U21 Nationalspieler Louis Beyer ist Gladbacher Eigengewächs. - Bildquelle: imago U21 Nationalspieler Louis Beyer ist Gladbacher Eigengewächs. © imago

München - Zwölf Ausfälle zwingen Marco Rose, seine Startelf für den Pokalhit in Dortmund kräftig umzubauen. In der Defensive könnte durch den personellen Engpass der 19-jähriger Louis Jordan Beyer in den Fokus rücken. 

Weil nach Matthias Ginter (Schulterverletzung) und Tobias Strobl (Meniskus) mit Tony Jantschke (Zerrung) auch die dritte Innenverteidiger-Option wegbricht, wird der junge Beyer aller Voraussicht nach in die Abwehr der Fohlen-Elf rücken. Letzten Sonntag gab Beyer sein Saisondebüt, als er in der zweiten Halbzeit gegen Frankfurt für Jantschke eingewechselt wurde.

Schon zweimal gegen den BVB im Einsatz

Bundesliga-Minuten durfte Beyer schon unter Roses Vorgänger Dieter Hecking sammeln. 2018/19 spielte er neunmal für die Borussia, davon zweimal gegen Dortmund. BVB-Erfahrung ist beim 19-Jährigen damit verhältnismäßig viel vorhanden.   

"Wir haben vollstes Vertrauen zu ihm und sind sicher, dass er ein gutes Spiel abliefern wird", sagte Rose über Beyer. Doch nicht nur am Niederrhein gilt Beyer als Hoffnungsträger. Er ist auch eines der Gesichter der neuen U21-Generation des DFB. Im September 2019 wurde Beyer als einer von 19 Debütanten von Trainer Stefan Kuntz für die U21-Auswahl nominiert und spielte beim 2:0-Erfolg über Griechenland 44 Minuten auf der Rechtsverteidigerposition.

Ein Jahr zuvor, im September 2018 unterzeichnete er seinen ersten Vertrag als Profi. "Wir freuen uns für und mit Jordan, dass er so schnell den Durchbruch geschafft hat. Und wir sind stolz darauf, dass dies wieder einem Spieler aus unserem eigenen Nachwuchsleistungszentrum gelungen ist", sagte Eberl damals. Bei Beyers Geburt, am 19. Mai 2000, trug Eberl selbst noch das Borussen-Trikot. Die Fohlen spielten damals zweitklassig. 

Der Grundstein für die Profi-Karriere wurde übrigens durch Borussia-Rivale Fortuna Düsseldorf gelegt, die den damals 12-Jährigen von seinem Heimatverein SV Thomasstadt in die Nachwuchsabteilung holten. Drei Jahre später holte ihn die Borussia dann in den Fohlenstall.

In Mönchengladbach hat man berechtigte Hoffnungen, dass mit Beyer das nächste vielversprechende Talent heranwächst, das einmal in die Fußstapfen von Spielern wie Patrick Herrmann oder Tony Jantschke treten könnte. Eine gute Leistung in Dortmund wäre der nächste Schritt.

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