Bayern verpatzt den Auftakt gegen Hertha BSC. - Bildquelle: imago images / EibnerBayern verpatzt den Auftakt gegen Hertha BSC. © imago images / Eibner

München – Die beste Nachricht des Abends kam zuerst über Instagram. Denn seit Freitagabend folgt Philippe Coutinho in dem sozialen Netzwerk dem FC Bayern. 

Zack! In der heutigen Zeit ist damit ja sicher verbrieft: Der Brasilianer kommt tatsächlich vom FC Barcelona zum FCB. 

Und so kam es auch: Nach dem zähen 2:2 zum Bundesliga-Auftakt gegen Hertha BSC bestätigte dann auch Bayerns Sportdirektor Hasan Salihamidzic den spektakulären Deal. Coutinho soll für ein Jahr auf Leihbasis inklusive Kaufoption für den FCB nach München kommen. Sonntag soll der Medizincheck über die Bühne gehen. 

Letzte Details fehlen

"Es fehlen noch Details, der Medizincheck und die Unterschrift, aber wir sind sehr glücklich, dass wir den Spieler holen werden. Er wird uns Optionen geben", sagte Salihamidzic. 

Und traf damit den wunden Punkt. Denn Optionen sind dringend nötig. Auf der Bank saßen unter anderem Alphonso Davies, Sarpreet Singh, Lars Lukas Mai, Paul Will und Kwasi Okyere Wriedt.

Und das Spiel gegen die Berliner offenbarte: Die Bayern benötigen dringend weitere Möglichkeiten im abgespeckten Kader, Alternativen, dazu Kreativität, Spielwitz, Esprit und Torgefahr. Die kommt mit Coutinho, aber auch mit Michael Cuisance, dessen Wechsel von Borussia Mönchengladbach nach München nur noch Formsache ist. "Es fehlen nur noch Details. Das wird ein Spieler des FC Bayern", so Salihamidzic. Ebenfalls im Gespräch: Mario Mandzukic.

Ein Doppelschlag beziehungsweise potenzieller Dreierpack auf dem Transfermarkt, der von dem dominierenden, aber oft auch uninspirierten und vor allem nicht konsequenten Spiel der Bayern ablenkte. Der 27-jährige Coutinho ist im offensiven Mittelfeld flexibel einsetzbar, auch Cuisance (20) ist Typ Spielmacher.

Sand im Getriebe

Die Stars um Manuel Neuer, den Doppel-Torschützen Robert Lewandowski oder Thomas Müller diskutierten nach dem Spiel noch auf dem Platz angeregt, teilweise mit versteinerten Mienen. Klar: Es ist das erste Spiel, Sand im Getriebe ist da nicht ungewöhnlich, aber die Münchner verpassten die Chance, gleich zu Beginn ein Zeichen an die Konkurrenz zu senden. 

Das übernahm dafür Coutinho. 

Er ist der Königstransfer der Bayern, nach einem schwierigen Sommer mit Rückschlägen, denn nach einem wochenlangen Zaudern und zuvor nur Ivan Perisic als Zugang wurde es unruhig.  

Denn Ziel ist ja bekanntlich nicht nur die Meisterschaft. Der Rekordmeister will auch international wieder ein gewichtiges Wort mitreden. Und gleichzeitig auch die Fans zufriedenstellen, die sich seit Monaten besorgt zeigen.

"Wir haben uns sehr bemüht, wir wollen unseren Fans etwas Spektakuläres bieten. Die Mannschaft zu verstärken ist nicht so einfach", so Salihamidzic.

Aber unerlässlich.  

"Macht Lust auf mehr"

Auch wenn Salihamidzic mit dem Spiel zufrieden war. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und hatten viel Ballbesitz, wir hätten nur die Tore machen müssen. Ich bin deshalb sehr zuversichtlich. Das macht Lust auf mehr", sagte Salihamidzic. Eine sehr eigene Sicht der Dinge. Mit dem Wissen um Coutinhos Künste aber vielleicht nachvollziehbar. 

 

Auch Kovac freut sich auf den Neuen: "Wir versprechen uns von ihm nur das Beste. Gute Spiele, viele Tore, viele Vorlagen." Ohne Frage: Die Verpflichtung ist ein Coup. Ein dringender.

Denn den Auftaktsieg feierten die Bayern zwar nicht auf dem Platz. Signalwirkung hat er trotzdem.

Andreas Reiners

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