Die BVB-Abwehr um Marin Pongracic (M.) bekam Lissabons Pedro Goncalves nicht... - Bildquelle: imago images/EibnerDie BVB-Abwehr um Marin Pongracic (M.) bekam Lissabons Pedro Goncalves nicht in den Griff. © imago images/Eibner

Lissabon - Selbst in mehreren Zeitlupen war nicht genau zu erkennen, was zum Platzverweis von Emre Can geführt hatte.

Zunächst wollte Jude Bellingham den Ball ins Aus spielen, da Sporting Lissabons Paulinho am Boden lag. Beim Stand von 0:2 gegen die Dortmunder vermutete Can aber ein Zeitspiel des Stürmers und forderte den Ball von Bellingham. Daraufhin rauschte Pedro Porro heran und berührte Can. Ob es danach ein Schlagen oder Nachtreten des Dortmunders gab? Schwer zu sagen.

Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande zögerte jedenfalls nicht und stellte den erst zur Halbzeit eingewechselten Nationalspieler in der 74. Minute mit glatt Roter Karte vom Platz. Der BVB, der zu diesem Zeitpunkt nochmal ordentlich Druck machte, kam mit einem Spieler weniger nicht mehr heran und verlor mit 1:3.

In der Champions League ist das Weiterkommen für die Dortmunder damit ausgeschlossen, die Borussia wird in die Europa League absteigen.

Auch Rose konnte die Szene vor dem Platzverweis nicht einordnen

"Ich kann es nicht sehen, das ist zu weit weg", sagte auch Trainer Marco Rose bei "DAZN" bei der Betrachtung der TV-Bilder. "Das ist die dritte Niederlage, die wir uns in diesem Jahr in Unterzahl einfangen", ärgerte sich der Trainer, wollte den Platzverweis aber nicht als spielentscheidend werten.

"Wenn es einfach reichen würde, in der Champions League in so einem wichtigen Spiel kompromissloser und konsequenter zu sein, dann hat man es nicht verdient", erklärte Rose.

Bis zum 0:1 dominierte Dortmund die Partie in Lissabon, dann verschätzte sich Nico Schulz bei einem langen Ball, auch die Abstimmung mit Hummels-Ersatz Marin Pongracic stimmte nicht. Pedro Goncalves bedankte sich und erzielte die Führung für Sporting.

"Es ist zu einfach, gegen uns Tore zu machen"

"Das 1:0 ist in der Form zu leicht, es ist zu einfach, gegen uns Tore zu machen. Der Gegner war einfach kompromissloser", sagte Rose, der neben Mats Hummels auch auf Thorgan Hazard, Superstar Erling Haaland und Youngster Youssoufa Moukoko verzichten musste.

"Es ist, wie es ist. Es ist auch nicht der Zeitpunkt, darüber zu reden", führte der Coach weiter aus: "Wir haben den Anspruch für uns, trotzdem solche Spiele zu gewinnen."

Dass dies nicht klappte, lag erneut an inidividuellen Fehlern. Vor dem 0:2 klärte Manuel Akanji hart bedrängt in die Mitte, die komplette Dortmunder Abwehr wirkte nicht entschlossen genug, um Goncalves' zweites Tor zu verhindern.

Zagadou verursacht einen unnötigen Elfmeter

Dass dem Elfmeter, der zum 0:3 führte, ein unnötiges Foul von Dan-Axel Zagadou vorausging, war der negative Schlusspunkt an einem gebrauchten BVB-Abend. Zwar parierte Torwart Gregor Kobel zunächst noch gegen Goncalves, aber Porro verwandelte den Abpraller per Kopf.

Dass Porro schneller reagierte als alle Dortmunder Spieler, unterstrich den Eindruck fehlender Entschlossenheit einmal mehr. Der Treffer zum 1:3-Endstand durch Donyell Malen war nur noch Ergebniskosmetik.

"Wir diskutieren immer wieder über die gleichen Fehler", ärgerte sich auch Kapitän Marco Reus bei "DAZN": "Und dann ist es auch schwer, wieder immer zurückzukommen. Wir spielen sogar in Unterzahl besser als Sporting mit elf Mann. Die haben gar nichts fürs Spiel gemacht und gewinnen 3:1. Das ist schwer zu akzeptieren. Bis zum ersten Gegentor hatten wir es unter Kontrolle, das war komplett unnötig. In so einem wichtigen Spiel ist das sehr bitter."

"Das war ein beschissener Abend"

Alles in allem scheint die Borussia derzeit an den eigenen Fehlern zu verzweifeln. "Das war ein beschissener Abend. Wir sind raus, das ist die bittere Wahrheit", ärgerte sich Reus.

Wo der BVB derzeit steht, sei schwierig in Worte zu fassen, erklärte der Spielführer, "wir haben zu viele Ups and Downs." Diese Schwankungen gilt es nun schnell abzustellen.

Denn bereits am Samstag steht das Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg an, eine Woche später dann das Topspiel gegen den FC Bayern.

Nach diesen beiden Spielen wird Borussia Dortmund Gewissheit haben, wie es im beginnenden Winter des Jahres 2021 um den BVB bestellt ist.

Christian Stüwe

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