München - Es war der nächste Versuch von Seiten des FC Bayern München, die Wogen in der Causa Robert Lewandowski zu glätten.

"Ich würde allen Beteiligten empfehlen, sachlich zu bleiben, die Sache nicht eskalieren zu lassen, und dann wird auch über dem Haus Lewandowski-Bayern München wieder bald die Sonne scheinen", sagte ausgerechnet Ehrenpräsident Uli Hoeneß am Montag bei "Sport1", der eigentlich für die "Abteilung Attacke" beim FC Bayern steht. 

Die Rückkehr zu gesitteten Gesprächen? Von wegen! Nur Stunden später holte Lewandowski zum verbalen Rundumschlag aus: "Ich möchte nur Bayern verlassen. [...] In mir ist etwas gestorben", sagte der Weltfußballer bei "Onet Sport", der mit jeder Aussage in den vergangenen Wochen drastischere Worte gefunden hat, um seine Abwanderungsgedanken klar zu machen.

Zufall ist das alles nicht. Während kein Trainingsbetrieb stattfindet, den man bestreiken könnte, suchen er und sein Berater Pini Zahavi einen anderen Weg, um seinen Abgang zu forcieren, das ist nun mehr als offensichtlich.

FC Bayern: Interesse an Erling Haaland als Auslöser? 

Es ist zudem nicht das erste Mal, dass Polens Rekordtorschütze mit einem Abgang aus der bayerischen Landeshauptstadt kokettiert. Vor dem Sommertransferfenster 2018 wechselte er seinen Berater zur Agentur von Zahavi. Der Israeli ist bekannt dafür, Transferdeals auszuloten und einzufädeln.

Nicht lange dauerte es, bis die ersten Gerüchte um einen Wechsel zu Real Madrid oder dem FC Chelsea aufkamen. "Lewandowski will unbedingt nach Madrid", so die "Abendzeitung" damals.

Der Wechsel kam letztlich nicht zu Stande und ein Jahr später verlängerte Lewandowski sogar - entlohnt durch eine merkliche Gehaltserhöhung. Die grundsätzlichen Abwanderungsgedanken blieben stets, nur hatte er keinen triftigen Grund, den FCB zu verlassen, mit dem er 2020 die Champions League gewann.

 

Diesen hat er offenbar nun gefunden. Laut übereinstimmenden Medienberichten bemühte sich der Rekordmeister intensiv um die Dienste von Erling Haaland. Der 21-Jährige, der ab dem 1. Juli für Manchester City auf Torejagd geht, gilt als bester U21-Stürmer der Welt. Hätte der Transfer nicht geklappt, wäre Lewandowski wohl ohnehin verkauft worden, das liegt nahe.

War das der Vorwand, den die Seite Lewandowski brauchte, um endgültig verbal alle Brücken nach München einzureißen? Seine Aussagen lassen darauf schließen.

"Ich vermisse in dieser Situation Loyalität und Respekt seitens des Vereins", gab er zu Protokoll. "Etwas ist in mir gestorben, ich möchte Bayern verlassen, um mehr Emotionen in meinem Leben zu haben." Drastische, aber berechnende Worte des Polen. Mehr könnte er nicht tun, um die Verbindung mit seinem Arbeitgeber, die auf mehr als einem Vertrag basieren, zu kappen.

Lewandowski vermisst "Loyalität" - ohne selbst Loyalität gezeigt zu haben

Dass der 33-Jährige ausgerechnet ausgerechnet Loyalität seines Klubs vermisst, während er selbst derzeit geradezu alles Legale versucht, um das Arbeitsverhältnis zu beenden, grenzt an Ironie.

Jene Loyalität war bei Lewandowski bisher nämlich in seiner Karriere noch nicht zu sehen. 2013 bahnte sich ein ähnliches Szenario an, als er ein Jahr vor Vertragsende Borussia Dortmund verlassen wollte. Auch damals sprachen die Verantwortlichen, Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc, ein Machtwort aus.

Einziger Unterschied zur heutigen Ausgangslage: Der damals 24-Jährige fügte sich und wurde in seiner letzten Saison Torschützenkönig, bevor er ablösefrei an die Isar zum FC Bayern wechselte. Liegt es daran, dass Borussia Dortmund ein zweifelsohne emotionalerer Verein als der FC Bayern ist, bei dem die Fanbindung möglicherweise stärker ist? Darüber kann nur spekuliert werden.

Wahrscheinlicher ist jedoch, dass er damals noch seine ganze Karriere vor sich hatte und diese mit einem Streik oder Ähnlichem nicht gefährden wollte. Dass Pini Zahavi damals noch nicht sein Spielerberater war, tut sein Übriges dazu.

Beim FC Bayern spricht Lewandowski zwar von "acht schönen Jahren", die er auch "so in Erinnerung behalten will", Loyalität sucht man vom Polen in Richtung FC Bayern allerdings vergeblich. Nicht umsonst liebäugelte er schon wenige Jahre nach seiner Ankunft bei Deutschlands Klassenprimus offensiv mit einem Abschied - stets im Sinne eines vorgegebenen Karriereplans. 

Lewandowski: Auf dem besten Weg, den Legendenstatus zu verspielen

Doch nicht nur das Verhältnis zur Klubführung ist auf dem besten Wege einzustürzen, auch mit den Fans der Bayern, die alles andere als unkritisch mit der sportlichen Leitung des Klubs sind, verscherzt es sich Lewandowski derzeit.

"Undankbar" und "Respektlos" sind Worte, die oft im Zusammenhang mit Lewandowski auf Twitter fallen. Der allgemeine Tenor: Lewandowski hätte zur Legende werden können, hätte er seine Bayern-Zeit ohne Querelen und mit einem ablösefreien Abgang zu Ende gebracht.

Den Legendenstatus und vor allem die Sympathien hat er sich bei einigen Fans des Clubs bereits verspielt.

Wie es anders geht, hat Thiago 2020 bewiesen. Der Spanier war nicht mehr glücklich in München und hinterließ seinen Wechselwunsch ohne ein schlechtes Haar am Rekordmeister zu verlieren. Die Folge: Ohne großes Murren verkauften die Bayern Thiago an Liverpool und erfüllten ihm seinen Wunsch.

Man wird das Gefühl nicht los, je öfter der Pole gegen seinen aktuellen Klub ledert, desto mehr sinken die Chancen, dass der Rekordmeister tatsächlich einlenkt und einem vorzeitigen Transfer zustimmt.

Wie die Schlammschlacht um den polnischen Top-Stürmer ausgeht, ist noch nicht abzusehen. Abzusehen ist allerdings sehr wohl, dass die drohende Eskalation von Seiten Lewandowskis genau so gewollt ist.

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Nächste Bundesliga-Spiele: Wer ist Favorit?

Relegation 2023: Wann findet die Relegation statt - wo wird sie übertragen?

Den Abschluss im Profi-Fußball macht die Relegation. 1., 2. und 3. Liga kämpfen um die letzten Plätze. Die Bundesliga-Relegation findet am Ende der Saison statt. Alle vier Relegationsspiele werden live im Free-TV bei SAT.1 gezeigt und im kostenlosen Livestream auf ran.de.


Wer überträgt die Bundesliga live?

Die Bundesliga-Rechte sind aufgeteilt. Im Free-TV werden die Spiele in SAT.1 übertragen - dort laufen dann insgesamt neun Spiele im Free-TV. Die Samstagsspiele gibt es beim Pay-TV-Sender Sky. Der Streamingdienst DAZN überträgt alle Freitags- und Sonntagsspiele.


Wo ist die Bundesliga 2022/2023 live zu sehen?

Zur Saison 2021/22 wurden die Rechte neu vergeben. SAT.1 hat sich die Free-TV-Rechte für neun Livespiele gesichert und zeigt unter anderem die Relegationsspiele. Die Bundesligakonferenz, sowie die Einzelspiele am Samstag werden weiterhin bei "Sky" zu sehen sein. "DAZN" überträgt dagegen alle Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga. Montagsspiele wird es ab der Saison nur im Notfall geben.


Wo sehe ich welche Spiele der Bundesliga live im TV, Livestream, Free TV, und Web?

Der Bezahl-TV-Sender Sky und der Internet Streamingdienst DAZN teilen sich die Übertragunsrechte an der Live Übertragung der Bundesliga 2021/2021. Sky darf ab dieser Saison aber nur noch die Samstags Spiele live übertragen. Zudem überträgt SAT.1 insgesamt neun Spiele mit Free-TV - inklusive der Relegationsspiele um die Bundesliga und der 2. Liga.
Freitag: DAZN überträgt alle Spiele. Anpfiff der Spiele ist um 20:30 Uhr. Die Übertragungen mit Vorberichten, beginnt um 19:30 Uhr
Samstag: Sky überträgt alle Bundesliga-Begegnungen um 15:30 Uhr einzeln und in der Bundesliga Konferenz. Dazu das Topspiel um 18:30 Uhr. Bundesliga im Free-TV: Die Zusammenfassungen der 15:30 Uhr Spiele gibt es in der ARD ab 18:30 Uhr zu sehen. Das ZDF zeigt ab 23 Uhr ebenfalls Zusammenfassungen.
Sonntag: DAZN überträgt alle Partien um 15:30 Uhr und 17:30 Uhr, sowie zehn Spiele um 19:30 Uhr. Bundesliga Free-TV: Die Höhepunkte am Abend werden von der ARD ausgestrahlt. Der TV Sender Sport1 hat die Rechte, Zusammenfassungen der Freitags- und Samstagsbegegnungen auszustrahlen.
Dienstag und Mittwoch: Alle Partien der Bundesliga dienstags, mittwochs in sog. Englischen Wochen überträgt der Pay TV Sender Sky.


Die nächsten Spiele & Termine

Bundesliga

Top Spiele Bundesliga - 3. Spieltag vom 19.08. bis 21.08.2022

DFL Supercup 2022 live auf SAT.1 und ran.de
Am 30. Juli wartet das erste Highlight nach der Sommerpause auf die Fußballfans! Der Deutsche Meister Bayern München trifft im DFL-Supercup 2022 auf den DFB-Pokalsieger RB Leipzig. Das Finale steigt in der Leipziger Red Bull Arena, der Anpfiff erfolgt um 20:30 Uhr. Das Spiel wird live im Free TV bei SAT.1 übertragen. Mehr INFOS...

Auch in der Saison 2022/23 zeigt ran insgesamt neun Partien der Bundesliga und 2. Bundesliga live in SAT.1 und im Livestream. Alle Tore, Ergebnisse und Tabellen gibt es auf ran.de in Echtzeit. Neben der Konferenz aller Spiele sind auch ausgewählte Einzelspiele im ran.de Liveticker abrufbar.

Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB22008:176
2Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB22004:136
31. FC Köln1. FC KölnKölnKOE21105:324
3Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG21105:324
51. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU21103:124
61. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0521102:114
7SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF21015:323
81899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG21014:5-13
9FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA21012:5-33
10Werder BremenWerder BremenWerderSVW20204:402
11RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL20203:302
11VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB20203:302
13FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0420113:5-21
14Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC20112:4-21
14VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB20112:4-21
16Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE20112:7-51
17VfL BochumVfL BochumBochumBOC20023:5-20
18Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0420021:3-20
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