Die Amateure des FC Bayern München stiegen vor der laufenden Saison in die 3... - Bildquelle: imago/foto2pressDie Amateure des FC Bayern München stiegen vor der laufenden Saison in die 3. Liga auf. © imago/foto2press

München - Nach acht Jahren in der Regionalliga hat die zweite Mannschaft des FC Bayern München zuletzt die Rückkehr in die Drittklassigkeit geschafft. In der Aufstiegs-Relegation rangen die Münchner die zweite Mannschaft des VfL Wolfsburg nieder.

Doch kaum war der Aufstieg in die 3. Liga gelungen, verärgerte der deutsche Rekordmeister  einen wesentlichen Teil der organisierten Fans, nämlich genauer gesagt die Dauerkarten-Besitzer. 

Bei den FCB-Amateuren: Kein freier Eintritt mehr für Dauerkarten-Besitzer

"Bitte beachten Sie, dass wir in der 3. Liga unseren Bundesliga-Jahreskartenbesitzern der Allianz Arena keinen freien Eintritt mehr gewähren können", verlautbarte der deutsche Rekordmeister Ende Juni auf der Homepage. Für viele Anhänger kam dies einem Affront gleich, zumal für Dauerkarten-Besitzer der Profis seit Jahrzehnten der Eintritt bei der zweiten Bayern-Mannschaft frei war. Nicht mehr so ab der Saison 2019/20. 

Laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hat die neue Regelung vor allem zwei wesentliche Gründe. Einerseits trage der Klub damit dem Umstand Rechnung, dass nach dem Drittliga-Aufstieg der zweiten Mannschaft der Personal- und Kostenaufwand im Vergleich zur Regionalliga rapide angestiegen ist. Der zweite Grund sei, dass der Verein kostenlose Tickets versteuern müsse, weil es sich um einen geldwerten Vorteil handele. Als die Münchner Zweitvertretung zuletzt in der 3. Liga spielte (Saison 2010/11), war der Eintritt für Dauerkarten-Besitzer noch frei.

Proteste beim Saisonstart in Würzburg

Das erste Heimspiel von Bayern II in der 3. Liga findet am Freitag, den 26. Juli, gegen den KFC Uerdingen statt. Doch schon zum Saisonauftakt in Würzburg setzten einige Bayern-Anhänger ein Zeichen gegen das Vorgehen ihres Klubs.

"Wenn wir zahlen, zahlt ihr auch", kündigten die FCB-Fans in Würzburg einen Einsatz von Pyrotechnik an. Der Hintergrund: Für den Einsatz der verbotenen Pyrotechnik der eigenen Fans wird der FC Bayern München vom DFB-Sportgericht mutmaßlich zu einer Geldstrafe verurteilt. Bei der verfahrenen Situation dürfte die Freude über den kürzlichen Aufstieg der zweiten Mannschaft - bildlich passend zur Pyrotechnik - in Rauch aufgegangen sein.

Schon während der Saisonvorbereitung gab es vonseiten des Münchner Anhangs bei Testspielen der Amateure Proteste auf Spruchbändern. So hieß es gegen den tschechischen Klub Dukla Prag etwa: "Jahreskarten-Regel abgeschafft! Dreesen und Messthaler machen ihre eigene Rechnung!?" Diese Kritik zielte auf Bayerns Finanzvorstand Jan-Christian Dreesen sowie Ticketing-Direktor Oliver Meßthaler ab.

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