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München - Als Erling Haaland am vergangenen Sonntag gegen West Ham United auf dem Platz stand, kam einem alles wie gewohnt vor. Der Norweger lief in Schwarz-Gelb auf, schoss zwei Tore und jubelte mit seiner bekannten Pose.

Allerdings waren es nicht mehr die Trikotfarben Borussia Dortmunds, die er trug, sondern die von Manchester City. Ein anderer Klub in einer anderen Liga. Nur eine Sache hat sich offenbar nicht geändert - und das ist Haaland selbst.

Schnellstarter Haaland

Als der Stürmer in den gewöhnungsbedürftigen Auswärtstrikots der "Citizens" sein Premier-League-Debüt gab, brauchte er lediglich 36 Minuten, um jeden seiner Kritiker verstummen zu lassen. Spätestens nach 65 Spielminuten - beim 2:0 - war allen bewusst, dass der ehemalige Dortmunder keine lange Eingewöhnungszeit in der Premier League brauchen wird.

Doch Haaland ist ohnehin ein Schnellstarter. Sowohl bei seinem Bundesliga-Debüt als auch in der Champions League und im DFB-Pokal war er im ersten Spiel erfolgreich. Das 1:0 gegen West Ham per Elfmeter war sogar der erste Torschuss des 22-Jährigen. Dass der Gefoulte auch selbst zum Strafstoß antrat, überraschte seinen Trainer nicht im Geringsten.

Guardiola: "Er hätte demjenigen eine verpasst"

"Ich glaube, wenn einer den Ball vor ihm genommen hätte, dann hätte Haaland demjenigen eine verpasst", sagte Pep Guardiola scherzend und fügte hinzu: "Diese Einstellung und sein Selbstverständnis gefallen mir aber."

 

Dabei hatten viele am Mittelstürmer gezweifelt und sich gefragt, ob er überhaupt in das System von City-Coach Guardiola passen wird. Guardiola sagte diesbezüglich: "Erling schießt Tore, seitdem er geboren ist. Warum sollte er das hier nicht tun?"

Guardiola: "Letztens wurde er noch ausgelacht"

Doch der Norweger gab die Antwort darauf ohnehin selbst auf dem Platz. Mit einem herrlichen Steckpass in den Lauf bediente Kevin de Bruyne seine neue Anspielstation und Haaland ließ West-Ham-Keeper Alphonse Areola erneut keine Chance und vollendete zum 2:0-Siegtreffer.

Trotz des Hypes plädierte Guardiola allerdings auch dafür, die Ruhe zu bewahren. "Letzte Woche, als er gegen Liverpool die eine Chance ausgelassen hat, wurde er ausgelacht und bereits als gescheitert bezeichnet. Nun wird er mit Cristiano Ronaldo und Thierry Henry verglichen. Gebt dem Jungen Zeit", sagte der Coach der "Skyblues" nach dem Auftaktsieg.

Haaland "vermisst Dortmund"

Seine Performance ließ jedenfalls darauf schließen, dass Haaland mit dem Kopf bereits zu einhundert Prozent in Manchester ist und den Abgang vom BVB gut verkraftet hat. Doch nach dem Spiel gab der Angreifer auch zu: "Ich vermisse Dortmund - es war eine fantastische Zeit. Sie sehen, ich lächele gerade, weil es mir einfach sehr viel bedeutet."

Wie man die Norweger Urgewalt kennt, sah Haaland trotz der zwei Treffer selbst noch viel Luft nach oben. "Es hätten mehr Tore sein können, das war ein bisschen scheiße", so Haaland im Interview nach dem Spiel. Als der Reporter ihn im Anschluss darauf hinwies, Haaland solle auf seine Sprache achten, rutschte dem Mittelstürmer nur noch raus: "Ah, scheiße. Sorry."

Ein bisschen Eingewöhnungszeit braucht er in England also offenbar doch noch...

Max Bruns

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