Schalke wartet seit 18 Bundesliga-Spielen auf einen Sieg. - Bildquelle: 2020 Getty ImagesSchalke wartet seit 18 Bundesliga-Spielen auf einen Sieg. © 2020 Getty Images

Gelsenkirchen - Mit einer weiteren desaströsen Vorstellung hat Schalke 04 seine Horrorserie fortgesetzt und Trainer David Wagner zum Abschuss freigegeben.

Acht Tage nach dem 0:8-Debakel bei Bayern München unterlagen die Königsblauen im Krisenduell dem Beinahe-Absteiger Werder Bremen mit 1:3 (0:2) und zeigten keine Spur von der von Sportvorstand Jochen Schneider geforderten "deutlichen Leistungssteigerung, die sich auch im Ergebnis widerspiegelt".

Nach 18 Bundesligaspielen in Folge ohne Sieg dürfte Wagners Zeit auf Schalke damit abgelaufen sein.

Niclas Füllkrug mit seinem zweiten Bundesliga-Dreierpack (22./37./59.) führte Werder bei einem späten Gegentreffer von Mark Uth (90.+2) zum ersten Saisonsieg und schraubte die Bilanz der Schalker, die obendrein Ozan Kabak mit Gelb-Roter Karte (84.) verloren, seit dem letzten Erfolg am 17. Januar (2:0 gegen Borussia Mönchengladbach) auf 8:48 Tore bei kläglichen sechs Punkten. Eine Ausbeute, die in der Vergangenheit längst jedem Trainer zum Verhängnis geworden wäre.  

Beiden Teams ist die Verunsicherung anzumerken

Er habe ein "offenes, vertrauensvolles Verhältnis" zu Wagner, hatte Schneider vor dem Anpfiff bei "Sky" betont, "es ist alles okay." Der Frage nach den Konsequenzen nach einer weiteren Pleite wich er zunächst aus: "Das werden wir sehen."

Wagner musste in seinem Endspiel auf den verletzten Nationalspieler Suat Serdar und Offensivspieler Amine Harit verzichten. Dagegen konnte der Coach erstmals seit dem 22. Februar wieder seinen Kapitän Omar Mascarell einsetzen. Werder-Trainer Florian Kohfeldt stellte gegenüber dem 1:4-Fehlstart gegen Hertha BSC auf vier Positionen um, unter anderem musste Kapitän Niklas Moisander auf die Bank.

Beiden Teams war in der wegen zu hoher Coronazahlen in Gelsenkirchen leeren Arena die Verunsicherung nach den Pleiten zum Auftakt deutlich anzumerken. Viele Fehlpässe, viele Fouls prägten die Anfangsphase. Bremen profitierte als Erstes von einem Fehler des Gegners: Füllkrug kam im Anschluss an eine Ecke nach einem Kopfball von Joshua Sargent völlig frei an den Ball, Uth hob das Abseits auf - und Schalke lag schon wieder in Rückstand.

Schalke noch gut bedient

Eine weitere Standardsituation, erneut stümperhaft verteidigt, führte zum 0:2. Nach dem Freistoß von Maximilian Eggestein kam Füllkrug völlig unbedrängt zum Kopfball - die Schalker hielten wieder Abstand.
Zur zweiten Hälfte brachte Wagner Billig-Zugang Vedad Ibisevic und nach langer Verletzung Salif Sane. Ibisevic hatte gleich die große Chance zum Anschlusstreffer, verfehlte aber ganz knapp das Tor (53.), ebenso wie wenig später Nassim Boujellab (55.).

Doch nach dem Foul von Ozan Kabak an Füllkrug und dessen drittem Tor per Foulelfmeter war die Luft endgültig raus, Schalke war noch gut bedient.

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Tabelle

#MannschaftMannschaftMannschaftSp.SUNToreDiff.Pkt.
1RB LeipzigRB LeipzigRB LeipzigRBL431010:2810
2Bayern MünchenBayern MünchenBayernFCB430117:899
3Borussia DortmundBorussia DortmundDortmundBVB43018:269
4Eintracht FrankfurtEintracht FrankfurtFrankfurtSGE42207:438
5VfB StuttgartVfB StuttgartStuttgartVFB42119:547
6FC AugsburgFC AugsburgAugsburgFCA42115:327
7Werder BremenWerder BremenWerderSVW42116:607
81899 Hoffenheim1899 HoffenheimHoffenheimTSG42028:626
9Bayer LeverkusenBayer LeverkusenLeverkusenB0441303:216
101. FC Union Berlin1. FC Union BerlinUnion BerlinFCU41217:525
11Bor. MönchengladbachBor. MönchengladbachM'gladbachBMG41215:6-15
12SC FreiburgSC FreiburgFreiburgSCF41215:8-35
13VfL WolfsburgVfL WolfsburgWolfsburgWOB40402:204
14Arminia BielefeldArminia BielefeldBielefeldDSC41123:6-34
15Hertha BSCHertha BSCHertha BSCBSC41038:10-23
161. FC Köln1. FC KölnKölnKOE40134:8-41
17FC Schalke 04FC Schalke 04SchalkeS0440132:16-141
181. FSV Mainz 051. FSV Mainz 05Mainz 05M0540042:12-100
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