Grünes Trikot, Grüner Klub: Die Forest Green Rovers - Bildquelle: imagoGrünes Trikot, Grüner Klub: Die Forest Green Rovers © imago

München/Nailsworth - Die Welt wird mit fortschreitender Zeit immer klimabewusster.

Das gilt nicht nur für die einzelnen Verbraucher, sondern mittlerweile auch für Fußballklubs. Ein Vorbild dabei: der englische Viertligist Forest Green Rovers.

Nachhaltige Trikots nur der erste Schritt

Dabei agiert der Klub nicht nur symbolisch, sondern wirklich nachhaltig. Der Vorstandsvorsitzende Dane Vince treibt seine Visionen aktiv voran. Bereits jetzt bestehen die Trikots und Schienbeinschoner der Rovers aus Bambus.

Die Belohnung: 2018 wurde der Viertligist von den Vereinten Nationen als offiziell klimaneutral eingestuft. Als erster Fußballverein weltweit.

Das Kredo der Rovers: Umstrukturierung statt Verzicht. "Das ist eine der großen Botschaften, an denen wir als Fußballverein arbeiten - wir müssen Dinge wie Autos, Fußball und Burger nicht aufgeben, wir müssen sie nur anders machen", weiß Vince.

Öko-Strom, veganes Essen, Stadion aus Holz

Der Viertligist, aktuell Sechster mit der Chance auf den Aufstieg, erhielt von der Liga nun die Erlaubnis, sein neues Stadion komplett aus Holz zu bauen.

"Aus Umweltsicht stammen drei Viertel des CO2-Abdrucks aller Stadien aus den Materialien, aus denen sie gebaut werden. Es geht nicht um die Energie, die für den Betrieb verbraucht wird, sie ist vom ersten Tag an eingebettet", erklärt Vince.

Auch die Unterhaltung des Stadions soll nachhaltig sein. Mit Solarmodulen soll der Strom selbst generiert, im Stadion nur veganes Essen und Trinken verkauft werden. Das ist allerdings auch schon in der aktuellen Spielstätte der Rovers der Fall.

Nicht jeder Fan ist Freund des Projekts

So wie in der Gesellschaft nicht jeder etwas mit Klimaneutralität anfangen kann, gibt es auch unter den Fußballfans vereinzelt Kritik.

Vince verrät: "Wenn sie mich sehen, haben manche das Gefühl, unbedingt etwas sagen zu müssen. Wenn ihnen dann nichts einfällt, brüllen sie nur: 'Fleisch! Fleisch! Fleisch!'"

Darauf gibt der Vorsitzende des Klubs jedoch nicht viel: "Ich denke mir dann immer: 'Oh, kommt schon, Jungs. Ist das alles, was ihr könnt?'"

Langfristig wollen die Forest Green Rovers übrigens in die zweite Liga, die Championship. Und dort nicht nur sportlich, sondern auch in Sachen Klimaschutz ein Vorbild für andere Vereine sein.

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