Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge: Wer kommt als neuer Trainer? - Bildquelle: imago images/Sven SimonUli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge: Wer kommt als neuer Trainer? © imago images/Sven Simon

München - Die Witze haben mal wieder Hochkonjunktur. Besser werden sie dadurch allerdings auch nicht.

Genauer gesagt sind es als heimliche Wünsche getarnte Bilder, GIFs oder Sprüche. Ein Hund, der auf den Namen "Cando" hört und lautstark bellt und damit protestiert. Oder ein auf lautlos geschaltetes Handy. Oder eine Festnetznummer in Schwalmtal, die in aller Eile geändert wird. 

Naja. Einfallsreich sind diese Andeutungen eines erneuten Comebacks von Jupp Heynckes nicht. Sie zeigen aber, was beim FC Bayern funktioniert. 

Beziehungsweise: welcher Trainer.

Schwerer Stand

Denn dass Ex-Coach Niko Kovac von Anfang an einen schweren Stand hatte, ist unbestritten, am Ende war es kaum noch tragbar, für beide Seiten nicht. 

Das Standing eines Übungsleiters ist nicht zu unterschätzen, vor allem bei einem Klub mit diesem Selbstverständnis nicht. Die Bayern haben genau das bei Kovac getan, sie haben die negative Wirkung komplett unterschätzt. Klar wurde recht schnell: Der Anspruch ist ein anderer.

Mia san mia, wir sind die Bayern - da findet alleine durch den Stellenwert des Klubs eine natürliche Vorauswahl statt. 

Bei Kovac reichte der Name, das Erreichte seiner Trainerkarriere nicht aus, um dauerhaft für eine gewisse Ruhe in einem sowieso tendenziell unruhigen Umfeld zu sorgen. 

Selbst der berühmte "Stallgeruch" als Ex-Spieler half nicht, er sorgte auch nicht für einen gewissen Vorschuss, für einen Kredit bei den Fans. Immerhin wissen die Verantwortlichen jetzt: Junge, noch relativ unbeschriebene Blätter funktionieren nur eingeschränkt, mit der nötigen Aura, Autorität, Unterstützung und der passenden Philosophie. 

Geduld ist begrenzt

Keine Frage: Hat man den gewissen Ruf noch nicht, muss man ihn sich erarbeiten. Das Problem: Die Geduld in München ist deutlich begrenzter als anderswo in der Bundesliga. Kovacs Art, Fußball spielen zu lassen, war dann nicht in hohem Maße dafür geeignet, die Fan-Herzen im wahrsten Sinne des Wortes im Sturm zu erobern. Die Bayern sollten daraus lernen.

Deshalb ist klar: der kommende Bayern-Trainer muss eine beeindruckende Lösung, eine große Nummer sein. Ein Name wie Jose Mourinho, ein Gentleman wie Arsene Wenger oder eine Respektsperson wie Massimiliano Allegri. 

Es gibt auch einen, der vereint all das zusammen. Doch der hat wohl weder Lust, es nochmal zu machen, noch wäre er eine langfristige Lösung.

Und "Cando" hat ja auch etwas dagegen. 

Andreas Reiners

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Bundesliga 2019 / 2020 - 8. bis 11. Spieltag

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Tabelle

Bundesliga

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG14101330:161431
2RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL1493239:162330
3Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB1475233:191426
4FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS041474325:18725
5SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF1474324:17725
6Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB041474322:18425
7Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB1473435:201524
81899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG1463519:23-421
9VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB1455415:14120
101. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU1461718:19-119
11Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE1453624:22218
12FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA1445520:26-617
131. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M051450920:34-1415
14Werder BremenWerder BremenWerderSVW1335522:28-614
15Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC1433820:29-912
16Fortuna DüsseldorfFortuna DüsseldorfDüsseldorfF951433816:29-1312
171. FC Köln1. FC KölnKölnKOE14221012:30-188
18SC Paderborn 07SC Paderborn 07PaderbornSCP13121016:32-165
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