Starker Auftritt von Philippe Coutinho - Bildquelle: 2019 Getty imagesStarker Auftritt von Philippe Coutinho © 2019 Getty images

München - Als das Spiel schon fast vorbei war, versprühte der FC Bayern wenigstens noch ein bisschen Glanz. Der oft allzu schlampige Thiago lupfte den Ball bei einem Freistoß mit Raffinesse ansatzlos über die Mauer, der spät eingewechselte Thomas Müller schaltete schnell und verwandelte (90.+1) zum Endstand von 3:0 (1:0) gegen den sehr defensiv eingestellten und insgesamt äußerst schwachen serbischen Meister Roter Stern Belgrad. Es war der versöhnliche Schlusspunkt einer ansonsten mauen Darbietung der Münchner zum Auftakt der Champions League. 

Ohne Philippe Coutinho wäre die spielerische Armut des FC Bayern noch auffälliger gewesen. Der Brasilianer spielte eine gute Stunde lang sehr überzeugend - nur an den Toren war er nicht beteiligt. Zunächst hatte Kingsley Coman getroffen (34.), sehr viel später dann Robert Lewandowski (80.). Die Münchner gewannen so zum 15. Mal nacheinander ihr Auftaktspiel in der Königsklasse, und zum siebten Mal in Serie siegten sie dabei zu null. In der Gruppe B sind sie dadurch Tabellenführer.

"Können mit diesem Ergebnis leben"

"Wir hätten früher das zweite Tor machen sollen, dann wäre es einfacher gewesen. Aber am Ende können wir mit dem Spiel sehr zufrieden sein", sagte Präsident Uli Hoeneß. Auch Trainer Niko Kovac war durchaus angetan: "Ich möchte meiner Mannschaft gratulieren zum guten Einstand. Man möchte gut in dieses Turnier starten. Wir können mit diesem Ergebnis leben", sagte er. Jetzt gelte es, bis zum Spiel am Samstag gegen den 1. FC Köln "die Kräfte zu bündeln, wir haben weniger als 72 Stunden Zeit, um uns zu erholen".

Allerdings: Bis zum zweiten Gruppenspiel am 1. Oktober bei Champions-League-Finalist Tottenham Hotspur, der beim 2:2 bei Olympiakos Piräus ein 2:0 verspielte, werden sich die Münchner dem souveränen Auftaktsieg zum Trotz erheblich steigern müssen, wollen sie ihren eigenen Ansprüchen gerecht werden. "Mindestens das Halbfinale" soll es diesmal laut Torhüter Manuel Neuer sein, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge geht sogar noch weiter: "Dieser Klub lechzt nach der Champions League. Das ist die Königsklasse, der wichtigste Titel. Davon hängt alles ab." 

Dies gilt wohl auch für die Zukunft von Niko Kovac in München. Zum Auftakt der Königsklasse ließ seine Mannschaft freilich noch viele Wünsche offen. Zu oft ging es quer, zu selten in die Tiefe - all dies weckte Erinnerungen an die vergangene Saison, als dem Rekordmeister gegen defensivstarke Gegner oft wenig einfiel. Hinzu kam aber auch ein wenig Pech: einen weiteren Treffer von Lewandowski verhinderte Abwehrspieler Milos Degenek auf der Linie (58.), Perisic traf mit einem Lupfer nur die Latte (65.). Immerhin: Ein Anfang ist gemacht.

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