Hansi Flick holte mit dem FC Bayern in den letzten Monaten vier Titel. - Bildquelle: imago images/Sven SimonHansi Flick holte mit dem FC Bayern in den letzten Monaten vier Titel. © imago images/Sven Simon

München - Vermutlich haben die Spieler und Verantwortlichen des FC Bayern die Bundesliga-Spiele am Samstag irgendwo in einem Hotel in der Nähe von Sinsheim verfolgt, wo die die Münchner am Sonntag gegen die TSG Hoffenheim antreten (15:30 Uhr im Liveticker auf ran.de). Ob sie sich über die Ausrutscher der vermeintlichen Konkurrenten gefreut haben? Man weiß es nicht.

Kann man sich überhaupt noch über eine Niederlage von Borussia Dortmund oder das Unentschieden zwischen Bayer Leverkusen und RB Leipzig oder die gefühlte Niederlage von Borussia Mönchengladbach freuen, wenn man in den letzten Monaten vier Titel gewonnen hat und die letzte Niederlage wettbewerbsübergreifend aus dem Dezember 2019 datiert? Wenn man also quasi über allem schwebt?

Bayern-Jäger? Fehlanzeige

Dass der FC Bayern als haushoher Favorit in die Bundesliga-Saison 2020/21 gehen würde, daran bestand kein Zweifel. Aber der eine oder andere Optimist hatte vielleicht zumindest vorsichtig gehofft, dass es diesmal ein bisschen spannender werden könnte.

Schließlich tritt Borussia Dortmund mit einer jungen, hoffnungsvollen Mannschaft an. Schließlich stand RB Leipzig mit Julian Nagelsmann im Halbfinale der Champions League. Gladbach hat unter Marco Rose eine tolle Entwicklung genommen. Und Leverkusen hat die Havertz-Millionen zumindest teilweise reinvestiert.

Doch schon nach dem Samstag des 2. Spieltags sieht es wahrlich nicht danach aus, dass es in diesem Jahr etwas spannender an der Tabellenspitze zugehen könnte.

Borussia Dortmund? Verliert glatt in Augsburg.

Leipzig und Leverkusen? Nehmen sich gegenseitig die Punkte weg.

Borussia Mönchengladbach? Müht sich nach dem 0:3 in Dortmund am ersten Spieltag zu einem 1:1 bei Union Berlin.

Sonstige Bayern-Jäger sind trotz des Sechs-Punkte-Starts des FC Augsburg nicht in Sicht. Sorry, lieber FCA! Glückwunsch, FC Bayern!

Sind die Bayern vielleicht noch müde?

Sollte der Rekordmeister am Sonntag also gegen Hoffenheim gewinnen, wären alle potenziellen Verfolger schon um zwei, drei, vier, beziehungsweise fünf Punkte distanziert. Was muss passieren, dass der Rekordmeister nicht den neunten Titel in Folge einfährt? Aktuell muss man ziemlich viel Phantasie aufbringen, um sich am Ende der Saison eine andere Mannschaft mit der Schale vorstellen zu können.

Die Hoffnungen der neutralen Fußballfans ruhen nun auf den Schultern der TSG Hoffenheim. Vielleicht sind die Bayern ja noch müde vom Super Cup, vielleicht gerät die gut geölte Bayern-Maschine ja doch irgendwie ins Stottern. Das wäre schon eine ziemliche Sensation. Vorstellbar ist es an diesem grauen Samstag im Herbst eigentlich nicht. Spannung an der Tabellenspitze wird wohl wieder ein Wunschtraum bleiben. Glückwunsch, FC Bayern!

Christian Stüwe

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Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB540119:81112
2RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL532011:3811
3Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB43018:269
4VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB522110:648
5Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE52217:618
6FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA42115:327
7Werder BremenWerder BremenWerderSVW42116:607
81. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU51318:626
81899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG42028:626
10Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0441303:216
11SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF51316:9-36
12Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG51226:8-25
13VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB40402:204
14Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC51139:11-24
15Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeldDSC41123:6-34
161. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0551044:13-93
171. FC Köln1. FC KölnKölnKOE50235:9-42
18FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0440132:16-141
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