Felix Magath feiert als Hertha-Trainer in Hamburg - Bildquelle: IMAGOFelix Magath feiert als Hertha-Trainer in Hamburg © IMAGO

München/Berlin - Felix Magath hatte immer daran geglaubt – und er sollte in seiner Zuversicht recht behalten.

Was selbst viele Berliner nach der völlig missratenen Saison und dem ernüchternden 0:1 im Hinspiel gegen den Hamburger SV nicht mehr für möglich gehalten hatten, ist wahr geworden.

Hertha BSC ist dem Abstieg im letzten Moment von der Schippe gesprungen. Und als der 2:0-Sieg im Rückspiel der Relegation feststand, da umarmte Magath seine beiden Assistenten Mark Fotheringham und Vedad Ibisevic, ehe er schnurstracks in den Katakomben verschwand.

In dem Stadion, in dem er als Spieler so viele Erfolge feierte, wollte er erst einmal alleine sein – mit sich und seinen Emotionen.

Felix Magath: "Mein Job ist beendet"

Erst nach über einer halben Stunde stellte er sich zum Interview. "Mein Job ist es jetzt beendet. Darüber, dass wir in der Liga geblieben sind, bin ich natürlich froh und glücklich", sagte der 68-Jährige am ran-Mikrofon.

Seine Spieler zeigten ihre Gefühle offener: Torwart Oliver Christensen rannte wie von der Tarantel gestochen über das gesamte Feld, Kevin-Prince Boateng brüllte seine Erleichterung heraus und Dedryck Boyata liefen Tränen der Freude übers Gesicht.

In diesen Momenten wurde klar, welch große Last den Berliner Spielern von ihren Schultern gefallen ist.

Dabei zeigten sie im Hamburger Volksparkstadion eine Leistung, die nach den letzten Wochen und Monaten kaum jemand erwartet hätte.

Nicht nur ranFußball-Experte Rene Adler sah "eine ganz andere Hertha-Mannschaft" als noch im Hinspiel.

Hertha setzt HSV sofort unter Druck

Von Beginn an hellwach, setzten die Gäste die Hamburger sofort unter Druck – und wurden dafür schon in der vierten Minute belohnt, als Boyata unbedrängt per Kopf den Eckball von Marvin Plattenhardt in die Maschen wuchten konnte.

Schon in der ersten Halbzeit hat die Hertha vier Torschüsse mehr abgegeben als im gesamten Hinspiel (10:6) und mehr Ecken herausgeholt (3:2).

Die endgültige Entscheidung resultierte ebenfalls aus einer Standardsituation. Plattenhardt zwirbelte einen Freistoß nach guter einer Stunde mit links aus spitzem Winkel direkt ins lange Eck.

Fredi Bobic: "Was für eine coole Sau"

"So eine kalte Schnauze wie Plattenhardt, der das Ding genau so wollte. Was für eine coole Sau", staunte Hertha-Geschäftsführer Fredi Bobic am ran-Mikrofon über den Matchwinner dieser Partie.

Bobic erinnerte im Gefühl der großen Erleichterung aber auch noch einmal an die schwere Ausgangslage, die seine Mannschaft nach der verkorksten Saison und der Heimpleite im Hinspiel zu verkraften hatte.

"Was die Jungs heute abgeliefert haben, war überragend – mit dem ganzen Druck, den wir spüren. Relegation ist ein scheiß Gefühl. Das will kein Mensch mehr haben", sagte er.

Dass die Herthaner aus dieser größtmöglichen Anspannung als Sieger hervorgegangen sind, lag auch maßgeblich an Boateng.

Kevin-Prince Boateng macht die Aufstellung

Der gebürtige Berliner machte nicht nur von Beginn an bis zu seiner Auswechslung in der 89. Minute ein starkes Spiel. Er war auch für die Aufstellung mitverantwortlich.

"Ich habe ihn vor dem Spiel beiseite genommen", sagte Magath. "Er war der Meinung, dass wir heute die erfahrenen Leute brauchen. Ich habe so aufgestellt, wie er mir das gesagt hat."

Und das hat offensichtlich nicht geschadet.

Ob Boateng noch einmal als Hertha-Spieler auflaufen wird, steht auch nach dem geglückten Klassenerhalt in den Sternen.

Für Felix Magath ist die Mission damit beendet. Feiern wird er sie übrigens nicht mit seinem Lieblingsgetränk. "Jetzt wäre es mir zu spät für viel Tee. Insofern wechsle ich auf Wasser", verriet er am ran-Mikro, und verabschiedete sich aus der Bundesliga – zumindest einstweilen.

Eine Rückkehr ist aber nicht ausgeschlossen. Als er darauf angesprochen wurde, dass er noch nie abgestiegen sei, antwortete mit seinem eigenen Charme: "Jetzt können wir noch ein halbes Jahr warten. Dann kann ich es ja nochmal probieren."

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Nächste Bundesliga-Spiele: Wer ist Favorit?

Relegation 2023: Wann findet die Relegation statt - wo wird sie übertragen?

Den Abschluss im Profi-Fußball macht die Relegation. 1., 2. und 3. Liga kämpfen um die letzten Plätze. Die Bundesliga-Relegation findet am Ende der Saison statt. Alle vier Relegationsspiele werden live im Free-TV bei SAT.1 gezeigt und im kostenlosen Livestream auf ran.de.


Wer überträgt die Bundesliga live?

Die Bundesliga-Rechte sind aufgeteilt. Im Free-TV werden die Spiele in SAT.1 übertragen - dort laufen dann insgesamt neun Spiele im Free-TV. Die Samstagsspiele gibt es beim Pay-TV-Sender Sky. Der Streamingdienst DAZN überträgt alle Freitags- und Sonntagsspiele.


Wo ist die Bundesliga 2022/2023 live zu sehen?

Zur Saison 2021/22 wurden die Rechte neu vergeben. SAT.1 hat sich die Free-TV-Rechte für neun Livespiele gesichert und zeigt unter anderem die Relegationsspiele. Die Bundesligakonferenz, sowie die Einzelspiele am Samstag werden weiterhin bei "Sky" zu sehen sein. "DAZN" überträgt dagegen alle Freitags- und Sonntagsspiele der Bundesliga. Montagsspiele wird es ab der Saison nur im Notfall geben.


Wo sehe ich welche Spiele der Bundesliga live im TV, Livestream, Free TV, und Web?

Der Bezahl-TV-Sender Sky und der Internet Streamingdienst DAZN teilen sich die Übertragunsrechte an der Live Übertragung der Bundesliga 2021/2021. Sky darf ab dieser Saison aber nur noch die Samstags Spiele live übertragen. Zudem überträgt SAT.1 insgesamt neun Spiele mit Free-TV - inklusive der Relegationsspiele um die Bundesliga und der 2. Liga.
Freitag: DAZN überträgt alle Spiele. Anpfiff der Spiele ist um 20:30 Uhr. Die Übertragungen mit Vorberichten, beginnt um 19:30 Uhr
Samstag: Sky überträgt alle Bundesliga-Begegnungen um 15:30 Uhr einzeln und in der Bundesliga Konferenz. Dazu das Topspiel um 18:30 Uhr. Bundesliga im Free-TV: Die Zusammenfassungen der 15:30 Uhr Spiele gibt es in der ARD ab 18:30 Uhr zu sehen. Das ZDF zeigt ab 23 Uhr ebenfalls Zusammenfassungen.
Sonntag: DAZN überträgt alle Partien um 15:30 Uhr und 17:30 Uhr, sowie zehn Spiele um 19:30 Uhr. Bundesliga Free-TV: Die Höhepunkte am Abend werden von der ARD ausgestrahlt. Der TV Sender Sport1 hat die Rechte, Zusammenfassungen der Freitags- und Samstagsbegegnungen auszustrahlen.
Dienstag und Mittwoch: Alle Partien der Bundesliga dienstags, mittwochs in sog. Englischen Wochen überträgt der Pay TV Sender Sky.


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DFL Supercup 2022 live auf SAT.1 und ran.de
Am 30. Juli wartet das erste Highlight nach der Sommerpause auf die Fußballfans! Der Deutsche Meister Bayern München trifft im DFL-Supercup 2022 auf den DFB-Pokalsieger RB Leipzig. Das Finale steigt in der Leipziger Red Bull Arena, der Anpfiff erfolgt um 20:30 Uhr. Das Spiel wird live im Free TV bei SAT.1 übertragen. Mehr INFOS...

Auch in der Saison 2022/23 zeigt ran insgesamt neun Partien der Bundesliga und 2. Bundesliga live in SAT.1 und im Livestream. Alle Tore, Ergebnisse und Tabellen gibt es auf ran.de in Echtzeit. Neben der Konferenz aller Spiele sind auch ausgewählte Einzelspiele im ran.de Liveticker abrufbar.

Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
11. FC Köln1. FC KölnKölnKOE00000:000
11. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU00000:000
11. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0500000:000
11899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG00000:000
1Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0400000:000
1Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB00000:000
1Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG00000:000
1Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB00000:000
1Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE00000:000
1FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA00000:000
1FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0400000:000
1Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC00000:000
1RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL00000:000
1SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF00000:000
1VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB00000:000
1VfL BochumVfL BochumBochumBOC00000:000
1VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB00000:000
1Werder BremenWerder BremenWerderSVW00000:000
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