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München/Berlin - Die Partie zwischen Union Berlin und Bayer Leverkusen ist nach Abpfiff von einem rassistischen Vorfall überschattet worden.

Dabei wurde Leverkusens Nadiem Amiri von einem Berliner Spieler mit den Worten "Scheiß Afghane" beleidigt, wie Jonathan Tah im Interview mit "DAZN" sagte.

"Was ich sehr bitter finde ist die Aktion mit Nadiem Amiri, bei der anscheinend die Herkunft seiner Eltern beleidigt wurde. Das finde ich sehr, sehr schade. Das gehört nicht auf den Fußballplatz", sagte der Nationalspieler.

"Da ist es egal, wie das Spiel auch ausgeht. Das gehört hier nicht hin. Das ist das Bitterste am Abend. Das funktioniert so nicht und ich hoffe, dass das Konsequenzen hat", führte Tah weiter aus.

Amiri postet Story seines Bruders

Amiri war nach Spielende mit einigen Berliner Spielern aneinandergeraten, dabei fiel der Satz. Union Berlins Trainer Urs Fischer trennte die Streitenden.

Amiri selbst äußerte sich nach Abpfiff nicht direkt, teilte in einer "Instagram"-Story aber die Worte seines Bruders Nauwid, der als Spielerberater bei "ISMG International Sports Management" arbeite, zu dessen Klienten unter anderem Amiri gehört.

"Zu meinem Bruder in einem Bundesliga Spiel 'Scheiß Afghane' zu sagen und damit unsere Herkunft anzugreifen, ist das Allerletzte", schrieb Nauwid und wandte sich dabei an Unions Florian Hübner.

Damit bestätigte er die rassistischen Vorwürfe seitens des Berliners.

Amiri

Tah: "Das gehört hier nicht her"

Tah hatte die Worte ebenfalls gehört 

"Es gab Diskussionen und dann ist der Begriff 'Scheiß Afghane' gefallen. Ich will das mit aller Deutlichkeit sagen, dass das hier nicht hingehört. Egal in welcher Situation, egal wie emotional das ist. So geht das nicht", sagte Tah.

Fischer: "Möchte das in Ruhe lären"

"Ich habe nichts mitbekommen", sagte Unions Trainer Fischer nach dem Spiel.

Er habe vom Hörensagen mitbekommen, "dass da Worte gefallen sind, die auf dem Fußballplatz nichts zu suchen haben. Es soll auf beiden Seiten was gesagt worden sein. Ich möchte das in Ruhe klären", meinte Fischer.

"Rassismus hat nichts zu suchen auf dem Fußballplatz und in der Gesellschaft. Wir entschuldigen uns dafür, wenn das so gefallen ist", sagte Unions Pressesprecher Christian Arbeit.

Amiri soll auch noch in der Kabine sehr betroffen gewesen sein, Leverkusens Trainer Peter Bosz sprach mit ihm. "So etwas darf nie, nie auf einem Fußballplatz passieren", sagte Bosz.

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Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB22154362:313149
2RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL22145340:182247
3VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB22119235:191642
4Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE22119245:301542
5Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0422107540:241637
6Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB22113845:311436
71. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU2289535:251033
8Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG2289538:33533
9SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF2287735:34131
10VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB2278739:35429
111899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG22751036:39-326
12Werder BremenWerder BremenWerderSVW2158824:31-723
13FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA22651122:35-1323
141. FC Köln1. FC KölnKölnKOE22561120:36-1621
15Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC22461226:40-1418
16Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeldDSC21531318:38-2018
171. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0522451323:43-2017
18FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0422161515:56-419
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