Hansi Flick gewann mit dem FC Bayern in der Saison 2019/20 das Triple. - Bildquelle: Christian Kolbert/kolbert-press/PoolHansi Flick gewann mit dem FC Bayern in der Saison 2019/20 das Triple. © Christian Kolbert/kolbert-press/Pool

München - Immer mehr deutet sich der Abschied von Erfolgstrainer Hansi Flick vom FC Bayern an. Das hat relativ wenig mit dem knappen Ausscheiden der Münchner aus der Champions League am Dienstagabend nach einem 1:0-Sieg in Paris zu tun.

Es liegt einerseits an einem seit längerem schwelenden Zwist zwischen dem Coach und dem Münchner Sportdirektor Hasan Salihamidzic und andererseits an der großen Versuchung der nächste deutsche Bundestrainer zu werden.

 

Flicks langer, emotionaler Monolog

Lothar Matthäus lobte Flick bei "Sky" am Dienstag zu später Stunde über den grünen Klee, sagte aber auch voraus, dass der Coach seines Erachtens nach der Saison die Münchner verlassen werde. Matthäus wünschte Flick eine gute Entscheidung, die ihn und seine Familie zufrieden mache.

Flick antwortete darauf mit einem minutenlangen, teils emotionalen Monolog. Es sprudelte richtiggehend aus ihm heraus. Er wischte die Fragezeichen ob seiner Zukunft nicht vom Tisch, stellte aber klar: "Ich hänge am Trainer-Job und kann mir aktuell nichts anderes vorstellen. Meine Familie würde mich immer unterstützen, ob ich jetzt beim DFB wäre und einen anderen Rhythmus hätte, das wäre für sie völlig egal. Entscheidend ist für sie, dass der Job mir Spaß macht. Deswegen wird sie in allen Dingen, egal wie meine Entscheidung ausfällt, komplett hinter mir stehen", sagte der Bayern-Coach. Und betonte: "Das ist ein gutes Gefühl."

"Mache mir immer Gedanken"

Flick weiter: "Man macht sich immer Gedanken, wie es weitergeht und ob das hier alles wunderbar läuft. Es geht immer darum, wie man Mannschaft und Verein weiterentwickeln kann. Diese Dinge sind mir wichtig: Wo geht es hin, wie geht weiter? Wir haben mit den sechs Titeln einen Maßstab gesetzt und da mache ich mir immer Gedanken, denn Erfolg ist ein steter Prozess. Daher gibt es für mich immer wieder die Situation, alles zu bewerten, sich neuen Herausforderungen zu stellen. Da habe ich natürlich auch meine Vorstellungen."

Zum Verhältnis zu Salihamidzic hatte er bereits vor Spielbeginn vieldeutig gesagt: "Natürlich haben wir das eine oder andere an Unstimmigkeiten gehabt. Aktuell ist es so: Er macht seinen Job, ich mache meinen Job." Gut klingt das nicht.

FC Bayern: Klärendes Gespräch mit Kahn?

Angeblich soll es in den nächsten Tagen Gespräche mit Bayern-Vorstand Oliver Kahn geben. "Das habe ich auch gelesen", sagte Flick, "ich habe noch keinen Termin. Wenn Oliver Lust hat mit mir zu quatschen, dann kann er das gerne tun. Ich habe Zeit."

Noch ist die endgültige Entscheidung wohl nicht gefallen, oder zumindest spricht sie Flick partout noch nicht aus. Aber die Tendenz ist zwischen den Zeilen jedenfalls schon herauszuhören.

Sollte es wirklich zum Abschied kommen, hat der gut vernetzte Matthäus schon einen Tipp für einen möglichen Nachfolger: den aktuellen Trainer von RB Leipzig Julian Nagelsmann. "Bayern München hat sich mit Nagelsmann schon ein bisschen unterhalten, auch über wirtschaftliche Dinge, so viel man weiß", ließ Matthäus wissen.

Michael Gerhäußer

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