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Berlin - Sie waren schon Stunden vor dem Anpfiff zu hören. Immer wieder hallte es vor den Toren des altehrwürdigen Berliner Olympiastadions "HSV, HSV, HSV".

Ja, richtig. Nicht etwa die heimischen Hertha-Fans brüllten sich schon nachmittags am Tag des Hinspiels der Relegation um Verbleib oder Aufstieg in die Bundesliga die Seele aus dem Leib - die Gäste aus Hamburg übernahmen verbal das Kommando und machten frühzeitig mehr als deutlich, dass sie extrem gewillt waren, dieses Auswärtsspiel in Berlin zu einem Heimspiel zu machen.

Das Ticket-Chaos bei der Hertha dürfte da nur noch eine zusätzliche Motivation gewesen sein. Denn auch im Stadion ging es dann erstmal genau so weiter und stimmungstechnisch in eine sehr einseitige Richtung. Beispiel gefällig? Als das Team der Hamburger um Coach Tim Walter nach der Ankunft im Stadion rund eineinhalb Stunden vor dem Anpfiff obligatorisch den Rasen inspizierte, erhob sich etwa ein Drittel des Olympiastadions, klatschte laut Beifall und wieder ertönten die lautstarken "HSV, HSV"-Sprechchöre.

HSV-Fans sorgen für Heimspielatmosphäre

Im Vorfeld hieß es von Berliner Seite, dass man rund 15.000 Hamburger Fans unter den 75.500 Fans in der traditionsreichen Arena erwarte – es wirkte allerdings, als ob es doppelt so viele wären. Die Fans mit der Raute auf der Brust machten mächtig Alarm und wahrlich übermäßig auf sich aufmerksam. Rauten-Choreo, Pyro-Show und eine mehr als klare Plakatbotschaft über dem Fanblock der Gäste in Berlin: „Mit Leidenschaft und Kampf zurück zu altem Glanz“.

Klar, dass die heimischen Hertha-Fans all das nicht auf sich sitzen lassen wollten. Nach leichten Anlaufschwierigkeiten nahmen sie die Herausforderung auf den Rängen an und stimmten gemeinsam ihren wohl bekanntesten Fan-Gesang an: "HaHoHe, Hertha BSC, HaHoHe, Hertha BSC". Eine Botschaft hatten sie für ihren Verein als Banner auch noch über ihrer Ostkurve parat – wenn auch deutlich politischer als beim HSV: "WirHerthaner.de – Neuanfang jetzt! Windhorst und Gegenbauer raus!" Ob das angesichts des Kampfes um den Klassenerhalt jetzt das richtige Thema ist? Ansichtssache.

Immerhin wachten die Berliner Anhänger jetzt mehr und mehr auf und entgegneten den "HSV, HSV"-Rufen aus dem Gästeblock immer wieder ihr "HaHoHe, Hertha BSC". Ein beinahe ohrenbetäubender Lärm, der dem besonderen Anlass aber absolut gerecht wurde. Die Fans beider Lager waren jedenfalls heiß, die HSV-Anhänger am Ende vielleicht sogar noch ein klitzekleines bisschen heißer als die Hertha-Fans.

HSV wollte den Sieg mehr 

Das war unterm Strich aber egal. Die Emotionen auf den Rängen waren letztlich das Highlight des Abends im Berliner Olympiastadion. Wechselgesänge, Anfeuerungen, Klatschen, Pfeifen, Mitfiebern – mit all dem, was sich in den beiden Kurven abspielte, konnten beide Teams sportlich auf dem Rasen nicht immer mithalten. Vor allem die Berliner ließen vieles vermissen, wirkten ziemlich blutleer. Der HSV zeigte immerhin Wille, Kampf und Einsatzbereitschaft – auch wenn spielerisch bei Weitem nicht alles gelang.

Insgesamt blieb trotzdem vieles Stückwerk, klare Torchancen waren Mangelware. Nur einmal, kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit herrschte große Aufregung: Ishak Belfodil hatte die Hertha vermeintlich in Führung geköpft, lautstarker Jubel brandete auf. Doch der Treffer wurde wegen einer Abseitsstellung wieder aberkannt. Und das völlig zurecht. Der Rest war zumeist ein großer Abnutzungskampf ohne nennenswerte oder gar glorreiche Momente – bis zur 57. Minute: Ludovit Reis will flanken, der Ball rutscht leicht über den Spann und fliegt im hohem Bogen über den verdutzten Hertha-Keeper Oliver Christensen hinweg ins Tor: 1:0 für den HSV. Mit einer missglückten Flanke.

 

Eine Aktion, die ein Stück zu diesem Spiel passte. Wobei erkennbar war, dass Hamburg den Sieg deutlich mehr wollte, in den entscheidenden Szenen galliger und gieriger war und auch absolut verdient als Sieger vom Platz ging. Berlin dagegen muss sich in allen Belangen dringend steigern. Und: Warum wurde in so einem Kampfspiel Kevin Prince Boateng von Trainer Felix Magath nicht zumindest eingewechselt? Es wird sein Geheimnis bleiben.

Gegensätzliche Gefühlswelten in Hamburg und Berlin

"Mit den Fans, der ganzen Stadt und dieser unfassbaren Euphorie im Rücken macht das einfach Spaß. Wir genießen das alles einfach, dass wir hier dabei sein und noch Relegation spielen dürfen. Denn wir wollen spielen und wir wollen gewinnen. Und das sieht man auch", sagte HSV-Coach Tim Walter voller Freude am ran-Mikrofon.

In Berlin herrscht dagegen Tristesse Royale – nach dem Spiel schleppte sich nur Niklas Stark - der Verteidiger bestritt sein letztes Heimspiel im Hertha-Trikot - in die Fankurve, um sich für den Support zu bedanken. Eine groteske Szene. "Ich glaube, dass sich die Spieler ein bisschen schämen und nicht so recht wissen, was auf sie zukommt, wenn sie alle in die Kurve gehen. Vor allem mit der Vorgeschichte. Wenn einer sein Trikot zu den Fans wirft und es kommt wieder zurück, das will doch auch keiner. Die Jungs sind schon sehr niedergeschlagen und fühlen sich schwer", erklärte ranFussball-Experte Stefan Kuntz.

Noch ist aber nichts verloren. Die Entscheidung zwischen beiden Klubs fällt trotzdem erst am kommenden Montag in Hamburg. Steigt Hertha BSC ab oder der HSV auf? Alles ist offen! Die Antwort gibt es in vier Tagen ab 19:30 Uhr live in SAT.1.

Aus Berlin berichtet: Dominik Hechler

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Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
11. FC Köln1. FC KölnKölnKOE00000:000
11. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU00000:000
11. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0500000:000
11899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG00000:000
1Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0400000:000
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB00000:000
1Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG00000:000
1Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB00000:000
1Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE00000:000
1FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA00000:000
1FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0400000:000
1Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC00000:000
1RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL00000:000
1SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF00000:000
1VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB00000:000
1VfL BochumVfL BochumBochumBOC00000:000
1VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB00000:000
1Werder BremenWerder BremenWerderSVW00000:000
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