: Das späte Sonntagsspiel wird um 17:30 angepfiffen. Zudem wird es zehn Spiele am Sonntag um 19:30 Uhr geben. Montagsspiele wird es nicht geben. Die Freitagsspiele finden wie gewohnt um 20:30 Uhr statt und auch am Samstag werden die Partien wie gewohnt um 15:30 Uhr und um 18:30 Uhr angepfiffen.


Die nächsten Spiele & Termine

Relegation zur 1. Fußball Bundesliga - Der 16. der Bundesliga gegen den Dritten der 2. Liga

Relegation zur 2. Fußball Bundesliga

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Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB34218592:385471
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB34225783:443971
3RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL34206864:412366
41. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU34188851:381362
5SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF34178951:44759
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB04341481257:49850
7Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE3413111058:52650
8VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB3413101157:48949
91. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M053412101254:55-146
10Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG3411101352:55-343
111. FC Köln1. FC KölnKölnKOE3410121249:54-542
121899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG341061848:57-936
13Werder BremenWerder BremenWerderSVW341061851:64-1336
14VfL BochumVfL BochumBochumBOC341051940:72-3235
15FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA34971842:63-2134
16VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB347121545:57-1233
17FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS04347101735:71-3631
18Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC34781942:69-2729
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