Unter David Wagner gewann der FC Schalke 04 zuletzt vier Spiele in Folge. - Bildquelle: getty imagesUnter David Wagner gewann der FC Schalke 04 zuletzt vier Spiele in Folge. © getty images

München - Bei Schalke läuft es wieder. Das zeigt nicht zuletzt der aktuelle Tabellenplatz der Königsblauen. Nach sechs Spieltagen behaupten sich die Knappen auf Platz vier – und das mit nur einem Punkt Abstand zum Tabellenführer aus München.

Der souveräne Auswärtserfolg in Leipzig festigt das positive Gesamtbild einer funktionierenden Mannschaft unter Trainer David Wagner. Doch was macht dieser Mann anders, dass es bei Schalke wieder läuft? 

Mentalität

Nach seinem Amtsantritt nahm der neue S04-Trainer David Wagner nicht nur Änderungen auf dem Trainingsplatz vor. In Sachen Mentalität setzt der ehemalige Huddersfield-Coach auf die Tricks der NBA. So ziert nun im Profi-Gebäude beispielsweise das Zitat der Basketball-Trainer-Legende Phil Jackson die Wand: "Gute Teams werden überragend, wenn die Mitglieder sich genug vertrauen, um das Ich für das Wir aufzugeben."

Die Begründung: "Es ist immer sinnvoll, sich mit Gedanken von klugen Menschen auseinanderzusetzen. Wenn diese für die Spieler im Spielerbereich sichtbar sind, macht man das bewusst und unbewusst viel häufiger", so Wagner. Dies scheint auch bei der Mannschaft angekommen zu sein, denn bei Schalke 04 kämpft derzeit jeder für den anderen, der Teamgeist stimmt.

Defensive

Als eine der ersten Taktik-Neuerungen stellte Wagner wieder auf die Viererkette um. Damit reagierte 47-Jährige auf die in vielen Phasen unstrukturiert wirkende Abwehrkette der Tedesco-Taktik, die nur drei Abwehrspieler beinhaltete und nun ausgedient hat. Lediglich sechs Gegentreffer in sechs Begegnungen, die erste Zwischenbilanz gibt dem Fußballtrainer recht. Die Schalker Defensive steht im Vergleich zum Vorjahr derzeit weitaus stabiler da.

Offensive

Nicht nur hinten hat sich einiges getan, auch die Offensive blüht unter dem früheren Huddersfield-Coach wieder auf. Mit 13 Toren aus den ersten sechs Partien haben die Schalker ihre Torgefährlichkeit wiedergefunden. In der Gesamtbilanz liegen die Königsblauen derzeit nur einen Treffer hinter Bayern-Verfolger RB Leipzig.

Innenverteidiger Salif Sane steht sinnbildlich für den von Wagner gelebten Power-Fußball nach englischem Vorbild. Aber auch für Amine Harit läuft es wieder. Der Mittelfeldspieler zeigte zuletzt mit seinem Siegtreffer gegen Mainz, dass ein neuer Aufschwung in der Schalker Offensive herrscht.

Einstellung 

Weniger Euphorie, mehr Selbstkritik. Während Torwart Alexander Nübel nach dem verdienten 3:1 beim Tabellenführer RB Leipzig die "Euphorie mitnehmen" will, drückt der Trainer lieber auf die die Euphorie-Bremse. "Alle, die nach sechs Spieltagen und einem Auswärtssieg in Leipzig in Euphorie verfallen: Bitte gebt denen Tabletten!", sagte David Wagner im Interview.

Mit seinen ausgeprägten Realitätssinn und seinen nüchternen Bestandsaufnahmen hält der 47-Jährige seine Spieler auf dem Boden der Tatsachen. Dennoch hat der Deutsch-Amerikaner immer einen lockeren Spruch auf den Lippen.

Fitness

Was die Laufleistung der Mannschaft betrifft, haben sich die Königsblauen unter Wagner im Vergleich zur vergangenen Saison deutlich gesteigert. Im Spiel gegen RB Leipzig gelang dem Team sogar ein Rekord: Die Knappen liefen über 124 Kilometern – das ist der zweitbeste Wert seit Daten-Erfassung 2011. 

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