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München - Wenn Uli Hoeneß öffentlich das Wort ergreift, dann ist höchste Aufmerksamkeit gefragt. Obwohl der einstige Patron als Ehrenpräsident das Tagesgeschäft zumeist aus der Beobachterperspektive verfolgt, schmeißt er sich offenkundig noch immer gern mit Wucht ins Geschehen, wenn sein FC Bayern im Kreuzfeuer der Kritik steht.

Und so erlebte München ein Kurzcomeback der Abteilung Attacke. Es drängte sich der Eindruck auf, dass am Sonntag zwar nicht die Feuerwehr von Südgiesing, aber doch jene vom Tegernsee zur Meisterfeier auf dem Marienplatz angerückt war.

Der Auftritt zeigte vor allem eines: Beim FC Bayern brennt es lichterloh. So sehr, dass sich der Übervater ins Geschehen einschalten muss.

Hoeneß verteidigte den von ihm auserkorenen und nun zunehmend infrage gestellten Hasan Salihamidzic, er verteidigte insgesamt den Kurs der Verantwortlichen, er versuchte hier und da zu löschen. Nur die Spieler, die nahm er nicht aus dem Feuer.

"Meines Wissens dürfen auch wir nur mit elf Spielern spielen. Die Transferpolitik hat meiner Meinung nach überhaupt keine Rolle gespielt. Tatsache ist, dass wir die Spieler wieder mehr in die Pflicht nehmen müssen", sagte Hoeneß mit Vehemenz, "bei uns wird ja immer der Trainer oder der Sportdirektor in die Pflicht genommen. Tatsache ist, dass wir seit Weihnachten einige Spieler dabei haben, die im Großen und Ganzen nicht mehr gut gespielt haben. Diese Spieler müssen mehr unter Druck gesetzt werden."

Der 70-Jährige unterstrich dazu die Basta-Aussage Oliver Kahns zur Causa Lewandowski ("Hundertprozentig sicher, dass Robert nächstes Jahr bei uns sehr gut spielen wird"), er schickte Niklas Süle einen gesalzenen Abschiedsgruß ("Ich fand diese Aktion katastrophal") hinterher und versuchte, überall Zweifel am Weg des FC Bayern zu zerstreuen. Hoeneß hatte anscheinend lang genug aus Bad Wiessee zugesehen, der dichte Rauch über der Säbener Straße war ihm wohl zu bedrohlich vorgekommen.

Hoeneß: "Die Spieler kommen zu gut weg."

"Die Medien konzentrieren sich immer auf andere Kriegsschauplätze, aber die, die verantwortlich sind für die Leistungen, die Spieler, kommen meiner Meinung nach in der Öffentlichkeit zu gut weg", polterte Hoeneß, der sich auch eines seiner liebsten Ziele herauspickte: die Medien.

Eine Hetzjagd werde auf Salihamidzic veranstaltet, klagte er an und erklärte so die Pfiffe gegen den Sportvorstand am Nockherberg am Rande der internen Meisterfeierlichkeiten. In Fankreisen wird die Entwicklung des Lewandowski-Pokers auch mit Versäumnissen der sportlichen Führung begründet. "Der FC Bayern ist im Moment Spielball einiger Medien und das darf nicht sein", monierte er, machte dem Vorstand hierbei einen Vorwurf und forderte eine zeitweiligen Ausschluss unliebsamer Reporter.

Was ist nun aber von den Hoeneß-Aussagen zu halten? Als er beispielsweise einst Jerome Boateng am Rande der Meisterfeier bereits verabschiedet hatte und alle fest von einem Transfer ausgegangen waren, blieb der Rio-Weltmeister schließlich doch.

Verhandlungen mit Kalajdzic diese Woche?

Heißt das im Umkehrschluss, dass Lewandowski jetzt vielleicht geht? Ist der resolute Verweis auf den laufenden Vertrag taktisches Geplänkel, um Zeit zu gewinnen für die Suche der Nachfolger-Lösung? Die "tz" will erfahren haben, dass etwa von Trainer Julian Nagelsmann grünes Licht für Verhandlungen über einen Kauf von Sasa Kalajdzic (VfB Stuttgart) gegeben wurde.

Der Effekt der legendären Medienschelten-Pressekonferenz ist überdies unvergessen, wie geplant war er sicherlich nicht. Und so muss auch die neuerliche Kritik als Ablenkungsmanöver gedeutet werden, denn Spannungsfelder gibt es im Klub genug - ob Hoeneß will oder nicht.

Matthäus: "Kein Wunder bei all den Querelen"

Bayern-Legende Lothar Matthäus ist nicht der Erste, der hier den Finger in die Wunde legt. Beim Rekordmeister sei "momentan wenig in Ordnung. Jetzt sind in kürzester Zeit Alaba und Süle weg und zu allem Überfluss auch noch ablösefrei. Und weil das noch nicht genug ist, hat auch Lewandowski keine Lust mehr auf den FC Bayern. Kein Wunder bei all den Querelen, dem Qualitätsverlust und dem offensichtlichen Werben um Haaland", schrieb Matthäus in seiner Sky-Kolumne.

Klar sei, dass Kahn, Salihamidzic und Präsident Herbert Hainer "nach den deutlichen Aussagen Taten folgen lassen müssen. Wenn er jetzt doch noch geht, wird's peinlich für Bayern. Und wenn dann zudem kein annähernd adäquater Ersatz gekauft wird, werden die Pfiffe, die es gerade für Hasan Salihamidzic gegeben hat, kein Einzelfall bleiben".

Und Hoeneß sich womöglich erneut bemüßigt sehen, seinen FC Bayern mit Verve zu verteidigen.

von Ruben Stark 

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Nächste Bundesliga-Spiele: Wer ist Favorit?

Relegation 2023: Wann findet die Relegation statt - wo wird sie übertragen?

Den Abschluss im Profi-Fußball macht die Relegation. 1., 2. und 3. Liga kämpfen um die letzten Plätze. Die Bundesliga-Relegation findet am Ende der Saison statt. Alle vier Relegationsspiele werden live im Free-TV bei SAT.1 gezeigt und im kostenlosen Livestream auf ran.de.


Wer überträgt die Bundesliga live?

Die Bundesliga-Rechte sind aufgeteilt. Im Free-TV werden die Spiele in SAT.1 übertragen - dort laufen dann insgesamt neun Spiele im Free-TV. Die Samstagsspiele gibt es beim Pay-TV-Sender Sky. Der Streamingdienst DAZN überträgt alle Freitags- und Sonntagsspiele.


Wo ist die Bundesliga 2022/2023 live zu sehen?

Zur Saison 2021/22 wurden die Rechte neu vergeben. SAT.1 hat sich die Free-TV-Rechte für neun Livespiele gesichert und zeigt unter anderem die Relegationsspiele. Die Bundesligakonferenz, sowie die Einzelspiele am Samstag werden weiterhin bei "Sky" zu sehen sein. "DAZN" überträgt dagegen alle Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga. Montagsspiele wird es ab der Saison nur im Notfall geben.


Wo sehe ich welche Spiele der Bundesliga live im TV, Livestream, Free TV, und Web?

Der Bezahl-TV-Sender Sky und der Internet Streamingdienst DAZN teilen sich die Übertragunsrechte an der Live Übertragung der Bundesliga 2021/2021. Sky darf ab dieser Saison aber nur noch die Samstags Spiele live übertragen. Zudem überträgt SAT.1 insgesamt neun Spiele mit Free-TV - inklusive der Relegationsspiele um die Bundesliga und der 2. Liga.
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Am 30. Juli wartet das erste Highlight nach der Sommerpause auf die Fußballfans! Der Deutsche Meister Bayern München trifft im DFL-Supercup 2022 auf den DFB-Pokalsieger RB Leipzig. Das Finale steigt in der Leipziger Red Bull Arena, der Anpfiff erfolgt um 20:30 Uhr. Das Spiel wird live im Free TV bei SAT.1 übertragen. Mehr INFOS...

Auch in der Saison 2022/23 zeigt ran insgesamt neun Partien der Bundesliga und 2. Bundesliga live in SAT.1 und im Livestream. Alle Tore, Ergebnisse und Tabellen gibt es auf ran.de in Echtzeit. Neben der Konferenz aller Spiele sind auch ausgewählte Einzelspiele im ran.de Liveticker abrufbar.

Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
11. FC Köln1. FC KölnKölnKOE00000:000
11. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU00000:000
11. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0500000:000
11899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG00000:000
1Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0400000:000
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB00000:000
1Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG00000:000
1Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB00000:000
1Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE00000:000
1FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA00000:000
1FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0400000:000
1Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC00000:000
1RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL00000:000
1SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF00000:000
1VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB00000:000
1VfL BochumVfL BochumBochumBOC00000:000
1VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB00000:000
1Werder BremenWerder BremenWerderSVW00000:000
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